BANATER ZEITUNG: Nachrichtenarchiv

Wie man sich durch Theater von gesellschaftlichen Zwängen löst

Es war eine Frage, die Pia Brodtrager zuerst ihrem Lehrer und dann sich selbst stellte. Als Schülerin an einer Handelsakademie lernte sie früher im Unterricht über Mechanismen wie „Gewinnmaximierung“. Das Wort „Profit“ fiel oft und verdrängte dafür ein anderes, das Pia wichtiger war und ist. Was ist eigentlich mit den Menschen, fragte sie damals. Woraufhin ihr Lehrer meinte, für den Menschen gebe es keinen Platz. Eine Ansicht, die, die...

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Zehn Wege zum anspruchsvollen Youtube-Film

Der Filmtitel klingt nach einem dieser zahlreichen Do-it-yourself-Videos, die man ständig auf dem Online-Videoportal Youtube findet: Zehn Wege, um mit einer Trennung umzugehen. Der unbekannte Täter, den die Macher schlicht “Dan” getauft haben, spricht, unverschämt lässig mit den Händen in den Hosentaschen, die vernichtenden Worte aus. Es ist vorbei, sagt er und löst damit den inneren Konflikt aus, der die Figur Olga Töröks aus dem fast...

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Ausstellung zur Kaffeehaus-Kultur

Der Kaffee und das Kaffeehaus stehen stets im Fokus des deutschen Fotografen Hans Hochheim. Leute, die in Cafés ihren Schwarzen in Ruhe genießen, in Gedanken versinken oder ihre Zeitungen und Bücher gemütlich lesen – die Kaffeehäuser sind Orte, wo sich viele Menschen wiederfinden. Diese Kultur versuchte der Fotograf in seinen Schnappschüssen zu verewigen. 40 seiner Schwarz–Weiß-Fotos sind derzeit in Temeswar/Timisoara zu sehen. Die Bilder zur...

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Beiträge zur Banater Erinnerungskultur (13)

Das zweite Denkmal, das in Freidorf an die „Vermissten, Verstorbenen und Gefallenen“ des ersten Weltkriegs erinnert, steht im ehemaligen Gemeindezentrum des heute Temeswarer Vororts, in einem kleinen Park. Es dürfte etwas später errichtet worden sein als das erste auf dem Friedhof hinter der römisch-katholischen Kirche, stellt aber gerade durch seinen Standort eine Besonderheit dar. Denn es gibt im Banat, einem Raum, der nach Ende des ersten...

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Ende des bisherigen Naschismus

Von der Basis der Gesellschaft bis zur Spitze, von den Ärmsten zu den Reichsten: in der rumänischen Gesellschaft sind die Seilschaften durch das System der Trauzeugen – rum. „nas“, gelesen „Nasch“, daher obige zwischensprachliche Zangengeburt – ersetzt. Ein „Nas“ ist praktisch voll für das Schicksal jener verantwortlich, mit denen er vor den Popen tritt und ihnen die dicken Kerzen hält (ein Monopol der Patriarchie), für ihre Karriere, ihren...

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Literaturtage der positiven Überraschungen

Es hat bei der 24. Ausgabe der „Reschitzaer Deutschen Literaturtage“ einiges an positiven Überraschungen gegeben. Als solche muss das Lyrikerdebüt von Balthasar Waitz gesehen werden, der am Samstag mit einer Reihe epischer, in kauzig-sarkastischem Tonfall geschriebener Gedichte eine vielapplaudierte Lesung bestritt, in welcher er – sich selber treu – Tonfall und einige Themata seines „Bestsellers“ (Annemarie Podlipny-Hehn) „Krähensommer“ aufnahm...

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Auf dem „Cioca“: Schülern die Fliegerei näher gebracht

„Die Flugzeuge darf niemand anfassen“, „die Besichtigung erfolgt von rechts nach links“, „verlässt Eure Gruppe nicht“. So eine Art „Leviten lesen“ ist es, wenn Andreea Apetrei – aus Sicherheitsgründen - die Schülergruppen einweist, wie sie sich im Hangar des Flugplatzes für Nutzfliegerei „Cioca“ am Stadtrand von Temeswar zu verhalten haben. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen wurden die Motoren an diesem Tag nicht gestartet. Etwa 1200 Schüler aus...

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Trotz Programmvielfalt: Weinsalon eher spärlich besetzt

Reichlich Freiräume zwischen den Ausstellern und öffentliche Institutionen als Notnagel, um das allgemeine Bild zu wahren, zeigten die Zurückhaltung der Branche für die Weinmesse, die am vergangenen Wochenende im Regionalen Geschäftszentrum der Temescher IHK über die Bühne gegangen ist. Bekannte Weinstuben aus Rumänien ließen ihre Stände unbesetzt, auch wenn sie ihre Präsenz beim 11. Temeswarer Weinsalon angesagt hatten. Dabei wissen doch gerade...

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Kinder aus Warjasch lernen banatschwäbische Tänze

Angenehmes Aprilwetter herrscht an dem Freitag Nachmittag, an dem Edith Singer, Andreea Gabor und Hansi Müller nach Warjasch/Varias fahren. Die 5700-Seelen-Gemeinde ungefähr 40 Kilometer von Temeswar/Timisoara entfernt schlummert in der Abendsonne. Mit neuen Pflastersteinen wurden die Gehwege in der Gemeinde belegt und auch sonst sieht Warjasch aus, als ob es sich im Aufbruch befände. Auf den Straßen ist kaum jemand, nur hie und da sitzen einige...

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DWC-Raum im Deutschen Kulturzentrum

Ein Banner in einem frischen und attraktiven Design ziert den Raum zwei des Deutschen Kulturzentrums Temeswar/Timisoara und weist, mit Hilfe von Stichwörtern und der symbolischen Darstellung verschiedener Gebäude der Stadt, auf die wichtigsten wirtschaftlichen, industriellen und kulturellen Standorte Temeswars hin. Das Publikum des Kulturzentrums wird dadurch aufmerksam gemacht, dass es ein gemeinsames Ziel beider Institutionen ist, die deutsche...

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