„Die Gegenwart ist ein Werk der Vergangenheit“, schreibt der wichtigste rumänische Zerstörer nationalkommunistischer Geschichtsklischées, Lucian Boia, in seinem jüngsten, viel und kontrovers diskutierten Buch „De ce este România altfel?“(=Warum ist Rumänien anders?), erschienen bei Humanitas Ende 2012, das meistverkaufte Buch auf der jüngsten Bukarester Weihnachts-Buchmesse. Das Buch, das erstmals seit 1907 offen die Frage stellt: „Sind die...
Arad - Führt die Marosch zu wenig Wasser, ist die Stadt Arad so arm an Sehenswürdigkeiten und Lockvögel für die Touristen? Die Arader Stadtväter, allen voran PDL-Bürgermeister Gheorghe Falcă, haben sich schon zum Jahresbeginn für ein außerordentliches Stadtprojekt stark gemacht: Zwecks Wiederbelebung des Maroschufers soll auf dem Fluss, zwischen der Decebal-Brücke und der anliegenden Fußgängerbrücke ein spektakulärer Springbrunnen entstehen. Und...
Reschitza - Das Reschitzaer Schwimmzentrum, seit Jahrzehnten eines der stärksten und erfolgreichsten Zentren des rumänischen Schwimmsports, erhielt nun den Namen seines zweifellos erfolgreichsten Trainers: Durch einen Beschluss des Reschitzaer Stadtrats vom Jahresende 2012 ehrte die Stadt an der Bersau die großen Verdienste des Reschitzaer Schwimmtrainers und gab dem städtischen Sportzentrum, in der Bersaustadt eher als Olympisches Schwimmbecken...
Arad-Die Ausstellung „Migration im Donauraum. Die Ansiedlung der Deutschen im 18.Jahrhundert und ihre Folgen“ ist seit vergangener Woche im Arader Kunstmuseum zusehen. Zur Vernissage stellte sich ein interessiertes Publikum der Provokation, mit der die Ausstellungsmacher aus sieben Museen (Ulm, Sathmar, Arad, Temeswar, Reschitza, Pécs und Novi Sad) die Besucher konfrontieren: Ansiedlungsmythen diversester Art werden hinterfragt und Antworten...
Im Südwesten Frankreichs, etwa 200 Kilometer nordöstlich von der Universitätsstadt Bordeaux entfernt, liegen die Überreste der Gemeinde Oradour-sur-Glane. Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier 642 Menschen von der deutschen Waffen-SS ermordet. An nur einem Tag wurde fast eine ganze Gemeinde ausgelöscht. Auf Beschluss der französischen Regierung unter Charles de Gaulle wurde die Gemeinde – obwohl leer stehend und verlassen – vor dem Abriss...
Europaweit wurde entschieden – für Autofahrer gelten ab dem 19. Januar neue Gesetze. Die Veränderungen sind in der ganzen Europäischen Union gültig. In diesem Zusammenhang werden auch bei Erlass und Erneuerung der Führerscheine neue Regeln eingeführt. Die neuen, EU-konformen Führerscheinregeln sehen auch neue Fahrerlaubnisklassen, Befristungen und Zwangsumtausch vor. Den Führerschein gibt es nicht mehr unbefristet. Die Gültigkeit eines Scheins...
Die Debatte um das rumänische Gesundheitssystem ist in diesen Tagen intensiver als je zuvor. Es geht nicht nur um die Finanzierung von der Krankenkasse der öffentlichen bzw. privaten Spitäler, sondern auch um den Sinn der Auflösung vor nahezu zwei Jahren mehrerer Krankenhäuser in Kleinstädten und Gemeinden. Die damals als Reform angesehene Initiative von Minister Attila Cseke, gilt heute als Schlag ins Wasser. In den öffentlichen Krankenhäusern...
Grenzenlos Gospel: Unter diesem Namen veranstaltet der Kulturverein TGP ein “musikalisches Treffen jenseits der Grenzen” in Temeswar/Timişoara. Am 16. und 17. Februar kommt der deutsche Musiker Dominic Samuel Fritz erneut in die Stadt an der Bega, um mit einem spontan gegründeten Chor an nur zwei Tagen gleich drei Konzerte in Szene zu setzen. Der Chor unter der Leitung von Dominic Samuel Fritz wird im „Rudolf Walther“-Kinderdorf, im Temeswarer...
wk. Karansebesch – Dr. Horea Radu, der Chirurg, der aus Klausenburg kam und sich mit glänzendem Erfolg um die Leitung des munizipalen Notfallkrankenhauses Karansebesch bewarb, hatte einigen Grund, bei seiner ersten Jahresbilanz stolz zu sein: „Unser Krankenhaus hat keinerlei Neuschulden, die mehr als 90 Tage alt sind“, sagte er den Medien, „und auch mit der Abzahlung der umgestaffelten Altschulden, mit denen ich das Krankenhaus übernommen habe,...
wk.Reschitza – Das größte Problem bei der Wärmedämmung der Plattenbauten bzw. der schlecht isolierten Wohnkasernen in Reschitza ist der Eigenbeitrag der Bürger, sagt das Reschitzaer Rathaus, auch wenn dieser sich bloß bei etwa einem Fünftel der Gesamtkosten bewegt. Das zweitgrößte Problem, kontern die Blockbewohner, ist der Beitrag und die Bürokratie des Rathauses, das drittgrößte, sagen beide Seiten, die Ausgleichung der Gesamtrechnung durch die...