MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Förderer der Hermannstädter Germanistik und des Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuchs

Siegfried Grosse wurde am 22. 10. 1924 in Grimma/Sachsen geboren, wo er auch die Schule besucht. Vom Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg nicht verschont, kehrt er 1946 aus kanadischer Gefangenschaft zurück, legt sein Abitur ab und studiert Germanistik in Freiburg/Breisgau. 1952 erfolgt seine Promotion, anschließend seine Tätigkeit als Lehrer am Gymnasium und als Assistent am Deutschen Volksliederarchiv in Freiburg. Nach seiner Habilitation 1963 bei...

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Studenten zum Hierbleiben ausbilden

Vor allem Länder mit niedrigerem Lebensstandard leiden darunter, dass ihre akademische Nachwuchselite massiv ins Ausland abwandert. Mehr Chancen, höhere Löhne, eine andere Mentalität, lauten die Gründe. Doch wer ändert dann die Zustände zu Hause? Ganz zu schweigen vom finanziellen Verlust für die Ausbildung. Man mag sich daher fragen: Ist es sinnvoll, der Abwanderung von Hochschulabsolventen mit Austauschprogrammen und Studiengängen in...

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Erschütternde Selbstzeugnisse aus den Lagern der Deportation

Gut 70 Jahre nach Beginn dieser Rachemaßnahme ist die Deportation der Deutschen aus Rumänien zur Zwangsarbeit in der Sowjetunion nach wie vor unvergessen, auch wenn immer weniger Betroffene überhaupt noch am Leben sind. Der neue Band „Lagerlyrik“ aus dem Schiller Verlag in Hermannstadt widmet sich Leben, Leiden und Überlebenswillen der deutschen Lagerinsassen in Russland, die vor allem im Donezbecken („Donbass“) unter unmenschlichen Bedingungen...

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Prozesse gegen Lokalpolitiker

Ion Mocioalcă, der PSD-Kreischef von Karasch-Severin, Abgeordneter und Vizechef des Verteidigungsausschusses im Abgeordnetenhaus, wird demnächst vor dem Kreisgericht Karasch-Severin als Kläger gegen die Nationale Integritätsagentur ANI auftreten. Diese hat ihm Interessenskonflikt bei der Anstellung seiner Tochter als Beraterin in seinem örtlichen Abgeordnetenbüro vorgeworfen. Sie war zwar nur knapp zwei Monate dort beschäftigt, aber das...

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WORT ZUM SONNTAG: Gottes Wort berührt und setzt in Bewegung

Apg. 16, 9-16: „Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich, nach Mazedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.Da fuhren wir von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake, am nächsten Tag nach Neapolis und von da nach Philippi, das ist...

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Umgestaltung der Innenstadt und zahlreiche Sanierungen in Großwardein

Am 25. Dezember 2015 hätten die Arbeiten an der Neugestaltung des Hauptplatzes von Großwardein/Oradea abgeschlossen werden müssen, doch ein Monat später wird noch eifrig gearbeitet. Der Sockel der Mihai-Viteazu-Statue wird gerade erneuert und auch an den Rändern der Piaţa Unirii, wie der Platz auf Rumänisch heißt, müssen noch Pflastersteine gelegt werden. Im Großen und Ganzen sind die Arbeiten jedoch fertig und der Platz kann sich sehen lassen....

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„Man kann ja nicht auf der Bühne weinen“

„Didldidldam, didldidldam, didldidldam“, diktiert der Mann im Rollkragenpullover energisch den Takt. Dann schnellt sein Zeigefinger in die Höhe: „Habt ihr das verstanden?“ Aufmerksame Augenpaare heften sich an seine schneeweißen Hände. Die Partie wird schneller und kraftvoller wiederholt, der Maestro nickt zufrieden. „Das klappt heute besser als gestern“, lobt er in perfektem Rumänisch – seiner Muttersprache, die er über 65 Jahre lang kaum mehr...

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Unschuldig schuldig gestempelt

17 Jahre lang war sie seine Kollegin gewesen, bekennt Mariana Duliu, Direktorin des Kulturhauses „Friedrich Schiller“ in Bukarest. Doch dass auch er, der Bukarester Architekt Jean Schafhütl, zu den nach dem Zweiten Weltkrieg in die UdSSR deportierten Rumäniendeutschen gehörte, davon hatte sie lange Jahre keine Ahnung gehabt. Wie viele andere, denn Schafhütl hatte diesen Lebensabschnitt nie erwähnt. Warum auch? Es waren doch nur verlorene Jahre......

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Gemeinsames Erinnern – gemeinsames Lernen

„Vor siebzig Jahren ereignete sich in Ungarn und in zahlreichen anderen Ländern Europas eine als Aussiedlung getarnte Deportierung.“ Der das sagte, ist Ungarns umstrittener Ministerpräsident Viktor Orbán. Er tat es am 19. Januar in seiner Festrede im Rahmen der deutschsprachigen heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Budaörs, zu Deutsch Wudersch. Die Regierung Ungarns lud zu der Gedenkveranstaltung anlässlich des Gedenktages...

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Schleuser, Autodiebe und Migranten

In vielen Bereichen verzeichnet die Temeswarer Grenzschutzdirektion höhere Werte: So sind an den Grenzübergängen um neun Prozent mehr Personen durchgereist als im Jahr zuvor und die Zahl der Fahrzeuge an den Übergängen hat ebenfalls zugenommen. Angestiegen ist auch die Zahl der Ordnungswidrigkeiten und der illegalen Machenschaften, die um acht Prozent zugelegt haben. An den Grenzübergängen des Temeswarer territorialen Grenzschutzinspektorates mit...

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