MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Mangelgesellschaft

„Im Falle eines Notfalls schlagen Sie bitte mit dem Hämmerchen das Fenster ein”. Täglich muss ich im Bus diesen Satz lesen. Egal in welchem, denn er steht in jedem Bus. Nur - was immer zuverlässig fehlt, ist das Hämmerchen! Statt dessen ein leerer Halter. Wird es von den Fahrgästen ständig geklaut? Hat es der Busunternehmer entfernt, damit genau das nicht geschieht – oder weil er es selber brauchen kann? Der Bus fährt schließlich auch ohne. Gibt...

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Ein korrupter Anzeigeerstatter

Der Name Marian Sorca ist erstmals im Frühjahr 2015 gefallen, als er einen Grenzpolizisten aus der Donauklamm, Cristian Vijijoii, und einen Hochstapler, der sich konsequent als „Berater” des damaligen Kreisratsschefs Sorin Frunzăverde auszugeben pflegte, Horia Vădrariu, bei der Antikorruptionsbehörde DNA anzeigte: die beiden hätten versucht, ihn mit 500 Euro zu bestechen (faktisch sollten es 2400 Euro sein, aber der „Vermittler”, der Hochstapler...

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Nach Altötting zur Mutter Gottes pilgernd

Wer zum zweiten Mal an der vom „Sankt Gerhards-Werk e.V.“ organisierten Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben, die am 8. und 9. Juli 2017 im „Herzen Bayerns“, in Altötting stattfand, teilnimmt, der rekapituliert erst mal. Mit weit über tausend Jahre Geschichte, davon über 500 Jahren Pilgerwesen, zählt dieser wichtigste Wallfahrtsort Süddeutschlands zu einem der bedeutendsten Europas und ist im Laufe der Jahrhunderte zu einem Zentrum des Glaubens...

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Puppenspieler Dragnea

Ne hagyjung, hogy Soros nevessen a végén! – Lassen wir nicht zu, dass Soros zuletzt lacht! Ähnlichklingendes kann man in Ungarn auf Bannern und Plakaten lesen: die Orbán-Regierung hat Regierungsgelder zwecks Sturm auf den Milliardär und Philanthropen George Soros bereitgestellt. Drei Jahre vergingen seit der Lancierung der „illiberalen Demokratie“ Victor Orbáns im ostsiebenbürgischen Tuşnad, wobei Demokratie laut VO nicht auf den allgemeinen...

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Brücke zwischen Traditionsberufen und dualer Berufsausbildung

Die Jugendlichen haben eine Menschenkette gebildet und reichen die schweren Backsteine von einem zum anderen weiter. So geht es viel einfacher und schneller. Andere junge Arbeiter schleppen das wiederverwertbare Baumaterial mit dem Schubkarren in den hinteren Teil des Gartens, wo es gelagert wird. Unter die Jugendlichen haben sich auch sieben Gesellen aus Hermannstadt/Sibiu gemischt. Die Gesellen geben den Ton an, denn sie sind die Profis – alle...

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La revedere, România!

Am Ende ging es dann doch ganz schnell. Die letzten Tage und Wochen meines Auslandssemesters vergingen wie im Flug. Kaum zu glauben, dass es schon fast fünf Monate her ist, dass ich nach Klausenburg/Cluj-Napoca gezogen bin. Den letzten Monat meines Aufenthalts habe ich genutzt, um ins Burzenland und ins Siedlungsgebiet der Banater Schwaben zu reisen. Diese Zeit hat meinen Blick auf Land und Menschen noch einmal verändert. Ich weiß noch, als ich...

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Begeistert von den Handschriftenschätzen in rumänischen Bibliotheken

Unlängst ist im renommierten de Gruyter-Verlag in Berlin das „Lexikon der regionalen Literaturgeschichte des Mittelalters: Ungarn und Rumänien“ in der Edition eines von Cora Dietl geleiteten Teams erschienen. Zu diesem Anlass führten András F. Balogh u.a. ein Gespräch mit der Professorin der Justus-Liebig-Universität in Gießen, die eine Kooperation mit der Babeş-Bolyai Universität initiierte und schließlich als Leiterin einer Forschergruppe der...

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Charlie Ottley erkundete das Banat

Der britische Freelancer und Journalist Charlie Ottley ist derzeit auf Rumänienreise. Nachdem er durch seine Dokumentarserie „Wild Carpathia“ bereits Werbung für Rumänien gemacht hat, erkundet der Brite nun auch die einzelnen rumänischen Regionen – Oltenien, Siebenbürgern, die Moldau, die Bukowina, das Maramureş-Gebiet, das Banat, die Große Walachei und die Dobrudscha. Eine neue Serie „Flavours of Romania“ (Aromen Rumäniens) soll dabei entstehen...

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„Das Dorf lebt wieder“

Nicht Deutsch-Weißkirch/Viscri, sondern Almen/Alma Vii ist laut Caroline Fernolend „das schönste Dorf“, in dem sie bisher tätig war. Das mag überraschen, aber die Direktorin der Stiftung „Mihai Eminescu Trust“ (MET) schätzt dort die Ursprünglichkeit und die „besondere Harmonie zwischen Kirchenburg und Dorf“. Zudem bezeichnet sie Almen als „Visitenkarte“ des MET. Die Öffentlichkeit kann sich in diesem Sommer im Rahmen eines „Brunch“ (9. August)...

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WORT ZUM SONNTAG: Was suchet ihr?

Ganz am Anfang seiner Wirksamkeit wendet sich Jesus, laut Johannesevangelium, zwei „Johannesjüngern“, die auf ihn zugingen, zu und fragt sie „Was suchet ihr?“ Mit elementarer Kraft stehen diese Worte zwischen ihm und den beiden: „Was suchet ihr?“Es sind dieses die ersten Worte nach dem Bericht des Johannesevangeliums, die Jesus Menschen gegenüber ausspricht. Am Anfang seiner Geschichte mit Menschen steht: „Was suchet ihr?“„Was suchen wir“, liebe...

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