MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Ein Mikrokosmos in den Alpen

Ein kalter Abend Ende Oktober. Die roten Waggons der Rhätischen Bahn fahren durch den Vereinatunnel in der östlichen Schweiz. Mit seinen 22,54 Kilometern ist er der weltweit längste Meterspur-Eisenbahntunnel. Dreimal umsteigen muss man vom Flughafen Zürich (am Hauptbahnhof, in Landquart und in Klosters Platz) bis man nach drei Stunden die Endstation der Rhätischen Bahn und den östlichsten Bahnhof der Schweiz erreicht: Scuol Tarasp.In der...

[mehr]

Die Vorteile der Regionalisierung

„Die Politiker können vor Ort viel besser kontrolliert werden“, ist Thomas Widmann, Landtagspräsident der autonomen Provinz Trentino-Südtirol, überzeugt. Nur zwei-drei Korruptionsfälle seien in den vergangenen Jahren in der Südtiroler Politik aufgedeckt worden, dabei habe es sich allerdings um keine bedeutenden Summen, sondern lediglich um 2-3000 Euro gehandelt. Deswegen sagt der Agrarwissenschaftler: „Regionalisierung ist immer besser als...

[mehr]

So zerbricht man den Teufelskreis

Ihm könnte man auf der Straße in Berlin begegnen. Vielleicht geht er Hand in Hand mit seiner Frau spazieren, schaut in ihre Augen. Sie in seine. Sie könnten einander zulächeln und die wenige Freizeit genießen, die sie haben. „So viel wie du an einem Tag lachst, hast du früher  in zehn Jahren nicht gelacht“, würde Marion eventuell bemerken. Sie haben, was man ein „normales“ Leben nennen würde. Das, was er früher nie hatte. Das Paar betreibt ein...

[mehr]

WORT ZUM SONNTAG: Leuchttürme auf dem Pilgerweg

Die heilige Helena (255-330), die Mutter Konstantins, war Christin geworden. Sie pilgerte nach Jerusalem, fand das Kreuz Christi und errichtete auf dem Berg Golgotha eine christliche Doppelkirche. Sie munterte die Christen auf, zu den heiligen Stätten im Heiligen Land zu wallfahren. Es gab aber keine gebahnten Wege. Darum ließ sie auf der Pilgerstrecke Türme erbauen, die als Wegweiser dienen sollten. Bei Nacht wurden auf den Türmen Leuchtfeuer...

[mehr]

Im Protestlager Vulturilor 50 seit einem Jahr

15. September 2014: Es ist ein heftiger Tag in der Bukarester Vulturilor-Straße 50. Ungefähr 150 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, die zwangsgeräumt werden. Das 2300-Quadratmeter große Gelände mit einem Gebäudekomplex in Wert von ungefähr 3 Millionen Euro wurde schon vor 12 Jahren an die Privateigentümer Ion Harsia  und  Ligia Veturia Zank zurückerstattet. Es sind meistens Roma, die von der Räumung betroffen sind. Gemäß dem Gesetz durften...

[mehr]

Andeutungen von Steuergnade

Das Finanzministerium und das Ministerium zur Verwaltung der EU-Fonds haben, gemeinsam mit der Steuerbehörde ANAF, Vertreter des Kreisrats Karasch-Severin, des Stadtrats Reschitza und der Leitung der Siedlungswassergesellschaft „AquaCaraş“ (Generaldirektor Anatoli Liber und Geschäftsführer Dan Petrescu) zu Gesprächen nach Bukarest eingeladen. Der ebenfalls namentlich dazu eingeladene Kreisratsvorsitzende Sorin Frunzăverde musste krankheitshalber...

[mehr]

In Harmonie mit der Natur

Über 21 Millionen Besucher zog die Weltausstellung in Mailand zum Thema „Den Planeten ernähren – Energie fürs Leben“ in ihren Bann. Diese große Leistungsschau dauerte 187 Tage vom 1. Mai bis 31. Oktober. 145 Länderpavillons präsentierten sich auf dem 1,1 Quadratkilometer großen Gelände „City live“, das neben dem neuen Mailänder Messegelände Fiera di Milano vor den Toren der zweitgrößten Stadt Italiens und Hauptstadt der Region Lombardei liegt....

[mehr]

Stadtplaner zeigen viel Unternehmungsgeist

Seit den 2000er Jahren ist der Begriff „Smart City“ in den Sprachgebrauch verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Stadtplanung eingegangen. Er wird für technologische Veränderungen und Innovation im städtischen Raum verwendet. Auch Aspekte wie  Umweltverschmutzung, demografischer Wandel oder Bevölkerungswachstum werden von diesem Sammelbegriff miteinbezogen. Gleichzeitig wird damit auch die Steigerung der wirtschaftlichen...

[mehr]

Die deutschen Wurzeln Bukarests

„Im Bukarest der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts arbeiteten unzählige walachische Meister, Tischler und Maurer, doch für das Pflastern der Straßen wurden fremde Fachleute angeheuert“, zitiert Dossier Nr. 1189 des Rumänischen Nationalarchivs (ANR) den Architekten Petre Tabai. Auch für die ersten Pläne der heutigen Hauptstadt und die Gestaltung der Anwesen der Bojaren Alexandru Ghica, Gheorghe Bibescu und Barbu Stirbey wurden Experten für Wege-...

[mehr]

„Balkan ist für mich nicht Vetternwirtschaft und Korruption, sondern vor allem kulturelle Vielfalt“

Er spricht mehr als zehn Fremdsprachen, darunter fast akzentfrei Rumänisch: Prof. Dr. Thede Kahl aus Jena wurde vor Kurzem mit dem Titel eines Doctor honoris causa der Arader Vasile-Goldiş-Westuniversität bedacht. Und das, obwohl er mit der Arader Universität bisher noch überhaupt nicht zusammengearbeitet hat. Kahl hat eine Professur für Südslawistik an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Deutschland, und ist der Leiter des dortigen...

[mehr]
Seite 509 von 728