MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Minderheitenpolitik und territoriale Umbrüche in Rumänien seit 1918

Unter aufmerksamer Beteiligung eines kleinen Publikums fand am Mittwoch, 11. Juli, in der Abteilung für Zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums Hermannstadt/Sibiu eine Veranstaltung zum hundertjährigen Jubiläum der Vereinigung Rumäniens statt. Den aussagekräftigen Inhalten der auf Englisch geführten Ausstellung „Ethnische Minderheiten in der visuell-kulturellen Wahrnehmung. Brennpunkt Rumänien“ (Minorități etnice în cultura vizuală. Focus...

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„Ich suche Hölzer“

Bisher kannte man Mircea Noaghiu als einen der erfolgreichsten Kronstädter Alpinisten und Bergkletter-Trainer. Der verdiente Meister des Sports hat sich zudem einen Namen als Buchautor und Dichter gemacht. Nun hatten die Kronstädter die Gelegenheit, ihn als Sammler und Holzschnitzer kennenzulernen. In der zweiten Junihälfte stellte er in der Kunstgalerie „Hestia“ in der Waisenhausgasse/Str. Poarta Schei 12 einen Teil der Wurzeln und der Äste aus,...

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Neue alte Orgelklänge in der evangelischen Hermannstädter Stadtpfarrkirche ab Sommer 2019

Ein wertvolles Instrument der siebenbürgischen Orgellandschaft wird kommenden Herbst auf Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt/Sibiu vor dem drohenden endgültigen Verfall gerettet und nach Durchführung einer technischen Revision im Frühjahr 2019 in der Ferula der evangelischen Stadtpfarrkirche am Huetplatz/Piața Huet aufgestellt werden. An ihrem neuen Standort soll sie dann laut Vertrag für 15 Jahre vielfältige...

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„Eine Vorbereitung fürs Leben, eine Öffnung zur Welt“

Eine Schule, die der Welt zwei Nobelpreisträger geschenkt hat, ist eine Seltenheit, wenn nicht sogar etwas Einzigartiges in Europa. Die Nikolaus-Lenau-Schule mit deutschsprachigem Unterricht in Temeswar/Timișoara ist eine solche Besonderheit, denn zu ihren Schülern zählten einst die Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller und der Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell. Es mag an der Ausbildung und/oder an der Erziehung gelegen haben, dass...

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WORT ZUM SONNTAG: Das Feuer brennt weiter

Und des HERRN Wort geschah zu mir: Ich kannte dich, ehe ich Dich im Mutterleib bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest und bestellte dich zum Propheten für die Völker. Ich aber sprach: Ach, HERR HERR, ich tauge nicht zu predigen: denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht...

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Jugendliche besuchen Jugendliche

Von einer nicht alltäglichen Jugendfreizeit sind am Wochenende zwölf Jugendliche der Pfarrei St. Sebastian im hessischen Michelstadt aus Karansebesch/Caransebeș nach Deutschland zurückgekehrt. Insgesamt waren die Jugendlichen neun Tage unterwegs, um mit Jugendlichen aus einem sozialen Brennpunkt – dem Balta Sărată-Viertel in Karansebesch – gemeinsame Tage zu verbringen, sich näher kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen. Die Tage begannen...

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Strafvollzug als Erziehung statt Tortur

„Solange Rumänien nicht die Werte und Rechte der zivilisierten Welt annimmt“, sagt der Rechtsanwalt Dumitru Maereanu, „werden wir das Aschenputtel der europäischen Justiz sein“. Das äußere sich etwa dadurch, dass es Richter gebe, etwa in England, Italien, Frankreich oder Spanien, die die Auslieferung von in Rumänien in Abwesenheit verurteilten Straftätern – oder solchen, die vor dem Urteilsvollzug Rumänien verlassen konnten – verweigern, weil sie...

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Șirnea, erstes Touristikdorf des Landes

Seit 1975 wird jährlich am 23. Juni der Olympische Welttag begangen. Und ebenfalls jährlich verleiht das Internationale Olympische Komitee einem Land eine Trophäe für besondere Veranstaltungen, die aus diesem Anlass organisiert werden. 2011 wurde Rumänien damit geehrt, und dieses auch dank des Dorfes Șirnea, gelegen am äußersten Rand des Kronstädter Kreisgebietes, an der Nationalstraße DN 73, die in den Nachbarkreis Argeș führt. In dem...

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Der Abenteuer-Winzer aus Bogeschdorf

„Ich will das alles wiederhaben“, sagte Heinrich Gaber plötzlich aus einer Laune heraus. Trotzig blickte er vom Bogeschdorfer Friedhof auf das ringsum liegende Land. Seit Jahrhunderten hatten die Sachsen hier Weinbau betrieben. „Du spinnst!“ rief Sohn Henry und wandte sich an seinen jüngeren Bruder Helmuth. „Komm, wir bringen ihn weg von hier, Vater hat einen Sonnenstich.“ Es war August 2006 – 32 Jahre nach ihrer Auswanderung, erzählt Helmuth...

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Timotion setzt Menschen und Projekte in Bewegung

Unter dem Motto „Temeswar in Bewegung“ werden bei Timotion nicht nur Beine in Bewegung gebracht, sondern auch wichtige Projekte für die Gemeinschaft in Gang gesetzt. Beim größten Laufwettbewerb zu einem wohltätigen Zweck in Westrumänien stellten sich in diesem Frühling über 4000 Teilnehmer an den Start. Das Ereignis sammelte dabei auch eine beeindruckende Summe für verschiedene Sozialprojekte.

Insgesamt 18 Projekte – zu sozialen Zwecken und...

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