Kein Arzt heilt einen Kranken, wenn er ihn systematisch gegen sich aufbringt (durch Vertrauensbruch und Abbruch des Vertrauensverhältnisses). Heilung setzt ein Aufeinander-Zugehen von Arzt und Patienten in gegenseitigem Vertrauen voraus. Zum Schuljahresbeginn hat sich erwiesen, dass Unterrichtsminister Daniel David, Rektor der Elitehochschule „Babe{-Bólyai“ Klausenburg, Voll-Mitglied der Rumänischen Akademie der Wissenschaften,...
Montag abend, als Abschluss der „Tage von Großsanktnikolaus“, der alljährlichen mehrtägigen Veranstaltung der Stadt, gab es ein zweites Ereignis, das man so der Kleinstadt nicht zugetraut hätte. Das erste war die Eröffnung, am vergangenen Freitag, als erstmals in der bereits gut 25-jährigen Geschichte der Bartók-Veranstaltungen der Stadt (inzwischen, so der Initiator und Leiter des „Pro Bartók“-Vereins, Apotheker Sándor Tamás, war es das 71....
Das Samstagabend-Konzert auf dem interkulturellen Festival ProEtnica (27.-31.August) hat die Rockgruppe RIFF bestritten, die am Sonntagvormittag dann zum Kinder-Puppentheater einlud. Nanu – wie passt das denn zusammen? Frontsänger Florin Grigoraș resümiert für ADZ-Chefredakteurin Nina May am Sonntagmorgen die letzten 55 Jahre, von der Gründung der Band bis zur multidisziplinären Inszenierung von Rock, Theater und Ballett. Und vergleicht Publikum...
Es gibt sie seit 32 Jahren, sie haben tausende Konzerte bestritten und acht Musikalben herausgebracht. Kurz nach dem Kommunismus gegründet, haben sie sich vorgenommen, dem damals fast ausschließlich westorientierten Musiktrend etwas Eigenes entgegenzusetzen: Mit Texten in rumänischer Sprache, und über Dinge, die die Menschen hierzulande bewegen. Mit emblematischen Messages, mal politisch, mal gesellschaftskritisch, mal als Persiflage. Schon ihr...
Wenn man die Donaustraße DN 57 von Neumoldowa/Moldova Nou² nach Or{ova/Orschowa abfährt und die (immer noch nicht fertig gebauten) Schutzanlagen gegen Geröllschlag im Raum des ehemaligen Industrie-Kohlenverlade-Hafens Cozla bei Berzasca inmitten des Donaudurchbruchs beim Eisernen Tor hinter sich gebracht hat, tauchen vor den Augen jedes aufmerksamen Beobachters am linken Donauufer, rechterhand der Fahrtrichtung und auf den dortigen winzigen, aber...
Der bekannte Schriftsteller Mario von Simmel schrieb Bestseller-Romane. Einer dieser Romane trägt den Titel: „Hurra, wir leben noch!“ Wir stimmen in diesen Jubelruf begeistert mit ein, denn wir freuen uns, dass wir noch leben. Denn beim Verlust des Lebens verliert man gleichzeitig allen Besitz und die Hoffnungen und Wünsche werden zusammen mit dem Leichnam zu Grabe getragen. Welchen Wert hat unser Leben eigentlich? Viele sehen in ihm nur ein...
Viel Spaß haben, Deutschkenntnisse verbessern, aber auch Glaubensvermittlung – das erleben die Teilnehmer der Sommerlager des Jugendwerks der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR). Über die besonderen Herausforderungen, aber auch die Erfolge dieser Camps, sprach der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der EKR, Hans Königes, mit Diakonin Cristina Arvay, der Referentin für Kinder- und Jugendarbeit beim Jugendwerk Rumänien.
„Kultur ist nicht Luxus, sie ist Voraussetzung von Demokratie“ – ein Satz, den Richard von Weizsäcker während seiner Amtszeit als Bundespräsident immer wieder betonte. In Zeiten wachsender Austerität stellt sich jedoch die Frage, ob Kürzungen im Kulturbereich nicht auch eine Einschränkung demokratischer Teilhabe bedeuten.
Wenn Kultur als verzichtbar gilt, weil sie nicht unmittelbar als systemrelevant erscheint, gerät ihre Funktion als Trägerin...
Im Dorf Trappold/Apold im Kreis Muresch bewegt sich was: Vom 28. Juli bis 8. August 2025 fand hier die Sommerschule „Heritage Lab“ des Vereins/Asociația CasApold und der Stiftung Kirchenburgen statt. Fünfzehn Freiwillige kamen zusammen, um zu restaurieren, zu erforschen und zu erhalten. Lucas Alswede ist einer von ihnen: Er ist 21 Jahre alt und hat in Bremen gerade sein studienvorbereitendes Jahr zum Restaurator abgeschlossen. Künftig möchte er...
Die politische Krise in Serbien spitzt sich zu, auch wenn sie es (noch?) nicht auf die erste Seite der Medien schafft. Man ist immer noch zu sehr „gewöhnt“ ans „Pulverfass Europas“ und nur Kriegszustände dort, wie Ende der 1990er Jahre die Sezessionskriege, erregen weltweit Aufmerksamkeit. Nicht übersehen werden darf aber, dass sich der Wind auch in Südslawien dreht: die Klischees von den ethnisch-religiös bedingten Spannungen verschwinden und...