BANATER ZEITUNG: Nachrichtenarchiv

Unser Kandidat: Kulturhauptstadt Europas 2021

„Im russisch-hebräischen Dialekt, der in Marc Chagalls Geburtsort Witebsk gesprochen wird, gibt es kein Wort für Kunstmaler. Trotzdem wurde er einer der bedeutendsten Künstler des XX. Jahrhunderts“, so stellte Thomas Emmerling, der Kurator der Lithografienausstellung „Marc Chagall – Bibelillustrationen“, den Meister vor. Das Kunstmuseum Temeswar beherbergt zurzeit die 150-Exponate-schwere Ausstellung, die ausschließlich Werke, die sich im Besitz...

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Zum 40. Todestag von Oscar Han

„Ein kraftvoller Modellierer, auf Volumen bestehend, hat sich Han schon recht früh der Monumentalkunst gewidmet“, schrieb einer der bedeutendsten rumänischen Ästhetiker und Literaturkritiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Tudor Vianu. Als Beweis dafür stehen die zahlreichen Monumentalwerke des Plastikers Oscar Han, die landesweit den öffentlichen Raum schmücken.

Vier Jahrzehnte sind seit dem Ableben des Bildhauers verstrichen: Oscar Han...

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Viel Zündstoff um den Glimmstengel

Der Countdown für Raucher läuft bereits. Ab Mitte März stehen hohe Strafen für Missachtung des Rauchverbotes in öffentlichen Räumen an. Vor allem Unternehmer sind mittlerweile in heller Aufregung, denn angeblich kommen auf sie sogar dann hohe Sanktionen zu, wenn das Personal die entsprechenden Hinweise der Betriebsleitung missachtet. Die Gerüchteküche brodelte umso mehr, da die Anwendungsnormen für das Rauchverbot etwa einen Monat vor in Kraft...

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Neues Image für „Haus mit den Löwen“

Temeswar - Nach etlichen Jahren der Ohnmacht der Temeswarer Stadtverwaltung und der Hausbesitzer angesichts der stets als unerschwinglich geschätzten Kosten tut sich nun endlich etwas in Sachen Sanierung der wertvollen und geschichtsträchtigen Altbauten der Bega-Stadt: Nicht nur aus der Innenstadt sondern auch aus anderen historischen Stadtteilen (Josefstadt, Fabrikstadt, Elisabethstadt) meldet man ernste Pläne zur Sanierung dieser...

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Die Russlandverschleppung der Rumäniendeutschen

Es geschah vor 71 Jahren: Anfang 1945 wurden 75.000 arbeitsfähige Deutsche aus Rumänien zur Zwangsarbeit in die damalige Sowjetunion verschleppt. Einer von fünf verstarb an Unterernährung, Erschöpfung und den miserablen Lebensbedingungen in den Arbeitslagern, die anderen kehrten fünf Jahre später krank und geschwächt wieder nach Hause zurück. Nur wenige leben heute noch. An ihr Leid erinnern Denkmäler, die an mehreren Orten in Rumänien...

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Die exemplarische Normalität

Offensichtlich haben Premierminister Dacian Cioloş und Präsident Johannis nicht den Mut aufgebracht, den ominösen Gesetzesartitel per Dringlichkeitsbeschluss abzuschaffen, der die überfüllten Gefängnisse zu „wissenschaftlichen Forschungsinstituten“ gemacht hat – egal, was man unter „wissenschaftlich“ versteht, so lange das dort Produzierte von Hochschulen als solche anerkannt wird. So konnte der Verteidiger eines der korruptesten Schwerverbrecher...

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Viel Falschinformation über deutsche Minderheit

Norwegen, Island, Liechtenstein und die rumänische Regierung haben ein Projekt über Minderheiten finanziert – von den Veranstaltern „Gala der Minderheiten“ betitelt. Projektträger ist das Literaturmuseum in Jassy und die Corona-Stiftung, Projekt, das in mehreren Städten Rumäniens vorgestellt wird. Der am vergangenen Wochenende in Temeswar abgehaltene Teil über die deutsche Minderheit in Rumänien kann nur mit viel Wohlwollen als positiv gewertet...

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Unternehmer: Hiobsbotschaft Rauchpause

In vier Wochen stehen Wahlen beim Deutschsprachigen Wirtschaftsclub Banat in Temeswar an. Obwohl sich noch bis zum 1. März Kandidaten einschreiben können, haben sich bisher zwei Konkurrenten für das Amt des Präsidenten gemeldet; neun weitere Mitglieder bewerben sich um einen der sechs Plätze als Vizepräsident. Bisher haben sich für das Amt des künftigen Präsidenten der amtierende Clubvorsitzende Peter Hochmuth sowie der Unternehmer Michael...

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Die verstimmte Orgel des Jean Paul

Der Leser sei vorinformiert, der Autor lässt sich vorab entschuldigen: Dieser Text stammt von einem Absolventen des Temeswarer Nikolaus-Lenau-Lyzeums. Von einem, der stets auf seine Schule und seine Mitschüler stolz war, auf die dort erworbene Bildung, auf das gewisse Etwas, das den Lenauschüler unter den Schülern in Temeswar auszeichnete. Und von einem, der sich stets nicht nur an die Lenau-Strophe am Eingang links, unterhalb der Büste des...

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Arader Stadtsymbol zum Verkauf

Arad - Das Ardealul-Hotel, noch bekannter als die ehemalige Nobelherberge der Kaiserzeit „Zum Weißen Kreuz“, wurde kürzlich von den derzeitigen Besitzern, Joi]a und Carol Papp, für die stolze Summe von 8,4 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Der denkmalgeschützte Altbau in der Innenstadt (ultrazentral, neben dem Stadttheater) gilt u.a. neben Bauten wie dem Verwaltungspalais, dem Kulturpalast, dem Hirschl-Haus, dem alten Kasino oder dem...

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