MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Die Einreibung eines Holzfußes

„Frecţie la un picior de lemn“ (Einreibung eines Holzfußes). So plastisch und auch uralt ist dieser Kommentar aus dem rumänischen Volksmund (deutsche Schlitzohren haben dafür zum Beispiel das blumigere „Schmuck am Nachthemd“ parat), der hierzulande nach Jahrhunderten auch in der Gesellschaft unserer Tage scheinbar nichts an seiner Treffsicherheit eingebüßt hat. Leider ist das allzu oft auch aus der Stimmung und der öffentlichen Meinung in den...

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Donauschwäbische Kulturstiftung begeht Jubiläum

Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg begeht am 28. November 2013 ihr 25-jähriges Jubiläum. Der Jahrestag der 1988 vom Land Baden-Württemberg gegründeten Stiftung widmet sich dieses Mal der Sprachdidaktik: So soll im Rahmen außerschulischer Maßnahmen über Erlebnis- und Freizeitpädagogik sowie ästhetische Erziehung das Erlernen und die Pflege der deutschen Sprache für junge Leute attraktiv gemacht und mit Spaß und...

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Wie demokratisch ist meine Stadt?

Haben Sie sich einmal die Frage gestellt, wie demokratisch die Stadt, in der Sie leben, im Vergleich zu anderen ist? Und wenn ja – wie sollte man das überhaupt messen? Ist Demokratie nicht eher etwas Gefühltes – allein schon schwer in Worte zu fassen, geschweige denn, sachlich zu bewerten? Mit der Studie „Das lokale Demokratiebarometer in Rumänien, 2012“ hat die rumänische Vereinigung Pro Demokratie (APD), unterstützt von der Konrad Adenauer...

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Seit 23 Jahren steht Qualität an oberster Stelle

Einführend zu diesem Beitrag über einen besonderen Tätigkeitsbereich, in welchem zahlreiche wenig bekannte Profis arbeiten, ein Erlebnis des Verfassers, welches fast anekdotenhaft anmuten kann. Zugetragen hat es sich beim Übersetzen der Ansprache eines Gewürzerzeugers der Fleischverarbeitung. Um die Bedeutung der Gewürze zu unterstreichen, nannte der Redner, als er über die Tradition des Gewürzhandels sprach, seinen Beruf den „zweitältesten“,...

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Wird Rumänien Teil des kreativen Europa?

In den nächsten sieben Jahren investiert die Europäische Union stark in den Kultur- und Kreativsektor, eine Branche, die wirtschaftlich viel zu versprechen scheint. Eine solche Entscheidung seitens der EU ist sehr gescheit: Das Rohmaterial der Kultur- und Kreativwirtschaft, die Kreativität, ist die einzige Ressource, die sowieso überall in der Welt verbreitet ist. In diesem Zusammenhang steht die schöpferische Kraft eng mit dem Unternehmertum...

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Ganz und gar nichts Spektakuläres

„Über mich? Da gibt es doch nichts Spektakuläres zu berichten.“ Andrea Rost reagiert sehr verwundert auf die Anfrage nach einem Gespräch, um einen Beitrag zu verfassen. Man kennt die junge Frau als Leiterin der Volkstanzgruppe des Schäßburger Jugendforums und Mitarbeiterin des Mihai-Eminescu-Trusts. Beim kürzlich stattgefundenen Sachsentreffen gab sie ihr Debüt als Buchautorin: Vorgestellt wurde  „Das Leben ist so schön, wenn man darüber lächeln...

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WORT ZUM SONNTAG: Ein Herz für Afrika

Europäische Politiker und Wirtschaftsunternehmer haben sich im Laufe der Jahrhunderte schwer an Afrika versündigt. Als sie von den Naturschätzen Afrikas erfuhren, drangen sie mit Waffengewalt in die Gebiete ein und bemächtigten sich dieser Schätze. Wenn die Einwohner, die doch die Eigentümer dieser Schätze sind, sich gegen die Raubaktionen wehrten, wurden sie durch die überlegenen Feuerwaffen der Europäer besiegt.Zum Glück gab es auch Menschen in...

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Einwanderungsland Rumänien

Rund zwei Millionen Menschen haben Rumänien in den vergangenen 15 Jahren verlassen. Doch an Europas östlichen Grenzen kommen zunehmend auch Flüchtlinge an. Menschen aus Pakistan, Libyen und vor allem aus Syrien suchen ein besseres Leben. Zum Beispiel Hassan Ali, Mitte 40, ein freundliches Lächeln im Gesicht: Aus seinem Heimatland Pakistan kam er nach Rumänien, hat dort Asyl beantragt: „Ich möchte gerne hier in Rumänien bleiben. Ich weiß, die...

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Schwesternschaftliche Diakonie in der Landeskirche (II)

Im Ersten Weltkrieg wurden die Schwestern teilweise zum Lazarettdienst eingeteilt. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Angliederung von Bessarabien und „Transilvanien“ an Rumänien änderte sich die Gesamtlage deutlich. In Bessarabien hatte der Kreisarzt Dr. Georg Friedrich Lütze in Sarata Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Gründung eines Krankenhauses hingearbeitet. Von 1865 bis 1871 hatten Neuendettelsauer Diakonissen in Sarata zu wirken begonnen....

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Schwesternschaftliche Diakonie in der Landeskirche

In Hermannstadt entstand bereits im Jubiläumsjahr 1883 – 400 Jahre nach der Geburt Martin Luthers – der Wunsch, nach deutschem Vorbild eine Diakonissenanstalt zu begründen. Am 1. Mai 1886 unterzeichneten führende Honoratioren der Stadt, unter ihnen der Kanzleichef der Landeskirche Karl Fritsch oder auch der spätere Landeskirchenkurator Carl Wolff, eine von Stadtphysikus Dr. Fr. Jikeli initiierte Eingabe an das Presbyterium der Hermannstädter...

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