MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Tänzer sind gefragt

Warum sollten nur Ritter, Hofdamen, Zauberer, Hexen und Narren im Mittelpunkt des Mittelalter-Revival stehen, wie das in den letzten Jahren in vielen Städten Rumäniens festzustellen ist? Da könnten ja auch weniger kämpferische oder gruselige Aspekte vergangener Jahrhunderte wiederbelebt werden. Zum Beispiel Tänze. Ungefähr solche Überlegungen dürften dazu geführt haben, dass im November 2013 in Kronstadt/Braşov das landesweit erste Festival des...

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„Rumänien darf nicht lockerlassen bei der Bekämpfung der Korruption“

Seit nunmehr 16 Jahren ist die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Rumänien mit einem Länderbüro vertreten, seit knapp drei Jahren ist dessen Leiter Sven-Joachim Irmer bemüht, das erklärte Ziel der KAS, sich durch „politische Bildung, Dialog und Beratung für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“ einzusetzen, auch hierzulande in die Praxis umzusetzen. Mit Sven-Joachim Irmer sprach ADZ-Redakteurin Lilo Millitz-Stoica über die jüngsten Entwicklungen...

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Die Zukunft ist offen

Minderheiten wird gelegentlich nachgesagt, sie seien gesellschaftlichem Wandel gegenüber wenig aufgeschlossen, und sie tendierten zu Isolation und Konservatisismus. Auf der anderen Seite können Minderheiten auch dafür sorgen, dass sich eine Mehrheitsgesellschaft verändert und gar Werte der Minderheit aufnimmt.Um den Zusammenhang zwischen „Minderheitenpolitik und Wertewandel“ zu debattieren, trafen sich am 28. April Wissenschaftler, Studierende...

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Tickende Kunstwerke

Es ist ein ganz gewöhnlicher Mittwochvormittag in der Bukarester Straße in Kronstadt/Braşov. In der Busstation neben dem Kreiskrankenhaus warten etwa zehn Leute. Auf einem Balkon im zweiten Stock des gegenüberliegenden Wohnblocks zeigt eine große, bunte Uhr Viertel vor neun an. Manche Leute in der Station bemerken sie und lächeln. Die Uhr hat die Form eines riesigen Gänseblümchens mit weißen Blütenblättern aus Aluminium als Ziffernblatt. Auf den...

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WORT ZUM SONNTAG: Schicksal und Gebet

‘Rogate’ heißt der fünfte Sonntag in der Osterzeit: Bittet, Betet! Ja, auch das Ausrufezeichen gehört dazu, denn dieser lateinische Sonntagsname steht im Imperativ, der Befehlsform.Wir Menschen der Moderne haben zum Imperativ ein häufig etwas zwiespältiges Verhältnis. Die Erfahrungen damit sind belastend und wir wissen, die Schritte von Gehorsamspflicht zu Befehlsmissbrauch und Befehlsnotstand können sehr klein sein. Nehmen wir uns deshalb die...

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Für viele Gemeinden und Dörfer immer noch ein Traum

Das gesamte Trinkwasser- und Kanalisationsnetz von Fogarasch/Făgăraş wird gegenwärtig erneuert. Die Arbeiten sind zu fast 70 Prozent abgeschlossen. Durchgeführt werden diese von einer in Hermannstadt/Sibiu ansässigen Firma, nachdem der Stadtrat beschlossen hatte, der Wassergesellschaft des Nachbarkreises beizutreten. Auch einige Gemeinden aus dem Umfeld taten den gleichen Schritt, doch bis zur Lösung dieses Problems werden in manchen Fällen noch...

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Noch ein Reschitzaer Werk zu

Die SC Hydro-Engeneering SA (HYE), das ehemalige Entwurfsinstitut des Reschitzaer Maschinenbauwerks (früher auch CCSI-TEH), spezialisiert u. a. auf die Planung von Wasserkraftwerken, das vom in Untersuchungshaft befindlichen straffälligen Ex-Leitungsduo von UCMR, Adrian Chebuţiu und Adrian Coriolan Preda, zu einem selbstständigen Betrieb umgeschmiedet und durch private Aneignung seines gesamten Know-hows entwertet wurde (die Staatsanwaltschaft...

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Gefährliche Dialoge und couragierte Unterhaltungen

Von Friedrich Nietzsche ist der Ausspruch überliefert, wer seine Gedanken nicht aufs Eis zu legen verstehe, der solle sich nicht in die Hitze des Streits begeben. Einen kühlen Kopf zu bewahren – das ist vielleicht die Grundtugend, die Menschen haben müssen, die in Konflikten vermitteln. Mediatoren nennt man sie. Und sie haben ein anspruchsvolles Geschäft, denn es geht nicht darum, in einem Konfliktfall zu entscheiden, wer Recht und wer Unrecht...

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Erschossener Partisan wurde exhumiert

Mittwoch fanden auf dem Friedhof der Gemeinde Verendin im nordöstlichen Banater Bergland Exhumierungsgrabungen statt. Gesucht und identifiziert werden sollten die sterblichen Überreste von Petru Jurchescu, einem der antikommunistischen Partisanen des Banater Berglands, der von den Securitate-Truppen im Januar 1949 hier erschossen wurde. Organisiert wurde die Exhumierung durch das Forschungsinstitut der Verbrechen des Kommunismus und des Gedenkens...

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Chancenreiches politisches Momentum

Welches sind die Herausforderungen, mit denen der neue Präsident Rumäniens konfrontiert wird? Kann Klaus Johannis die rumänische Gesellschaft und die Bukarester Politszene dauerhaft verändern? Welche Verbündete hat er? Wird die seit November 2014 viel gepriesene „politische Reife“ der Wähler fortbestehen? Diese und viele andere Fragen standen im Mittelpunkt einer Tagung, die vom 24. bis 26. April von der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der...

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