MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Ein spielerischer Zugang zur deutschen Sprache

Für die Kleinen gibt es einen ganz besonderen Ort im Zentrum von Bukarest: das Lebbuchenhaus. Seit Februar 2017 betreibt Adina Săniuță diesen Laden, der ein großes Angebot an deutschsprachigen Kinderbüchern bietet. Außerdem finden im Lebbuchenhaus regelmäßig Deutschstunden für zwei- bis vierzehnjährige Kinder statt. Die in Kronstadt/Brașov geborene und aufgewachsene Betreiberin hatte schon früh selbst einen Bezug zur deutschen Sprache. „Meine...

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100 Jahre seit der Staatsgründung Rumäniens

Unter den Voraussetzungen der drei politischen Richtungen unter den Deutschen der Osthälfte des Kaiserreichs, in Transleithanien, kam die Proklamation vom 16. Oktober 1918 des Kaisers Karl I./König Karl IV., wo (viel zu spät) die Absicht bekundet wurde, Österreich in eine Staatenföderation zu verwandeln, was als Ermutigung zur Gründung zahlreicher Nationalräte aufgefasst und umgesetzt wurde. Als von allen Nationalräten und Splittergruppen...

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100 Jahre seit der Staatsgründung Rumäniens

Auf dem kulturellen rumäniendeutschen Sonderweg, den Reschitza und das Banater Bergland unter Stabführung von Erwin Josef Țigla beschreiten, fand gegen Ende der 28. Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland auch ein zweitägiges Geschichtskolloquium statt, das 300 Jahren seit Besiedlung des Berglands (auch) mit Deutschen und 100 Jahren seit der Staatsgründung Rumäniens gewidmet war. Angesprochen wurden sehr unterschiedliche Themen, von Musik und...

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Ein Schatz für die Gemeinde

„Das hier ist Erde. In der Erde wachsen alle Pflanzen. Auch wir waren einst Erde und sollen wieder zu Erde werden“, sagt Pfarrer Attila Andó und legt eine Schale voller Erde auf den Altar. „Hier haben wir Wasser. Ohne Wasser würde es kein Leben auf dieser Welt geben“, sagt er und stellt einen Wasserkrug auf den Tisch. Auch das Feuer gehört zu den Elementen, die das Leben bestimmen, erklärt der Seelsorger aus Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare. In...

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„Le politique“ und „La politique“

Im 20. Jahrhundert kam es (vor allem) durch die Franzosen Bertrand de Jouvenel und Julien Freund zur Unterscheidung zwischen „le“ und „la politique“, in etwa zwischen „Politik“ und „Politischem“ (oder…“Politikasterei“). „Le politique“ meint den Kern des Phänomens, die Fähigkeit des politischen Theoretisierens und des Nachdenkens(werten) im Politikbereich, also etwas Nachhaltiges, Stabiles. „La politique“ bezeichnet das Triviale in der Politik,...

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Als Musiker nicht vergessen, neuen Strömungen bereitwillig zum Durchbruch zu verhelfen

Andrei Marcovici, Jahrgang 1979, ist von Beruf Schlagzeuger und Mitglied des Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie. Ihn im Konzert zu erleben, ist musikalisch und auch optisch die reinste Freude. Mit Schlägeln treibt er seine Mitspieler von hinten an, sitzt aber nicht mit dem starren Gesichtsausdruck eines Rudermeisters an den Pauken des Musikschiffes, das unterschiedlichste Strömungen überleben und wetterfest bestehen muss. Im...

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Röntgenbild einer Dynastie

Monarchie – für die einen steht sie für verstaubte Vergangenheit, für die anderen als Alternative zu korrupten Politikern ohne Moral, die die Gesellschaft spalten: der König als Vorbild, als schlichtender Mittler nach innen, als einigender Vertreter nach außen; der Hof als Begegnungsort für Diplomatie und Gesellschaft. Was uns die Geschichte Rumäniens zu diesem Thema lehrt, vermittelten am 13. September im Kulturhaus „Friedrich Schiller“ drei...

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Zeitgenössische Kultur für ehemalige Perle Europas

Kunst und Kultur an unkonventionellen Orten entfalten, dabei die lokale Gemeinschaft einbinden und gleichzeitig die Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Ortes aufmerksam machen: Dies nahm sich das Projekt „Băile Culturale Herculane“, zu Deutsch: „Die Kulturbäder Herkulesbad“, Ende des Sommers vor. Binnen einer Woche waren in Herkulesbad/Băile Herculane Künstler aus dem Banat und Siebenbürgen zu Gast, es gab Straßenkunst, Konzerte,...

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Einladung zur Übung von Empathie

„Wir wollen euch hier nicht haben“, „Ich kann euch nicht helfen“, „Geht zurück und baut euer Land wieder auf“ – oder aber: „Die Grenzen müssten verschwinden“, „Europa braucht euch“, „Haltet an euren Träumen fest“ – und letztendlich: „Ghana, Senegal… gelten als sichere Länder, somit habt ihr hier kein Asylrecht“, „Du hast deine Situation detailliert und überzeugend beschrieben, die Daten scheinen zu stimmen. Du bist in deinem Land in Lebensgefahr...

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Erhebet die Herzen

Zwei Männer redeten miteinander über das Reich Gottes. Der eine sagte: „Ich freue mich darauf, denn dann wird alles anders.“ Der zweite war damit nicht einverstanden. Er sagte: „Ich freue mich auch, aber wer sagt denn, dass alles anders werden muss? Ich möchte, dass vieles so bleibt, wie es ist.“ Darüber entsetzte sich der erste: „Nein, um Himmels willen, es soll nicht so bleiben, wie es jetzt ist, denn dann ist meine Hoffnung vergebens. Nur das...

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