MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

„Wir wollen Veränderung spüren!“

Junge Männer und Frauen, die meisten in Anzug und Kostüm, nehmen Platz in den ausladenden Doppelpulten, verstauen ihre Taschen und Mappen, begutachten die Sprechanlage oder unterhalten sich gedämpft. Erste Fotografen huschen herum auf der Suche nach dem besten Winkel. Mikrofonprobe, dann gehen die Bildschirme an. Ein Nachzügler zieht einen Rollenkoffer über den flauschigweichen Teppichboden. Das Bild ist seltsam vertraut - und doch ist etwas...

[mehr]

WORT ZUM SONNTAG: Nachhaltigkeit

Nicht am ersten November begehen die Evangelischen traditionsgemäß das Gedächtnis der Toten, sondern (diesmal) am zweiundzwanzigsten, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Sonntag vor dem ersten Advent. Traditionsgemäß werden da auch die Gräber gerichtet, man bringt Blumen. Kerzen zünden die angepassten (evangelischen) Städter an. Am ersten November. Und die Wenigen, die den Totensonntag (diesmal am zweiundwanzigsten November, auch...

[mehr]

„Sie wollen immer den bösen König erlösen“

Märchen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Kinder haben ein klares Bedürfnis nach fantastischen und unglaublichen Geschichten, damit sie anhand von magischen Vorstellungen sich die Welt erklären. So bleibt der „allgemeine Geist der Kindlichkeit“ ein Leben lang in uns lebendig. Und diese „heimlichen Erzieher“, die seit Langem zum Alltagskulturgut gehören, lieben die Kinder. Das weiß Ramona Olasz, die Initiatorin des Bukarester...

[mehr]

Nicht Geld – der politische Wille fehlt!

Der UNO-Sonderberichterstatter für Armutsbekämpfung und Menschenrechte , Philip Alston, teilte auf einer Pressekonferenz seine Schlussfolgerungen nach einem Rumänienbesuch vom 2. bis 11. November mit, die in den UNO-Sonderbericht Sommer 2016 eingehen sollen. Der Schwerpunkt von Alstons Besuch konzentrierte sich auf die Situation der Roma, der Behinderten und von Kindern als besonders verletzbare Teile der rumänischen Gesellschaft. Die im...

[mehr]

Ein Verwaltungskreis vor der Pleite

In sechs Wochen, also bis zum Jahresende, müssten zwei der großen Projekte des Verwaltungskreises Karasch-Severin – die Modernisierung der Infrastruktur für Wasser- und Abwasserklärung sowie ein integriertes System zum Abfallmanagement – beendet sein. Für keines von beiden besteht die grundlegende Hoffnung, dass dies geschehen könnte. Deshalb droht die Gefahr, dass die EU 110 Millionen Euro (der Brüsseler Beitrag zum Siedlungswasserprojekt) und...

[mehr]

Zwischen Parks und Treppen

Im vergangenen Jahr besuchten über eine Millionen Menschen Rumänien. Natürlich ist Bukarest, neben dem beschaulichen Siebenbürgen und dem Donaudelta, eine der Hauptattraktionen des Landes. Häufig in großen Gruppen oder mit einem Reiseführer vor der Nase tummeln sich viele auf gängigen Pfaden zwischen Altstadt und Parlamentspalast. Aber es geht auch anders. Es ist ein sonniger Nachmittag, als ich mich mit Beatrice in der Bukarester Innenstadt...

[mehr]

Paradigmenwechsel in der Forschung

„Wie ist dein Hirsch?“ Wenn diese Frage unter Akademikern gestellt wird, geht es nicht um Wild und auch nicht um einen leckeren Braten, sondern um den Bekanntheitsgrad eines Wissenschaftlers. Der Physiker Jorge E. Hirsch hat im Jahr 2005 diesen Bewertungsindex vorgeschlagen. Seitdem macht die Kennzahl, die auf einer bibliometrischen Analyse beruht, d. h. auf Zitationen der Publikationen des Wissenschaftlers fußt, Schlagzeilen. Heute wird der...

[mehr]

Häusliche Gewalt und Kindesmisshandlung

Schmerzvolle Kindheit: Fast 500 Kinder aus dem Verwaltungskreis Temesch/Timiş wurden in diesem Jahr misshandelt. Die Anzahl von sexuell missbrauchten Kindern im Kreis Temesch ist gestiegen – dagegen wurden weniger Neugeborene in den ersten neun Monaten dieses Jahres ausgesetzt. So lautet die Bilanz für die Zeitspanne Januar-September 2015, die vom Temescher Kinderschutzamt veröffentlicht wurde. Die Abteilung für Prävention und Intervention in...

[mehr]

„Angst würde ich nicht haben, aber eine gewisse Befürchtung!“

Russland machte zunächst in der Ukraine-Krise, dann aber auch im Zusammenhang mit Syrien immer wieder Schlagzeilen. Was steckt hinter dem Verhalten des „großen östlichen Nachbarn“, fragen sich viele. Mögliche Antworten fanden wir bei Prof. Dr. Jutta Scherrer, gebürtige Ost-Berlinerin, Kulturhistorikerin und „Directeur d’études” an der hoch-etablierten École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris (EHESS), an der sie seit 1980 lehrt. Jutta...

[mehr]

Schreiben als Widerstand

Ein interdisziplinäres Symposium zu Elfriede Jelinek und Herta Müller findet in der Zeitspanne 26. bis 27. November in Wien (im MUSA Museum Startgalerie Artothek 1010) statt. Veranstaltet wird die Tagung von der Forschungsplattform Elfriede Jelinek: Texte - Kontexte - Rezeption und dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum. Das Symposium ist als interkultureller Dialog zwischen Expertinnen und Experten aus Österreich und Rumänien angelegt, teilen...

[mehr]
Seite 508 von 728