MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

WORT ZUM SONNTAG: Zwischen erben und erwerben

Der österreichische Schriftsteller Franz Werfel (1890-1945) verfasste den beeindruckenden Roman „Der veruntreute Himmel“. Darin spart die böhmische Haushälterin der reichen Familie Argan Teta Linek ein arbeitsreiches Leben lang Groschen um Groschen. Sie lässt ihren Neffen Moimir Theologie studieren, um sich, nach einem entsagungsvollen Erdenleben, einen sicheren Platz im Himmel zu erkaufen. Aus der Ferne verfolgt sie seinen Werdegang als Schüler,...

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Aus Nudelfabrik wurde Altenpflegeheim

Im Banater Bakowa, da, wo der Caritas-Verband der römisch-katholischen Diözese Temeswar eine Jugendfarm und ein Resozialisierungszentrum für Obdachlose, eine Tagesstätte für Kinder aus armen Familien sowie ein Altenpflegeheim betreibt, ist vor Kurzem eine weitere Sozialeinrichtung eingeweiht worden. Das „Haus Franziskus“, in dem chronisch kranke Seniorinnen und Senioren untergebracht werden sollen, befindet sich in der Hauptstraße Nr. 187 und...

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Viel Musik, viel Freundschaft, viel Natur

Das Projekt VoCE 2014-2018 erinnert seit 2014 mit einer jährlichen Begegnung von acht Chören aus sieben europäischen Ländern und einer Friedensschule daran, dass seit dem Ersten Weltkrieg 100 Jahre vergangen sind. In diesem Jahr haben sich die Chöre in der zweiten Augusthälfte in Klausenburg/Cluj getroffen und haben an mehreren öffentlichen Plätzen in der Stadt und auch in einem Konzert in der Aula Magna der Universität Babes-Bolyai gesungen....

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Keine Liebesheirat, doch eine beidseitig komfortable Zweckehe

Der Mann möchte wohl doch in die Geschichte der Europäischen Union eingehen, zumindest als einer, der es wenigstens versucht hat, auch wenn ihm der Erfolg vielleicht nicht gegönnt sein wird. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat vorige Woche mit seinen Vorschlägen zur Reform der EU, zur Vertiefung der Integration und der dadurch zu erzielenden stärkeren Bindung der mittel- und osteuropäischen Staaten an Westeuropa mehr als nur für...

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Illiberal, noch gedämpft

Die PSD-ALDE-Regierung schreitet immer entschlossener in Richtung „illiberale Demokratie“. Sie tangiert bereits ähnliche jämmerlichen „Leistungen“ Ungarns und Polens, auch Russlands und der Türkei. Schlüge den rumänischen Politikspitzen nicht der Nationalismus brutal ins Genick, würden sie Ungarn und Russland dauernd loben. Der enorme Druck zur Justizrevision, die Angriffe auf Säule II der privaten Rentenversicherung (die Geldquellen der...

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Parteien, Partner, Potenzial: Rumänien und die Bundestagswahl

Seit Januar 2017 ist Cord Meier-Klodt Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest. Von hier aus verfolgt der Diplomat nun den bundesdeutschen Wahlkampf – dieser steuert dieser Tage auf seinen Höhepunkt zu und endet mit der Bundestagswahl am Sonntag. Was verbindet das deutsche und das rumänische politische Leben, und wo sind die Unterschiede? Kann man wirklich von einer Politikverdrossenheit in Rumänien sprechen? Und wo hat Rumänien in...

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Luther und die Kirchenburgen

Im Februar 2016 sind kurz hintereinander Teile des Glockenturms in Radeln und der ganze Turm in Rothbach eingestürzt. Sowohl in der Presse als auch im Internet ist ausführlich darüber berichtet worden. So stand am Donnerstag, dem 18. Februar 2016, in der ADZ: „Ein Eck vom Turm der Radler Kirchenburg ist am Sonntagnachmittag abgebrochen. Benötigt werden dringende Sicherheitsmaßnahmen, um weitere Schäden, wie z. B. Sturz der drei Glocken...

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„Möge die Straße uns zusammenführen“

„Droben im Wassertal“, lautet das Motto des jährlichen Treffens der Zipserdeutschen in Oberwischau/Vişeu de Sus, das heuer vom 9.-10. September begangen wurde. Bisher untrennbar mit einem Ausflug mit der Wassertalbahn verbunden - gefeiert wurde im Wassertal, auf dem Festplatz im Bahnhof von Paltin, neben den Gleisen, dem plätschernden Fluss, umgeben von bewaldeten Berghängen – war diesmal alles anders. Statt der Abenteuerfahrt mit der letzten...

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WORT ZUM SONNTAG: Vom Himmel berührt

Teil der Gemeinschaft zu sein, war in Siebenbürgen kein Thema. Man lebte in einem guten, nachbarschaftlichen Verhältnis zueinander, wie auch in Großfamilien, wo Freude und Leid zu teilen, eine Selbstverständlichkeit war. Man kannte somit den Wert eines jeden Menschen, weil man andererseits aufeinander angewiesen war. Deshalb können wir uns heute eine Situation schwer vorstellen, in welcher jemand ausgestoßen ist und als Gesetzloser lebt. Wohl gab...

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Die gewöhnungsbedürftige Facebook-Demokratie

Eine Zeitung kann einen manchmal wirklich ärgern, zum Beispiel jenen, der seiner Leserschaft einen Film zeigen möchte, den er auf Facebook gesehen hat. Und der den Autor dieser Zeilen zweifelsohne überzeugt hat, dass die Nachfahren rumänischer Bauern im Wahlkampf für den Deutschen Bundestag ein Wort mitzureden haben. Leider ist eine Zeitung bloß ein gedrucktes Blatt Papier, also muss man sich eben der heiklen Aufgabe stellen, der werten...

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