MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

„Das historische Banat geben wir nicht auf“

Der römisch-katholische Bischof von Temeswar, Martin Roos, ist im Oktober 75 Jahre alt geworden. Für Bischöfe ein bedeutender Meilenstein, denn üblicherweise reichen sie beim Papst ihren Rücktritt ein. Auch Bischof Martin Roos, der aus Knees/Satchinez im Kreis Temesch stammt, bereitet sich auf den Ruhestand vor. Langweilig soll es nicht werden, denn immerhin plant er, sein umfangreiches dokumentarisches Werk über die Geschichte der Diözese...

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Jüdisches Kulturerbe im Patriarchenpalast

Herzlich geht der Mann in der weißen Djellaba auf sein Gegenüber im grauen Anzug zu, umfasst ihn mit beiden Armen, gleich werden sie sich brüderlich küssen. Die Geste war nicht für die Presse gedacht, die Vernissage ist längst zu Ende, die Gäste gegangen. Das Oberhaupt der muslimischen Kultusgemeinden in Rumänien gratuliert dem Leiter der Föderation der jüdischen Glaubensgemeinschaften zu der gelungenen Ausstellung: „Tempel und Synagogen in...

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Dem Leben Sinn geben

Wohl die meisten Menschen wünschen sich ein langes Leben. Wissenschaftler arbeiten daran, diesem sehnlichen Wunsch Erfüllung zu verleihen. Sie können bereits große Erfolge verzeichnen. War die mittlere Lebenserwartung im Mittelalter in Europa bei 40-45 Jahren, so ist sie in unserer Epoche auf das Doppelte gestiegen. Das Alter von 90 Jahren ist kein Methusalemsalter mehr. Wir erwarten, dass die Mediziner unsere Lebenserwartung weit über 100 Jahre...

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Reformationsjubiläum mit drei evangelischen Konfessionen

Der Ort, an dem Bischof Reinhart Guib zusammen mit evangelischen Gemeindegliedern und Freunden der Evangelischen Kirche A. B. das Apfelbäumchen in Schäßburg pflanzte, ist geschichtsträchtig, auch wenn er in seiner jetzigen Erscheinungsform – nämlich als Predigergarten – nicht unbedingt danach ausschaut. Hier stand einstmals eine Kirche, von der heute nur noch die Außenmauer erhalten geblieben ist. Im Jahr 1538 fand hier ein Ereignis statt,...

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„Es liegt viel Freude in der Arbeit mit dem Buch“

Marilena Brânda leitet den Buchverlag der West-Universität Temeswar, zieht drei Kinder auf und liebt Bücher über alles. Über Bücher und die Kunst, diese an den Mann zu bringen, sprach mit ihr ADZ/BZ-Redakteurin Ştefana C i o r t e a - N e a m ţ i u.Frau Brânda, wie sieht bei Ihnen ein Arbeitstag im Verlag aus?Der Tag beginnt früh und endet spät am Abend. Denn neben dem Geplanten tauchen sicher auch immer viele andere Dinge auf. Wir redigieren und...

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Das Stiefkind unter den alternativen Energien

Rumänien sieht sich mit vielen Krisen konfrontiert: energetisch isolierte Dörfer, in denen man wie im 19. Jahrhundert lebt, rurale Arbeitslosigkeit, soziale Probleme. Massenabholzungen gefährden den ohnehin stark ausgebeuteten Waldbestand. Die Müllhalden wachsen und Müll wird verbrannt, um Platz für neuen Müll zu schaffen. Probleme, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch bei der Konferenz zum Thema „Nationales Energieprogramm zur...

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Grüße aus der Fabrikstadt!

Als eines der ältesten Stadtviertel von Temeswar/Timişoara hat die Fabrikstadt (rumänisch „Fabric“) den Namen von den ersten Fabriken und Werken vor Ort im 18. Jahrhundert bekommen. Mit zahlreichen Werkstätten und allerlei Läden war das wirtschaftliche und soziale Leben in der Fabrikstadt früher sehr dynamisch und rege. Kaffeehäuser, Biergärten, Wirtshäuser und Restaurants animierten, vor allem am Wochenende, die Stimmung im Stadtviertel. Heute...

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Was man voneinander lernen kann: Universitäten im Donauraum

2857 Kilometer ist sie lang und gilt damit, nach der russischen Wolga, als zweitlängster Fluss Europas: die Donau. Sie durchfließt dabei zehn Länder – mit höchst unterschiedlichen politischen Strukturen, vor allem aber mit höchst unterschiedlichen Hochschulsystemen. Die allerdings wollen sich einander annähern, voneinander lernen – zum Beispiel unlängst auf der 1. Danube Conference for Higher Education, zu Deutsch: auf der ersten Donau-Konferenz...

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25 Jahre Temeswarer Rechtsschule

„Den ersten Schritt ihres erwachsenen Lebens hat die Temeswarer Fakultät nun, zu ihrem 25. Gründungsjubiläum, gewagt, und sie hat ihn in einem Augenblick gewagt, als sie jenes Alter erreicht hat, in dem sie verstanden hat, warum sie gegründet wurde und wohin die Zukunft führt“ – mit diesen Worten beendete der Dekan der Rechtsfakultät der West-Universität Temeswar, Professor Dr. Lucian Bercea, sein Grußwort an die zahlreichen Gäste, die am 3....

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Über das Radiohören

Ja, es hat gewisse Vorteile, wenn man regelmäßig im Rundfunk präsent ist, als Beispiel dafür folgende wahre Geschichte: Am letzten Montag unterhielt ich mich in der Bibliothek in Düsseldorf-Benrath mit der Bibliothekarin. Da blieb eine ältere Frau neben mir stehen und fixierte mich; ich hielt inne und schaute sie fragend an, woraufhin sie sagte: „Lassen Sie sich bitte nicht stören, reden Sie ruhig weiter. Ich kenne Ihre Stimme aus dem...

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