MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Randbemerkungen: Verantwortung und Macht

Die finanziellen – und in deren Schlepptau die psychischen, gesellschaftlichen, familiären, politischen, wirtschaftlichen und sonstigen – Lasten, die auf uns ab dem 1. August zukommen, wären gelassener zu schultern, wenn wir die Gewissheit (oder wenigstens eine Zusicherung) hätten, dass die Schuldigen am Staatsdesaster, das jetzt von uns allen ausgebügelt werden muss, zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist menschlich. Die soziale Frustration...

[mehr]

Auf der Intensivstation der eigenen Moralversprechen

Ilie Bolojans Kabinett ist keine drei Monate im Amt, da liegt es bereits auf der Intensivstation seiner eigenen Moralversprechen. Auslöser ist der Fall des inzwischen zurückgetretenen Vizepremiers Dragoș Anastasiu, der acht Jahre lang insgesamt 150.000 Euro an eine ANAF-Inspektorin zahlte, das Delikt später bei der DNA anzeigte, seine Reisesparte auf eine neue Firma („Travel Brands“) überschrieb und sie 2019 für rund 150 Millionen Euro an DER...

[mehr]

„Sing das DSD“ ging in die zweite Runde

Der internationale Wettbewerb „Sing das DSD“, entstanden im Juni 2023 auf die Aufforderung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) hin, einen Beitrag für das 50-jährige Bestehen des Deutschen Sprachdiploms (DSD) zu leisten, ging im Schuljahr 2024/25 in die zweite Runde! Die teilnehmenden Länder waren Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, China, Estland, Kroatien, Polen, Rumänien, Serbien und die Slowakei. Der Wettbewerb soll auch 2025/26...

[mehr]

Zugebissen: Das nackte Überleben

Es dürfte auf dem blauen Planeten wenige Kulturen geben, die, wie die rumänische, so viele Begriffe nutzt um Bestechungsgelder zu umschreiben: „mit²“, „{pag²“, „aten]ie“, „tax²“, „pe{che{“, “para-n-d²r²t“, „contribu]ie“ u.v.m. Wer einmal in Rumänien von einem Weg zu staatlichen Einrichtungen auch nur Wind bekommen hat, hat mit Sicherheit auch einen dieser Begriffe gehört. Eine Studie der EU, die um den Beitritt des Donau-Karpaten-Landes zur...

[mehr]

„Eigentlich war jede Kirchweih irgendwo ein Höhepunkt“

Wenn Regina Lochner aus der rumänischen Küche an ihrem neuen Einsatzort Izmir in der Türkei etwas vermissen wird, dann die „Sarmale“. Natürlich ist das eine Nebensache, wenn es um den diplomatischen Dienst der noch in Temeswar und Westrumänien amtierenden deutschen Konsulin geht, doch wenn etwas diese Diplomatin auszeichnet, die auch vom Demokratischen Forum der Deutschen im Banat mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde, so ist es ihre...

[mehr]

Lungenkrebs im Fokus: Temeswarer Studie deckt dramatischen Anstieg auf

 

Eine zwölfjährige Analyse am „Victor Babeș“-Krankenhaus in Temeswar/Timișoara zeigt einen besorgniserregenden Anstieg der Lungenkrebserkrankungen – mit fast doppelt so vielen Fällen in den letzten Jahren. Mithilfe künstlicher Intelligenz wurden über 4000 Patientendaten ausgewertet und fünf Patientengruppen mit unterschiedlichen Krankheitsverläufen identifiziert. Die Ergebnisse markieren einen Wendepunkt für die Krebsforschung in Rumänien – und...

[mehr]

Wort zum Sonntag: Eine geöffnete Tür

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt liegt die malerische Stadt Meißen, die älteste Stadt Sachsens. Hoch oben über der Elbe erhebt sich die Albrechtsburg mit dem Meißner Dom. Daneben befindet sich der Klosterhof St. Afra. Dieser ist heute die Tagungsstätte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Vor der Wende von 1989 wurde der Klosterhof als Hochschule für Landwirtschaft genutzt, bevor er dann von der Kirche übernommen wurde.  In...

[mehr]

„… es macht Spaß, die alten, oft umfangreichen Briefe wieder zu lesen“

Über den Schriftsteller, den Menschen und den Freund Hans Bergel drei Jahre nach seinem Tod zu schreiben, ist mir ein inneres Bedürfnis, so traurig es auch ist. Hans Bergel darf niemals in Vergessenheit geraten, denn über ihn ist immer wieder etwas Ungesagtes oder Ungeschriebenes zu entdecken. In meinen Augen war er ein „homme de lettres par excellence“, ein produktiver Romancier, Novellist, Essayist, Herausgeber, Übersetzer, Literatur- und...

[mehr]

Vom Eichhörnchen bis zur Matura

49 Kilometer sind es von Pandrof/Parndorf bis in die Schwindgasse im vierten Wiener Bezirk. Es ist nur eine Dreiviertelstunde mit dem Auto, aber für Burgenländische Kroaten eine Reise in eine andere Welt: In Parndorf und in den anderen Ortschaften ihres Siedlungsgebiets im Burgenland genießt die Minderheit einen gewissen, wenn auch völlig unzureichenden Schutz, in Wien dagegen, wo immerhin 15.000 Burgenländische Kroaten leben, hat sie gar nichts....

[mehr]

Eine Märchenhütte, leuchtend im Tannenwald

Ende Juni gab es denkmalpflegerische Bewegung in den Südkarpaten: Auf der historischen Prejbe-Hütte führte der Verein „Ambulanța pentru monumente“/Verein „Denkmal-Ambulanz“ Sicherungsarbeiten am Dach und am Fundament der Hütte durch. Die Restaurierungsaktion löste auch über die sozialen Medien vielschichtige Reaktionen aus: Ehemalige Absolventen des Brukenthal-Gymnysiums, aber auch Touristen fuhren zur Baustelle, um mit den Freiwilligen zu...

[mehr]
Seite 1 von 5