Die Statthalter des kommunistischen Imperiums sahen den Feind Nr.1 nicht in den sogenannten „kapitalistischen Ländern“. Mit diesen konnte man doch vorteilhafte Geschäfte tätigen und von ihnen die für die Wirtschaft so notwendigen Geldanlagen erhalten. Der Feind Nr.1 war die Religion, vor allem die christliche. Hier gab es keine Gemeinsamkeiten und die „friedliche Koexistenz“ wurde nie auf die Kirche ausgedehnt. Überzeugte Christen ließen sich...
Samstag, 9. Dezember 2023. In Reußdörfchen/Rusciori bei Hermannstadt/Sibiu kann man den Winter nur anhand der Kälte erkennen. Ein doch etwas trüber Tag. Vor manchen Toren im Dorf, in der Ecke, in der die Roma wohnen, werden auf der Straße Schweine geschlachtet. Wer schon einmal vor längerer Zeit das Dorf besucht hat, stellt mit Erstaunen fest, dass die virtuelle Grenze zwischen dem Roma-Viertel und dem Rest des Dorfes nicht mehr existiert....
Ein Bericht des EU-Parlaments könnte für Menschen in Minderheiten und in Grenzregionen weitreichende Folgen haben. Die Europäische Union könnte durch neue Verträge zum Anwalt von Mehrsprachigkeit, grenzüberschreitender Bildung und Schutz von Minderheiten werden, sagt der Jurist Thomas Hieber. Die Chancen, dass es klappt, stünden gar nicht mal schlecht. Ein neu veröffentlichter Reformbericht des Europäischen Parlaments könnte eine Wende im Schutz...
Die gegenwärtige Regierungskoalition scheint, mit Segen des afrikalustreisenden Präsidenten, die Weichen in Richtung Mandatsverlängerung über die Wahlen von 2024 hinweg zu stellen. Inklusive mittels neuerlicher Ummodelung der Nationalen Antikorruptionsdirektion DNA zum Instrument politischen Drucks und der Massenmanipulation – genau wie dieses fügsame Instrument zu Zeiten des vielgescholtenen Präsidentenvorgängers und als Securitate-Informant...
„Wir können Emotionen nicht definieren, wir können viele von ihnen nicht einmal erkennen”, sagt Camelia Clem, Psychologin und Vorsitzende der Stiftung „Hera” in Kronstadt/Brașov. „Wir wissen nicht, dass es eine breite Palette an Emotionen gibt, die wir erleben. Wir erkennen meist nur, wann wir zornig oder traurig sind”. Dabei ist es doch so wichtig zu erkennen, was man fühlt, und zu lernen, mit dem, was im Inneren geschieht, umzugehen, sich im...
„Preda vs. Preda“ nannte man den Wahlkampf um die Leitung der Bukarester Universität. Der amtierende Rektor, Marian Preda, ehemaliger Dekan der Soziologiefakultät versprach Kontinuität. Der Anwärter auf diesen Posten und derzeitige Dekan der Fakultät für politische Wissenschaften, Cristian Preda, zählte auf seine politische Erfahrung und visierte eine Fusion mit allen anderen Bildungseinheiten Bukarests. Die Lehrkräfte der Bukarester Universität...
Wer kümmert sich künftig um die Jugendarbeit? Das war eine der Fragen, die sich die Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien im April dieses Jahres stellte. Die Jugendarbeit sollte gestärkt, professioneller Nachwuchs gefördert werden. Daraufhin konnten am DFDR drei neue Jugendreferentenstellen geschaffen werden. Die Neuen organisieren Tanzgruppentreffen, Workshops, Feste, Jugendtreffs und bringen frische Ideen ein....
Die gegenwärtige Regierungskoalition scheint, mit Segen des afrikalustreisenden Präsidenten, die Weichen in Richtung Mandatsverlängerung über die Wahlen von 2024 hinweg zu stellen. Inklusive mittels neuerlicher Ummodelung der Nationalen Antikorruptionsdirektion DNA zum Instrument politischen Drucks und der Massenmanipulation – genau wie dieses fügsame Instrument zu Zeiten des vielgescholtenen Präsidentenvorgängers und als Securitate-Informant...
Freitag, den 8. Dezember, um 9 Uhr in der Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar/Timi{oara: Auf vier Tischen im Eingangsflur links stehen mehrere Stapel Bücher in deutscher Sprache. Sie sind mit Papierschildern versehen, auf denen mit Rot verschiedene Schulnamen geschrieben stehen: Victor-von-Scheffel-Schule, Rennbuckel-Schule, Grund- und Hauptschule Daxlanden, Ludwig-Erhard-Schule Karlsruhe, Schule am Wasserturm, Schule am Weinweg, Hans-Thoma-Schule,...
Es war Mitte Dezember 1989, wir waren Teenager und Teil einer strikt limitierten Welt. Es machte keinen Sinn, vor 20 Uhr die alte Flimmerkiste einzuschalten, da bis dahin auf dem einzigen Sendekanal der Sozialistischen Republik Rumäniens nicht einmal ein Testbild übertragen wurde. Doch in jenen Dezembertagen war es anders: Der Fernseher lief und die Kinder des Hauses hatten die Aufgabe, die Eltern zu rufen, wenn etwas übertragen wurde, das vom...