Am Anfang waren es die T-Shirt-Hersteller. Die Schuhfabriken. Die Möbel-Bauer. Sie alle haben, Anfang der 1990er Jahre, die Chance der Öffnung nach Osteuropa gewittert und in Ländern wie Polen, Tschechien, Rumänien und all den anderen Staaten Fabriken hochgezogen, mit dem Ziel, das niedrige Lohnniveau dieser Länder zu nutzen. Und heute? Dort, wo billige Arbeitskräfte einst nähten und hämmerten, brüten Ingenieure und Software-Ingenieure über...
„Wie eine Ameis’ hab’ ich gearbeitet“, pflegte er zu sagen, und das zu einer Zeit, als sein Name durch die Weißkircher-Geschichten zwar schon landesweit bekannt war, die Deutsche Fernsehstunde aber, die Tätigkeit als Herausgeber von rumäniendeutscher Literatur und die Auftritte bei Radio Bukarest noch vor ihm lagen. Sein Spitzname unter den älteren Kollegen lautete „Hänschen“, weil er in jungen Jahren, gleich nach der Lehrerbildungsanstalt von...
Eine Elite-Schule, an der auch zwei Nobelpreisträger – Herta Müller und Stefan Hell – unterrichtet wurden: Das ist die Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar. Seit einigen Jahren gibt es einen Verein, der Temeswars bedeutendste deutsche Schule ideell wie materiell unterstützt. Vorsitzender des Vereins der Freunde der Lenauschule e. V. ist Prof. Dr.-Ing. Franz Quint, der seit 1986 in Deutschland lebt. Wieso sich ein Verein aus Deutschland für eine...
Das „Bucovina“-Institut in Radautz/Rădăuţi wurde vor 25 Jahren gegründet. Das Jubiläum des zur Rumänischen Akademie gehörenden Instituts wurde auf der 25. Internationalen Wissenschaftlichen Jahrestagung der Einrichtung, die am 29. und 30. Oktober in Radautz und Czernowitz stattfand, begangen. Aus diesem Anlass hielt Dr. Ortfried Kotzian eine Festansprache, in der er die Bedeutung der drei Bukowina-Institute in Deutschland, der Ukraine und...
Kaum ein Wort wurde in den vergangenen Jahren so missbraucht, wie der Begriff der „Solidarität“. Insbesondere in Deutschland kursieren Beschuldigungen, von ranghohen Politikern bis zum Überdruss wiederholt, dass die Visegrád-Staaten sich in der Flüchtlingsfrage „unsolidarisch“ verhalten. Mehrmals wurde aufgeworfen, die strukturellen Fonds der EU für die ehemaligen Ostblockstaaten zu kürzen, eben weil die Osteuropäer sich immer noch unerbittlich...
Dana hat ihren Neffen Geld zum Geburtstag geschenkt. Dana ist 50 und hat selbst keine Kinder, auch beruflich kommt sie nur mit Erwachsenen in Kontakt. „Ich bin nicht auf dem Laufenden, was ihnen gefällt, was denn ‚in‘ ist“, begründet sie ihre Entscheidung für das Geld. Damit hat sie aber den Nagel auf den Kopf getroffen, vielleicht ist auch ihr Beruf als Soziologin dafür verantwortlich, dass sie das so richtig erfasst hat: Heute sind Spielsachen...
Laut Mitteilung von Prof. Dr. Pavel Chirilă, ein auf Krebs-Früherkennung, -Forschung und -Rehabilitation nach überstandener Krebserkrankung spezialisierter Arzt und emeritierter Hochschullehrer, ist das Forschungs- und Rehabilitationszentrum für Onkologie Slatina Nera mit der Finanzierung auf der Zielgeraden angelangt. Anlässlich seines jüngsten Besuchs in Reschitza erklärte der Arzt und aktive orthodoxe Gläubige: „Vor ein paar Monaten wurde die...
Fotos von Tellern mit köstlichen Gerichten und Selfies sind Instagram- und Facebook-Trends von gestern. Heute sind Schuhfotografien „in“. Kleider machen Leute – davon ausgegangen ist eine neue Mode in den sozialen Netzwerken entstanden: Schuhe machen Leute. Das, was man an hat, sagt vieles über die Persönlichkeit des Individuums aus. Davon sind immer mehr Leute überzeugt. Fernsehjournalistin Ioana Ciurlea und Künstlerin Andreea Muntean haben je...
Für gewöhnlich klammern wir uns fest: An Haus, Grund, Besitz – weil wir uns davon ein sorgloses Leben versprechen. Wir klammern uns an Versicherungen – weil sie uns Sicherheiten versprechen. Wir klammern uns an Pläne und Erinnerungen: So, wie es in unseren Köpfen steht, so soll das Leben sein, am besten so wie früher, denn da war ja alles besser! Alles das fegt Jesus hinweg: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird...
Von 61,68 Millionen Wahlberechtigten haben sich 46,97 Millionen am 24. September an der Wahl zum Deutschen Bundestag beteiligt, das sind 76,2 Prozent. Unter den im Ausland lebenden deutschen Staatsbürgern wird die Zahl bedeutend niedriger gewesen sein, 100.100 haben eine Eintragung in das Wählerverzeichnis beantragt. Über eine offizielle Zahl der Deutschen mit deutscher Staatsangehörigkeit im Ausland verfügt das Statistische Bundesamt nicht. Die...