MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

„Unsere Antwort auf ‘America First’ muss lauten: Europe United!“

„Bukarest – Berlin – Brüssel: Gemeinsam für ein starkes Europa“ – so lautet der Titel der Rede, die Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag auf der rumänischen Botschafterkonferenz in Bukarest hielt. Am selben Morgen hatte er die deutsche Botschafterkonferenz in Berlin eröffnet. „Unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort stehen weltweit vor denselben Herausforderungen. In der Außenpolitik gibt es keine Selbstverständlichkeiten mehr“, kommentiert...

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„Rumänien ist spektakulär im Kleinen“

Wer Wurzeln schlagen will, sollte den Boden gut kennen. Dieses Motto begleitet die gebürtige Zeidnerin Annette Königes, seitdem sie beschlossen hat, München zu ihrer Stadt zu machen. Aus Neugier über den Ort,  in dem sie sich eine neue Existenz aufgebaut hat, nachdem sie aus Rumänien ausgewandert war, wurde Leidenschaft. Heute führt sie Touristengruppen durch die bayerische Hauptstadt. Doch nicht nur München liegt ihr am Herzen. „Ich habe mehrere...

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Natur und Mensch im Donaudelta

Neben der Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgens und den orthodoxen Moldauklöstern zählt das Donaudelta zu den Regionen Rumäniens, die an Land und Leuten interessierten Menschen und besonders Reisenden auch im Ausland wohl am besten bekannt sind. Das Delta selbst, aber auch Städte wie Tulcea und Sulina sind heute längst touristische Attraktionen des Landes. Der Geograf und Romanist Thede Kahl aus Jena hat nun eine Landeskunde zum Donaudelta...

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Alles ist anders, als es scheint

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, wie ein Vogel in der Luft zu schweben? Oder sich zumindest insgeheim gewünscht, schlanker zu sein, eine andere Augenfarbe oder Gesichtsform zu haben? Und wer hat nicht mit dem Gedanken gespielt, Magie zu beherrschen, genau wie David Copperfield? Im ersten Täuschungsmuseum Rumäniens können all diese Dinge zur Wirklichkeit werden, mehr noch, die Tricks der Illusionisten werden enthüllt.

Ein zweieinhalb...

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Zipser vermitteln Traditionen und Lebensfreude

Viel Lebensfreude und eine angenehme familiäre Atmosphäre vermittelte das diesjährige Zipsertreffen „Droben im Wassertal“ für alle, die vergangenes Wochenende dem wichtigsten Ereignis der deutschen Minderheit in Oberwischau/Vișeu de Sus in der Zipserrei beigewohnt hatten. Die zweitägige Veranstaltungsreihe umfasste ein Festprogramm und eine Abendunterhaltung in der Zipserrei sowie Trachtenumzüge, einen Gottesdienst in deutscher Sprache und ein...

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Vom Märchenland, das es nicht ist

In den Sommerferien suchen Eltern Aktivitäten für ihre Sprösslinge, die sich ab und an langweilen könnten. Dem Ferienlager folgen der Besuch bei Oma und Opa, die Fahrt ans Meer, der Ausflug ins Gebirge, einige Tage im Dorf und vielleicht eine Reise ins Ausland. Man nimmt das Angebot der zahlreichen Festivals wahr, jagt tolle Spielplätze und Unterhaltungsmöglichkeiten, muss aber achtgeben, ob das Angebotene auch wirklich den Ansprüchen genügt.

„D...

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Feuerwehr der Demokratie und Brandstifter

Die Gendarmerie Rumäniens ist vom kommunistischen Regime aufgelöst und im Dezember 1990 wiedergegründet worden. Durch ihre „Heldentaten“ vom 10. August, als sie mit stupider Brutalität gegen mehrheitlich friedliche Demonstranten vorgegangen ist – unter denen sich (von wem wohl angeheuerte?) Provokateure („Ultras”) befanden –, hat sie sich vor der Öffentlichkeit definitiv kompromittiert. Doch die Peinlichkeiten der Gendarmerie haben ihre eigene...

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„Archive leben nicht für sich selbst, sondern für die Menschen“

Als Archivar steht man im Dienste der Menschen. Täglich schauen zwei bis fünf Leute beim Archiv der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar/Timi{oara mit verschiedenen Anliegen vorbei. Hier werden sie vom Diözesanarchivar Claudiu Călin (37) empfangen, der das Archiv in der Augustin-Pacha-Straße Nr. 4 so gut wie seine eigene Hosentasche kennt. Kein Wunder, schließlich ist der Historiker Claudiu Călin seit fast 14 Jahren beim Bistum angestellt. Der...

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Ein heißer Sommer auf dem Narrenschiff Rumänien

In Endlosschleife zeigten rumänische Fernsehsender die Bilder von der Großdemo der Auslandsrumänen, die am 10. August stattfand und von kruder Polizeigewalt überschattet worden ist. 1999 hatte es zum letzten Mal solche Bilder im Fernsehen gegeben. Damals wollten die Bergarbeiter des Schiltals wieder nach Bukarest marschieren und die damalige Staatsgewalt unter Präsident Emil Constantinescu und dem inzwischen verstorbenen Premierminister Radu...

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Ignoranz als nationaler Standard

Eine gesunde Gesellschaft verträgt Exzentrizität. Auch das provokante Nummernschild eines Fahrzeugs aus Schweden. Wenn repressive Institutionen deshalb eine Strafakte wegen Exzentrizität anlegen, sind sie Handlanger der Schuldigen an der Krankheit der Gesellschaft. Dann kommt es zu brutalen Ausfällen der repressiven Institutionen gegen friedliche Demonstranten, wie vergangenen Freitag.Die Schwäche der „Diaspora“-Proteste, die seit Mai für den 10....

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