Auf der sechsten Konferenz des Projekts „Brücken der Toleranz“ (siehe ADZ vom 2. Juli: „Plattform des freundschaftlichen Dialogs“) ging es um die Rolle der nationalen Minderheiten bei der wirtschaftlichen Entwicklung Rumäniens. Der Beitrag des Historikers Prof. Dr. Konrad Gündisch zur Rolle der einzelnen deutschen Volksgruppen bei der Entwicklung ihrer Region wurde bereits vorgestellt (siehe ADZ vom12. Juli: „Was bleibt vom Einfluss der...
Tätowierungen haben längst nicht mehr den schlechten Ruf, den sie anfangs hatten, als sich mehrheitlich Matrosen und Häftlinge die verschiedensten Bilder und Motive stechen ließen und heutzutage am Strand oder beim gelegentlichen Freibadbesuch fast überall zu sehen sind. In den 90er Jahren kamen sie nach und nach in Mode und neuerdings tragen die Verkäuferin vom Geschäft nebenan, der Kurier, Politiker, Sportler, Models und Sänger immer mehr und...
Auf der sechsten Konferenz des Projekts „Brücken der Toleranz“ (siehe ADZ vom 2. Juli 2019: „Plattform des freundschaftlichen Dialogs“) ging es um den Beitrag der nationalen Minderheiten zur wirtschaftlichen Entwicklung Rumäniens. Der Historiker Prof. Dr. Konrad Gündisch präsentierte die Etappen und Gründe der Einwanderung der deutschen Volksgruppen und ihre Rolle bei der Entwicklung ihrer Region. Dabei wird deutlich, dass sich die deutsche...
Mit dem „Fall Săcărin“ und dem illegalen Eingreifen des provisorischen Generalstaatsanwalts von PSD-Gnaden Bogdan Licu (er verbot die Ausreise in die USA des legal von einer Rumänenfamilie adoptierten Zigeunermädchens Sorina) hat die Regierungspartei eine neue Phase der Attacken auf die Justiz eingeleitet. Zufall oder nicht, durch das zeitgleiche Stattgeben der Klage des Chefs des Rechtsausschusses des Abgeordnetenhauses, Ex-Justizminister Florin...
„Wer keinen eigenen Boden hatte, der ging immer zu den Sachsen“, erzählt die alte Frau. „Die Frauen webten und wuschen bei den Sachsen, sie machten Leintücher aus Hanf“. – „Mädchen und Jungen waren Freunde, aber sie heirateten nicht. Nein, kein Gedanke an eine Heirat zwischen Rumänen und Sachsen.“ – „Es gab Deportierte, ja“, antwortet sie dann bereitwillig auf die nächste Frage. „Eine Frau hier bei uns, erst letztes Jahr ist sie gestorben, sie...
Mercedes Echerer wurde 1963 in Linz geboren. Ein einziges Wort vor ihrem Namen würde Klarheit schaffen: Österreicherin. Doch hält ihre Homepage einen zwölf Seiten langen Lebenslauf parat, der mit aller Einfachheit aufräumt. Schauspielerin, Moderatorin, Herausgeberin und Kulturaktivistin. Vater Österreicher, Mutter Ungarin aus Siebenbürgen. Kommunikationsfähigkeiten in sieben europäischen Sprachen. 1999-2004 Amtszeit als Abgeordnete zum...
Tagtäglich macht das Thema „Europa“ Schlagzeilen. Nicht nur aufgrund der vor Kurzem durchgeführten Europaparlamentswahlen, sondern auch wegen kritischer EU-Gegner, schwindendem politischen Zusammenhalt und erheblichen wirtschaftlichen Disparitäten zwischen Ost und West, die immer wieder zu Diskussionen führen. Große europapolitische Fragen häufen sich deshalb besonders jetzt in der Presse. Wie geht es mit Europa weiter? Für was soll Europa...
Papst Innozenz III. (1198 - 1216) war zu seiner Zeit wohl der politisch mächtigste Mann Europas. Seinen Entscheidungen fügten sich Könige und Fürsten. Aber zu dieser mächtigen Institution drängten sich viele ehrgeizige Männer – nicht, um dem kreuztragenden Christus nachzufolgen, sondern um die Vorteile zu genießen, die aus der weltlichen Herrschaft der Kirche zu erlangen waren. So war mit dem politisch-herrschaftlichen Aufstieg der Kirche...
Schon 20 Jahre sind es her, seitdem der Kronstädter Organist Steffen Schlandt auf die Idee kam, eine Sommerkonzertreihe zu organisieren. 1999 hat er in Tartlau das Projekt „Diletto Musicale“ ins Leben gerufen. Der Orgelbauer Ferdinand Stemmer hatte eine seiner Truhenorgeln zur Verfügung gestellt, um diese bei Konzerten in Siebenbürgen bekannt zu machen. So beschloss Schlandt, eine Musikreihe zu starten, die vor allem vokale und instrumentale...
45 Stämme und ethnische Gruppen aus dem Sudan haben sich der gebürtigen Kronstädterin Enikö Nagy geöffnet und ihr ihre Jahrhunderte alte Kultur offenbart. Über 30.000 Kilometer hat Nagy zurückgelegt, um bislang unbeachtete Kulturen und ihr immaterielles Erbe zu dokumentieren. Damit möchte sie das einseitige Paradigma vom „armen und hilfsbedürftigen afrikanischen Land” verändern. Das schafft sie durch ihren Bildband „Sand in My Eyes: Sudanese...