Die Beziehungen zwischen dem rumänischen und dem serbischen Banat, heute Teile des einst historischen Banats, waren trotz des Wechselbads von Geschichte und Politik auch nach dem Ersten Weltkrieg stets besonderer Art. Man erinnert sich an den blühenden Temeswarer Schwarzmarkt vor 1989, den die geschäftstüchtigen Serben mit Vegeta, Cipiripi, Euro-Crem oder Filter-Zigaretten speisten. In den ersten Jahren nach der Wende, während des...
Steil führt der Weg über Serpentinen von Câmpina über die Berge ins Doftana Tal. Die Nacht ist schwarz und ein irrealer Vollmond blickt auf uns herab, als der schwere Geländewagen ächzend Kurve um Kurve erklimmt. Sind wir überhaupt noch richtig? Kein Schild, kein Dorf, kein Hirte, der uns den Weg weisen könnte. Nur sanft rauschende Bäume, schroffe Felsen, über uns das sternenübersäte Firmament. Dann sind wir auf einmal oben und blicken hinunter...
Zum Peter- und Paulstag, der am 29. Juni, also heute, gefeiert wird, etwas zu schreiben, ist eine Herausforderung in zwei Richtungen, zuerst mehr pragmatisch-praktisch, aber dann auch intellektuell. Pragmatisch-praktisch, weil es der Herr so gewollt hat, den einfachen Fischer Petrus und seinen Bruder Andreas zu Aposteln zu machen. Das, was an Petrus besticht, ist, dass er auf seinen älteren Bruder hört und sich von ihm zu Christus führen lässt...
In Deutschland gibt es irgendwo ein Gesetz, das garantiert, dass man für ein und dieselbe Tat nur einmal bestraft werden kann. Auch Wikipedia definiert: „Für den Bereich des Strafrechtes ist ‚ne bis in idem‘ als Verbot der Doppelbestrafung ein fundamentaler Grundsatz eines jeden fairen Strafprozesses. Er findet sich in unterschiedlichen Gestaltungen in allen modernen (Straf-)Rechtsordnung wieder.“ Im rechtlichen Wilden Westen hingegen – im...
Am siebten Juli ist es soweit: Die Donau fließt am Stephansdom vorbei. Eine rumänische Videoprojektion über die sagenhafte Donau beim Stephansdom - oder einfach Rudern mit Spaß bei der sogenannten Fun-Regatta „Amiral la bord“ mit Ivan Patzaichin an der alten Donau – stehen den Wienern zur Auswahl. So etwas gab es bis jetzt noch nie: Ein Vizekanzler und ein EU–Kommissar bimmeln die Schiffsglocke auf der Donau in Wien, für eine regionale,...
In allen Städten des Landes und auch in vielen Gemeinden sind im Zuge der sogenannten Systematisierungspolitik in den kommunistischen Jahren die Neubauviertel, bestehend aus Plattenbauten, entstanden. Nicht nur vom Aussehen her sind diese teilweise zu düsteren Stadtteilen geworden, aber auch das Alter der Plattenbauten beginnt ernste Probleme aufzuwerfen. Zwar wurden in letzter Zeit einige Schritte eingeleitet, um mindestens deren Aussehen durch...
Zum zweiten Mal organisierte Kulturreferentin Aurora Fabritius anlässlich des 55. Jubiläums des Schiller-Hauses am 21. Juni ein Rundtischgespräch unter Experten – diesmal zum Thema Donaudelta. Neben den Vortragenden – der Gouverneurin des Deltas, Viorica Bîscă, den Bukarester Archäologen Alexandru Suceveanu, Vlad Alexandrescu und Ioan Opriş, den Naturwissenschaftlern des Öko-Musealen Forschungsinstitutes Tulcea, Cristian Micu, Alexandru Chiselev...
Seit Januar dieses Jahres ist Sebastian Metz Geschäftsführer der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK). In einem Interview spricht er u. a. über die zukünftigen Schwerpunkte der Kammer, über bekannte und weniger bekannte Wirtschafts- und Geschäftspotenziale Rumäniens und nicht zuletzt über Berufsausbildung. Mit Sebastian Metz sprach Markus Kleininger.Herr Metz, die deutsche Wirtschaft boomt nach wie vor, in Rumänien haben wir...
Ein Blick auf die politische Landkarte nach den Kommunalwahlen genügt: Viele Kreise sind fest in der Hand der USL. Ein paar Ausreißer gibt es für den Ungarnverband (UDMR) und die PDL. Natürlich dürfen Kommunalwahlen und nationale Parlamentswahlen nicht in einen Topf geworfen werden, aber ein solches Wahlergebnis bei geltendem Mehrheitswahlrecht, wie es vor Kurzem vom Parlament gebilligt wurde, hätte der USL eine unangefochtene Mehrheit im...
Unglück gibt es nicht – nur etwas verschlungenere Wege zum Glück. Dies demonstriert ein Erlebnis, das mir nicht nur ein überraschendes Lieblingsgericht bescherte, sondern herzerwärmende Erinnerungen an einen ungewöhnlichen Kurzurlaub in einem ausgestorbenen Bergdorf in Haţeg. Unser Freund Cătălin hatte sich dort ein altes Holzhaus gekauft und meinen Mann und mich, sowie eine Freundin mit ihrem Jungen für ein paar Tage eingeladen. Wir hatten keine...