In Pastelltönen leuchten die Gebäude der serbisch-orthodoxen Kathedrale sowie des Vikariats – nach 1989 das bischöfliche Palais der Diözese – seit nicht sehr langer Zeit, die Temeswarer können sich noch an das grelle Grün erinnern, das davor die Marke war. Diese beiden Gebäude schmücken die Westflanke des Domplatzes und lassen diesen zu einem einzigartigen Platz erblühen: Ein katholischer Dom und eine orthodoxe Kathedrale auf demselben Platz –...
Es war am 14. Juli 1994, als der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ in Winkowitz / Vinkovci, im Osten Kroatiens, ein Benefizkonzert in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche organisierte. In Begleitung von Erwin Josef Țigla sangen Waltraud Muntoi zusammen mit Adrian Damian, an der Orgel durch Lucia Ghilea unterstützt, ein Benefizkonzert zugunsten des Wiederaufbaus in der sich damalig noch befindenden...
Die Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament hat eine Debatte über die Situation in Rumänien beantragt. Die Gründe lagen auf der Hand: „Reform“ der Justiz und Verprügeln der Protestierenden (nicht Protestanten wie Vasilica Dăncilă, leider Premierministerin Rumäniens, behauptet hatte).
Die Konferenz der Fraktionsvorsitzenden hat dem Antrag stattgegeben. Was folgte war traurig oder lächerlich, je nach Einstellung des Beobachters. Eine äußerst...
Samstagabend fuhren mehr Autos als gewöhnlich Richtung Nordbahnhof und Silo, in der Josefstadt rumorte es und Straßen wie Crizantemelor oder Mangalia, die sonst kurz vor 20 Uhr verschlafen daliegen, waren nun animierter denn je zuvor. Es hatte sich herumgesprochen, dass der Freitagabend ein Erfolg war.
Die Temeswarer haben sich am Wochenende erinnert, wo der alte Hafen der Stadt liegt. Das war auch der eines der Vorhaben, die sich die...
Mutig standen sie, mit entblößten Seelen vor dem Publikum und sprachen über die schlimmsten Momente in ihren Leben: sexuelle Nötigung im Kindesalter, ein Vater, der Fußballspieler war und Alkoholiker wurde, Soldaten, die das Gewehr laden, wenn sich die junge Frau dem Theater nähert (man schreibt das Jahr 1989), aber auch über die größten oder schönsten: die Familiengründung, der UNITER-Preis, die Tourneen, die Intendanz: Sechs Schauspielerinnen...
Mit einem Konzert im Temeswarer AMG-Festsaal fand das I. Festival der klassischen Kammermusik „Eufonia” in Temeswar kürzlich ihren Abschluss. Zu diesem Anlass traten auf der Bühne des Karl-Singer-Festsaals einige talentierte Instrumentisten vor das Publikum. Die Initiatoren des „Eufonia”-Festivals sind zwei Temeswarer Musiker, die ihre Musikstudien an renomiierten Universitäten in Deutschland vervollständigt haben: Ovidiu Andriş, Schlagzeuger,...
Gläser klingen, deutsche Musik hallt aus der Box, Gespräche an den Tischen, Kinder spielen auf dem Boden und eine Frau im Dirndl ist ebenfalls dabei. Im The Mots ist Oktoberfest angesagt. Zwar ist es kein Bierzelt, das das Fest beherbergt, sondern ein Restaurant am Stadtrand von Temeswar, das erst seit wenigen Monaten seine Tore geöffnet hat, doch die Stimmung passt zum anberaumten Fest. Egal zu welchem Gericht, Bier ist immer angesagt – die Idee...
Eine Gruppe Studenten von der deutschen Friedrich-Schiller-Uni aus Jena startete zum Monatsanfang eine zweiwöchige Forschungsreise durch Rumänien: Die 14köpfige Seminargruppe (inklusiv drei Universitätsdozenten) startete ihre Forschungsreise in Temeswar, u.a. auch mit einem Besuch in der Temeswarer BZ-Redaktion, worauf ein Besuch in Hermannstadt folgte. Zweck dieser Reise der deutschen Studenten - sie gehören zum Studiengang...
Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre und eine rekordverdächtige Zeit von 1,13 Minuten ließen vermuten, dass Iozsef Kribus aus Cauaceu bei Großwardein seinen Titel als Rumäniens bester Reserveradwechsler am PkW auch in diesem Jahr verteidigen wird. Und dann die Nachricht aus Reschitza: Ein gewisser Emil Melcher hatte Kribus um drei Sekunden unterbieten können und gewann das diesjährige TyreChallenge; etwas allgemeiner gesagt: Er gewann den...
Im Roman werden Geschehnisse aus der „wilden und wüsten Vergangenheit“ des Banats um 1750 erzählt, so wie sie der Urgroßvater des Verfassers erlebt haben mag. Der Erzähler versetzt sich also in die Banater Erlebniswelt seines Urgroßvaters, mit dem er sich identifiziert und aus dessen Perspektive er erzählt. Er nennt ihn Martin Initram und bedient sich bei der Namensgebung eines Kunstgriffs: Umstellung der Buchstabenfolge des Namens „Martini“ zu...