MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Entlastung noch nicht in Sicht

„Gut“, „schnell“ und „billig“ sind nicht unter einen Hut zu bekommen. Soll es gut und schnell gehen, dann wird es teuer. Soll es schnell und billig werden, dann darf man keine Qualität erwarten. Will man etwas gut und billig gemacht haben, dann geht dies nicht schnell. Das Prinzip kann man auch in Hinsicht auf die Hermannstädter Stadtentwicklung anwenden und ihre Straßeninfrastruktur, die zusammenzubrechen droht. Die Stadt hat in den vergangenen...

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Wenn ein Oberschwabe zum „Patron“ wird

„Patron“. So steht’s an seiner Bürotür. Und so nennen sie ihn auch. Dabei ist das Alfred Barth, 75, fast schon ein wenig unangenehm: „Aber hier, in Rumänien, heißt der Chef einer Firma halt so“ – und zwar egal, wo der Chef eigentlich herkommt. Alfred Barth ist in Binzwangen im Landkreis Biberach, also in Oberschwaben, zuhause. Aber eigentlich auch ganz woanders – nämlich in Temeswar/Timișoara. Dort betreibt Barth, ein oberschwäbischer Unternehmer...

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„Nur in Momenten großer Krisen ist man dazu geeignet, kreativ zu sein“

Aus Liebe wurde vor zwanzig Jahren ein Projekt geboren, ist mit Liebe aufgewachsen und hat sich entwickelt: die Stiftung Interart Triade in Temeswar/Timișoara, ein Haus voller Wärme und allen Kunstliebhabern geöffnet. Sorina Jecza führt heute, zehn Jahre nach dem Ableben ihres Ehemanns, des Bildhauers Peter Jecza, den gemeinsamen Traum weiter und hat auch einen Großteil der Befugnisse der nächsten Generation weitergegeben, ihrem Sohn Andrei...

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Ruf der herben rumänischen Seele 

Wenn man für etwas Bestimmtes geschaffen ist, sollte man dem auch nachgehen, selbst, wenn es manchmal nicht so leicht ist, und manchmal viel, sogar sehr viel Arbeit dahinter steckt. Der Ruf der Seele ist vor allem für Künstler nicht überhörbar, wie es bei Musiker Mihai Iliescu der Fall ist. Er ist von seiner Ausbildung her eigentlich Anwalt, hat zwischenzeitlich bei einer großen PR-Firma gearbeitet, aber schon immer Gitarre gespielt und einen...

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Die Mär vom Staatsdefizit und seiner Grenze

Es ist aktuell eines der größeren Themen im Wirtschaftsbereich: Die Regierung erwartet ein Defizit von 4,4 Prozent für dieses Jahr. Damit liegt das so genehmigte Defizit deutlich über der auf EU-Ebene akzeptierten Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die EU-Kommission schaltete sich dementsprechend bereits ein, und die ersten Akteure begannen auch schon den Abgesang auf die kürzlich erfolgten Reformen. Auch Valentin Lazea,...

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Donald aalglatt

In der Politik und in der Justiz wird dir jedes Wort im Mund umgedreht und potenziell zur Waffe gegen dich. Das hat Mister Donald Unberechenbar, gerade Präsident der USA, verinnerlicht. Er verweigerte am vergangenen Sonntag, mittels eines Briefs seines Rechtsberaters Pat Cippolone an den (demokratischen) Ausschussvorsitzenden Jerrod Nadler, sein Erscheinen vor dem Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses. Nadler hatte dem US-Präsidenten ein...

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Kronstädter Flughafen: Bereits Interesse internationaler Fluglinien

Ab 2021 soll der Internationale Flughafen von Kronstadt/Brașov in Betrieb sein – die Verwaltung des Kreises führte bereits erste Gespräche mit Fluggesellschaften, die an dem Projekt Interesse zeigen. Laut Alexandru Anghel, Koordinator des Projektes, gab es zwei Gespräche mit Vertretern von Wizz Air, die aus Genf angereist waren, um neue Flugziele ins Auge zu fassen. Desgleichen betonte der Koordinator, dass Gespräche mit der zentralen Leitung von...

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Eine zweite Schule

Das Kinder- und Jugendensemble „Canzonetta“, gegründet und geleitet von Ingeborg Acker, erfreute sich kürzlich besonderer internationaler Anerkennung: Am 26. September 2019 wurde dem Ensemble in der Staatsbibliothek von Berlin der „Georg Dehio“-Förderpreis des Deutschen Kulturforums Östliches Europa verliehen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Staatsministerin Prof. Monika Grütters. Rund 30 gegenwärtige und ehemalige Mitglieder des Ensembles...

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Porajmos: Widerstand gegen das Verschweigen

„Es ging uns gut damals, wir waren es gewohnt, im Zelt zu wohnen. Ich erinnere mich, wie es innen war, die Wärme. Das Leben war gut. Wenn die Rumänen gekommen sind und uns gesehen haben, sagten sie: ‘Die Armen, schaut sie an, sie wohnen im Zelt, die armen Kinder erfrieren!’ Dann kommt in unser Zelt’, lachten wir, ‘seht, wie wir erfrieren!’“ Das „gute Leben“ dauerte für diesen damals kleinen Jungen nicht lange an: Er und seine Familie wurden 1941...

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Ungekannte Vielfalt der Reformation

„Aller guten Dinge sind drei!“ – mit diesen Worten eröffnete Dr. Renate Klein, Dozentin am Departement für Geschichte, Kulturerbe und Protestantische Theologie an der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt/Sibiu (ULBS), die wissenschaftliche Tagung „Grenzen überschreiten. 500 Jahre Reformation in Siebenbürgen. 70 Jahre Protestantisch-Theologisches Institut“, die vom 31. Oktober bis 3. November in der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) in...

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