Zehn Jahre lang war sie die Leiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Rumänien und den ehemals Russlanddeportierten stand sie während ihrer gesamten Zeit im osteuropäischen EU-Land auch in ihrer Funktion als Ehrenvorsitzende des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten besonders nahe: Elke Sabiel. Anfang April hieß es für sie, Abschied nehmen und nach Deutschland zurückkehren. Wie sie Rumänien in den vergangenen Jahren erlebt hat, das verrät...
Gesunde, stressfreie und energievolle Angestellte sind arbeitsfähiger und effizienter am Arbeitsplatz. Deswegen ermutigen immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter dazu, Sport zu treiben, fit und aktiv zu bleiben. Dauerkarten in den Fitnessstudios werden kostenlos oder zu günstigen Preisen angeboten, und gesunde Lebensmittel, wie Gemüse und Obst werden in der Mittagspause oder als kleiner Imbiss zwischen-durch zur Verfügung gestellt. Dies ist eine...
Der älteste Bahnhof des heutigen Rumäniens, die älteste Bergbahn und eine funktionierende Dampflok in Sonderausführung, die allein diese Bahnstrecke mit ihren superengen Kurven befahren kann (ein sehr naher Radachsen-Abstand ist dazu nötig), dazu historische Eisenbahnwaggons mit Kohlenheizung durch einen Ofen, der mitten in einem Sonderabteil des Passagierwaggons steht – auf solcherlei touristische Attraktionen macht seit Jahren, vergeblich, das...
„Deutsche Minderheiten? Das sind doch die mit den Volkstänzen und Trachten-umzügen...Und was soll ich damit zu tun haben?“ Schmunzelnd erinnert sich Helge Haas, deutscher Journalist und Fernsehmoderator, an seine erste Reaktion auf den Begriff „Minderheiten“. Doch was war der Anlass? Zeit für eine Rückblende. Von Breslau bis Bukarest, vom Banat bis in das Baltikum interessieren sich junge Menschen für Medien und sind in Redaktionen aktiv. Was...
In einem Interview erklärt eine Frau, wie sie in der Branche gelandet ist. Zu sehen ist nur die dunkle Silhouette einer weiblichen Figur, dabei geht es um ein Video der Nationalen Behörde gegen Menschenhandel (ANITP). Das Opfer, das anonym bleiben muss, suchte eine Arbeitsstelle, als es auf der Straße einem fremden Mann begegnete. Der Frau wurde versprochen, dass sie einen Job mit Arbeitsvertrag bekommen würde. Sie hat zugestimmt – und schon am...
Es ist ein altes Haus, das sich in einer ruhigen Straße in der Nähe des Bukarester Cişmigiu-Parks befindet und einen gewissen Charme hat. Mit jedem Schritt auf der Wendeltreppe nähert man sich dem Kaninchenloch, das zur Welt der Künstlerin führt. Man könnte das Gefühl haben, man findet sich unter der Überwachung der weiblichen Figuren an den Wänden, die adelig wirken. Dargestellt sind sie in starken Farben und ungewöhnlichen Formen. Die...
„Die schönste Schale ersetzt nicht den Kern“, schreibt Fritz Balthes in sein Tagebuch, nun zitiert im „Siebenbürgischen Kalender 2018“, herausgegeben von Patrimonium Saxonicum – Stiftung zur Erhaltung des sächsischen Kulturerbes in Siebenbürgen. Die „schöne Schale“ aber kann zum Nachdenken über den Kern wesentlich beitragen. Das trifft für diese jüngste Ausgabe des traditionsreichen Wandkalenders aus dem Architekturbüro Fabini zu. Schlicht in...
Der Sonntag nach Ostern trägt den lateinischen Namen Quasimodogeniti, das heißt „Wie die neugeborenen Kinder.“ Gemeint ist eine innere, geistliche Wiedergeburt des Christen, ein neues Leben in Christus. – Von Neuem geboren – mit weißen Kleidern angetan. Diese Bilder stehen leuchtend vor unseren Augen, strahlen uns an und verbreiten überraschende Freude. Mein Ich soll durch Christus in der Tiefe meines Herzens gewandelt werden. Alle...
Dass Zahlen, Zahlenkolonnen, Ziffern, Summen, Additionen, dass all das stinklangweilig sein kann, gibt der Autor zu. Aber Zahlen, vor allem, wenn es um öffentliche Haushalte geht, haben auch ihren Reiz, weil sich zwischen endlosen Reihen, zwischen Tabellen, Grafiken und verschachtelten Sätzen im ermüdenden Amtsrumänisch die Zukunft einer Stadt, eines Landkreises oder des Landes verbirgt. Oder zumindest die Vorstellung der Regierenden von dieser...
Im Kronstadt der 60er und 70er-Jahre erfreuten jeden Frühling vielleicht zwei Dutzend Magnolienbäume die Stadtbewohner. Die meisten wuchsen in Kleingärten in den weniger dicht bebauten Randvierteln, weniger waren es auf der Südseite des Schlossberges und noch weniger in den engen und schmalen Gärten der Altstadt. Zwei davon waren allerdings stadtbekannt und eine diente sogar als Ortsangabe: „Bei der Magnolie vor dem Kindergarten“, war für so...