Cătălin Tolontan, Journalist der „Libertatea“, wurde vor allem durch seine Investigativrecherchen zur Brandkatastrophe im Bukarester Club „Colectiv“ im Jahr 2015 bekannt. In Chișinău sprach ADZ-Redakteurin Aurelia Brecht mit ihm über Angst vor Fehlern, Grundprinzipen des Journalismus, persönliche Entscheidungen, Standfestigkeit und darüber, was er im Journalismus in Rumänien ändern würde. Herr Tolontan, wovor haben Sie Angst? Als Journalist...
Das Kulturwerk der Banater Schwaben e.V. (als finanzieller Förderer) und die Akademie Mittel-europa e.V. als Logistik- und Austragungsort veranstalteten in der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ im bayerischen, am Rande der Rhön gelegenen Bad Kissingen zwischen dem 14. und 16. April ein Literaturseminar, das der Banater deutschen Literatur gewidmet war. Prof. Dr. Anton Sterbling und der Studienleiter des „Heiligenhofs“, Gustav...
Mani Neumann ist in Rumänien vor allem als der Geiger der berühmten rumänischen Rockband Phoenix bekannt. Doch der Musiker aus Deutschland, der sowohl die Geige als auch die Blockflöte meisterhaft beherrscht, ist seit über 40 Jahren auch Frontmann der von ihm und dem Gitarristen Ulli Brand gegründeten Band Trio Farfarello, die mittlerweile europaweit bekannt geworden ist. Seit 28 Jahren ist der Bassist Urs Fuchs ebenfalls Teil von Trio...
Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Hebräer 13, 2 Gäste kann man einladen! Oft tun wir das mit einer schönen Karte, mit gewählten Worten und auch zeitgerecht. Dann können wir uns richtig vorbereiten, und die beidseitigen Erwartungen erfüllen sich. Meistens. Manchmal aber stehen Gäste auch völlig unerwartet vor der Tür unserer Wohnung. Meist erfreut uns das wenig, denn vielleicht wollen...
Einige Zentimeter in der Taille mehr, zu wenige in der Höhe, dazu ein Gesicht mit Mimikfalten – all diese Dinge gehören zu den „No-Gos“ der Beauty-Industrie. In den letzten Jahren aber trotzen immer mehr Frauen diesem Trend und wollen die bisher geltenden, absurden Schönheitsnormen umstoßen. So sollen alle Körperformen und -typen und jedes Alter ihren Platz in der Welt haben.
Auch in Temeswar/Timișoara gibt es einige solche Initiativen: Paula...
„Die Leute wundern sich manchmal: Die evangelische Kirche in Bukarest ist ja nicht besonders groß, aber es wird an ihr gearbeitet wie an einem Dom“, erklärt Pfarrer Dr. Daniel Zikeli. Doch das hat natürlich einen Grund: Das Kirchenschiff wäre bei einem Erdbeben aller Wahrscheinlichkeit nach eingestürzt, weshalb von der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Vorkehrungen getroffen wurden. Seit Frühjahr 2022 ist die historische Kirche im Herzen von...
Nur wenige weiße Wolken ziehen an diesem Tag über den hellblauen Temeswarer Himmel. Es ist Samstag, der 22. April, kurz nach 9.30 Uhr, und auf dem Domplatz herrscht jetzt schon reger Menschenverkehr. Dutzende von Oldtimern stehen rings um den zentralen öffentlichen Platz, allein vor dem römisch-katholischen Dom sind, reihenweise, dunkelgrüne Plastikstühle aufgestellt. Fast alle Sitzplätze draußen sind bereits besetzt, der Anlass ist ein ganz...
In Friedenszeiten, so heißt es, kann/konnte die Ukraine, neben ihrem Eigenbedarf, rund 400 Millionen Menschen ganzjährig mit Getreide versorgen – schreibt „Politico Europe“. Auf den (überwiegend) Schwarzerdefeldern der Ukraine wachse ein Zehntel der globalen Getreideproduktion. Auch rund die Hälfte des Sonnenblumenöls, das bis Februar 2022 weltweit gehandelt wurde, kam aus der Ukraine. Wer diese Daten kennt, gibt sich Rechenschaft über den...
Nicht nur Romanisten und allgemeine Literaturwissenschaftler mussten in der vergangenen Woche einen schweren Verlust hinnehmen: Prof. Heinrich Stiehler ging am 12. April 2023 im Alter von nur 74 Jahren unerwartet von uns. Mit ihm verlieren wir einen hochgeschätzten Kollegen und Freund, der einer ganzen Reihe von Interessierten die romanischen Literaturen, allen voran die rumänische und die französische Literatur und Sprache, nahebringen konnte. ...
Der graue Schädel eines Rinds, die weiße Büste eines unbekannten Philosophen der griechischen Antike, ein Zylinder, ein Würfel und zwei Kugeln. Sechs verschiedene Gegenstände in fast ebenso vielen unterschiedlichen Farben, und als Hintergrund ein weißes Leintuch mit schwachen bis starken Klecksen in dunklen Tönen, damit beim stundenlangen Arbeiten an den Staffeleien auch für eine lebendige Kulisse gesorgt ist. „Diese Objekte sind Anhaltspunkte,...