Laut unfern davon wohnenden Ferdinandsbergern, die von den Medien darüber befragt wurden, liegen die 20-30 Tonnen städtischer Müll schon seit Herbst 2016 im Jungwald der einzigen Freizeitzone der Stadt, Gura Jgheabului. Anwohner wie auch das erst am 10. März von diesen Bürgern benachrichtigte Kreiskommissariat der Garde für Umweltschutz sprechen von einer „Zeitbombe“, die mit dem Vorfrühling zu stinken beginnt. Zudem handle es sich mit Sicherheit...
Um nach Rumänien zu reisen, braucht es nicht viel. Seit dem EU-Beitritt 2007 reicht der Personalausweis aus. Die Warteschlangen sind kurz und die Passkontrolle macht einen wohlorganisierten Eindruck. Im Land selber jedoch, scheint die Verwaltungsmaschine manchmal noch ein wenig, nun ja, zu stocken. Das beginnt schon mit der offiziellen Registrierung in Klausenburg. Zunächst benötigt man eine Gesundheitsbescheinigung eines Arztes, anschließend ist...
Mit klopfendem Herzen wartet der junge Mann in der Dämmerung. Da – Schritte! Endlich... Aber oh Schreck, es ist nicht Marietta - sondern ihr gestrenger Vater! Rasch wirft er sich bäuchlings in ein Beet, verharrt regungslos im Grünzeug. Die Schritte nähern sich und er hält den Atem an. In einem Schwall ergießt sich eiskaltes Brunnenwasser über seine Kleider, von links nach rechts, immer wieder und wieder. „Er hat mich gut gegossen – aber gewachsen...
Der Leitartikel der 47. Ausgabe (23. Jahrgang) der Radautzer Zeitschrift „Analele Bucovinei“ (Nr. 2/2016) ist dem verstorbenen Nestor der Bukowina-Bibliografie, Dr. h. c. Erich Beck (1929-2015), gewidmet (von Institutsleiter Dr. Marian Olaru). In die Reihe der Hommage-Beiträge wurde die Würdigung für den Czernowitzer Prof. Dr. Raimund Friedrich Kaindl zum 150. Geburtstag (August 1866) aufgenommen. Die Bukarester Dozentin Dr. Ligia-Maria Fodor...
Oft muss ich darüber staunen, was für unterschiedliche Erwartungen die Menschen an Gott haben. Viele stellen sich vor, wenn sie zum Gottesdienst kommen und in die Nachfolge Jesu treten, dann würde Gott sie dafür mit dem belohnen, was sie sich schon immer gewünscht haben. Wahrscheinlich dachten einige Jünger zur Zeit Jesu auch so. Aber Jesus, der einen viel weiteren Horizont hat, belohnt sie mit etwas ganz anderem. Er sagt: „Wer mein Fleisch isst...
Scheeßel, irgendwo zwischen Hamburg und Bremen, tief in der niedersächsischen Provinz. Einmal im Jahr ziehen zehntausende Rock-Fans in die kleine norddeutsche Gemeinde, umgeben von Wäldern, Wiesen und Mooren, ein. Mit rund 70.000 Besuchern ist das „Hurricane“ eines der größten Musikfestivals im deutschsprachigen Raum. Für viele Musik-Fans ist es der Höhepunkt des Jahres, und für lange Jahre war es auch meiner.Das „Hurricane“, wie auch die vielen...
Ein Mittwoch im November 2002: Selten zuvor wurden für einen NATO-Gipfel solch starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Prager Altstadt ist wie leer gefegt, Tausende Polizisten kontrollieren die Straßen. Zehntausend Demonstranten werden erwartet, das Treffen hoch über der Moldau steht im Schatten eines nahen Irakkrieges. Inhaltlich geht es in Prag um eine zweite NATO-Osterweiterung und eine eigene Eingreiftruppe. Am Donnerstag verkündet...
Wie die Kreisdirektion für Tiergesundheit und Veterinärwesen Karasch-Severin (die Sanitär-Veterinär-Direktion DSV CS) bekanntgibt, sind drei Krankheitsherde der Rindertuberkulose im Banater Bergland identifiziert und bestätigt worden. Die Plage nahm Ende 2016 ihren Ausgang, anscheinend im Raum der Gemeinde Fârliug und ihren eingemeindeten Dörfern. Im selben Raum wurden Fälle von Trichinella spiralis bei Schweinen und von Pferdeanämie aktenkundig....
„Donbass: Deportation und Flucht eines jungen Kronstädters“ von Jaques Sandulescu, Autorenpseudonym des in Kronstadt geborenen Hermann Pfaff, erschien dieses Jahr im Schiller Verlag, Hermannstadt und Bonn, nun endlich auch auf Deutsch, aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Henkel. Im autobiografischen Buch erzählt der Autor die Geschichte seiner Deportation in ein Arbeitslager der Sowjetunion im Donbass nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus dem Titel...
Der Leser sei vorgewarnt: Den folgenden Text unterzeichnet einer, der acht Jahre lang Journalist war und es heute nicht mehr ist. Und der beim Verfassen dieses Textes sich deshalb die Arroganz erlaubt, als Zeitungsleser aufzutreten. Nicht als Zeitungsmacher. Als einer, der Presse konsumiert, für den das Zeitungslesen einfach zum Alltag dazugehört. Seit etwa 20 Jahren. Ein Nostalgiker also, dem es in Zukunft sehr schlecht gehen wird. In jener...