In der „Banater Zeitung“ vom 8.11.2016 beschreibt Dr. Cărămidariu die traurige touristische Bilanz Rumäniens: Rumänische Touristen gaben von Januar bis August 2016 200 Milliarden Euro mehr im Ausland aus als ausländische Touristen in Rumänien. Das heißt, die Tourismusbranche Rumäniens arbeitet defizitär – und das, obwohl Rumänien ein herausragendes landschaftliches und kulturelles Potenzial besitzt. Dabei wächst der Tourismusmarkt weltweit stark,...
In der rumänischen Botschaft Berlin fand kürzlich die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen. Ein Europäisches Kulturerbe“ statt. Sie entstand in Zusammenarbeit der Projektpartner Stiftung Kirchenburgen Hermannstadt/Sibiu, TU Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, Fachgebiet Denkmalpflege und Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam. Dazu eingeladen hatten der Botschafter von Rumänien in der...
Die Idee „code for“ („programmiere für) wurde zum ersten Mal vor sieben Jahren in den USA umgesetzt. Code for America ist eine Organisation, die die Meinung vertritt, dass die Regierung für und mit Menschen arbeiten soll. Ihr Ziel ist es, Dienstleistungen der Regierung einfach, benutzerfreundlich und leicht verständlich zu machen. Durch die gleichnamige NGO in San Francisco ist ein Netzwerk entstanden, das durch Programmieren Gemeinden sicherer...
Vor anderthalb Jahrzehnten erregte der Skandal der Weingärten von Tirol/Königsgnad die Gemüter, wo der sich auflösende und in Insolvenz befindliche staatliche Landwirtschaftsbetrieb Berzovia das Grundstück, auf dem die Weingärten gediehen, an einen Käufer, die Reben aber an einen anderen verkauft hatte. Dies führte zu endlosen Disputen zwischen den beiden Käufern und letztlich bewog es eine der beiden Streitparteien (Zufall oder nicht: vertreten...
Gebäude müssen leben. Wenn man sie nicht pflegt, sind sie dem Verfall preisgegeben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich jahrhundertealte Bauten, die nicht saniert wurden, in Schutt verwandeln werden. Dabei geht nicht nur ein Stück Geschichte verloren, auch Menschenleben können durch die einstürzenden Bauten in Gefahr gebracht werden. Das Kulturerbe wird oft durch Ignoranz zerstört: das zeigten auch zwei traurige Vorfälle, die sich Anfang...
Mehr als 6500 Kandidaten aller politischer Couleur treten bei der Parlamentswahl vom 11. Dezember für die insgesamt 466 Sitze der beiden Kammern des rumänischen Parlaments an – darunter auch Ovidiu Gan], der langjährige Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR). Über Höhen und Tiefen der ausklingenden Legislaturperiode wie auch über die Prioritäten seiner neuen Amtszeit sprach ADZ-Redakteurin Lilo Millitz-Stoica mit...
Die Zeit rinnt den Temeswarer Stadtvätern wie Sand durch die Finger: Die Begastadt, kürzlich zur europäischen Kulturhauptstadt 2021 auserkoren, rüstet im Eiltempo, wie noch nie seit der Wende, auf. Nicht nur in Sachen Kultur, Infrastruktur und Kulturerbe hat nie Dagewesenes zu geschehen, sondern auch in Sachen Sanierung der Altstadt, des wertvollen Vorzeige-Bauerbes, der Modernisierung der Straßeninfrastruktur, des Nahverkehrs und der...
„Die Heimatortsgemeinschaft Lenauheim bemüht sich durch ihren Vorstand, den Friedhof zu pflegen, die Kirche zu erhalten und hilft am Lenau- und Heimat-Museum mit. Sie nimmt eine Brückenfunktion zwischen dem neuen Zuhause in Deutschland und dem Heimatgebiet Banat ein. Wir wollen unserem Heimatort auf dem Wege nach Europa behilflich sein“, sagt Werner Griebel, Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Lenauheim. Solche Funktionen nehmen auch...
Schon mal töltött káposzta gegessen? Oder vielleicht Sarmi, Sarma, Sarmale? Na, dann aber sicher Krautwickerl! Vom Schwarzen Meer bis Bayern sind hackfleischgefüllte Kohlblätter nur ein symbolisches Beispiel für die kulturelle Verbundenheit im Donauraum. Die Donau war die erste „Autobahn” – schon zur Steinzeit verband sie Völker. So ist es mitunter sinnvoll, Kultur- und Naturerbe länderübergreifend zu betrachten. Ein Teilgebiet in der...
Zum Bild der Festung gehört er längst, wie der Stundturm, das venezianische Haus oder die Schülertreppe. Kaum ein Tourist, der ihn erblickt und nicht erfreut auf den Auslöser drückt. Die Gruppe Japaner begrüßt er in ihrer Landessprache – sie scheinen es verstanden zu haben, denn es folgen minutenlange Erwiderungen und Verbeugungen. Kurios und doch selbstverständlich wirkt er in der Burg, jeder kennt ihn, doch kaum einer kennt seinen Namen. „Uns...