MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Der Visitenkartenfresser

Immer wieder passiert es mir, dass ich den Inhalt meiner Handtasche frustriert auf den Schreibtisch kippe. Die Visitenkarte von X oder Y – ganz sicher hab ich sie da reingetan! Doch nun ist sie weg. Unauffindbar! Auch nicht in der After-Eight-Schachtel der obersten Schreibtischschublade, die als Externspeicher für die ständig wachsende Datensammlung herhalten muss. Seit gut zwei Jahren beobachte ich das nun schon. Aber jetzt bin ich mir sicher:...

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Rumäniens Urwälder sollten unbedingt erhalten werden

Noch gibt es in Rumänien rund 200.000 Hektar Urwälder. Ihre Fläche hat aber in den letzten Jahrzehnten konstant und massiv abgenommen. Für Europa sind sie besonders wertvoll, da sie zu den letzten unseres Kontinents zählen und als Lebensraum für eine Vielzahl von anderswo sehr seltenen oder sogar ausgestorbenen Pflanzen und Tieren dienen. Einer der besten Kenner der rumänischen Urwälder ist der aus Siebenbürgen stammende Forstdirektor Dietmar...

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Geschäftsführer des Kreisrats Karasch-Severin in Untersuchungshaft

Ianăş Roşeţi, einer der Vertrauten des Kreisratspräsidenten Sorin Frunzăverde, wurde vergangene Woche in flagranti ertappt, als er 9000 Lei Schmiergeld entgegennahm. Laut Kommuniqué der Nationalen Antikorruptionsbehörde DNA sei die Summe Teil des Vorschusses gewesen für die von Ianăş Roşeţi geforderten 10 Prozent für die Vergabe des Schneeräumungsauftrags im kommenden Winter auf einem Abschnitt der DN6/E-70, die Temeswar durch den...

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„Keine Minderheit ist allein in Europa“

Regelmäßig veranstaltet die Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen (Midas) für Journalisten der Mitgliedszeitungen gemeinsame Studienfahrten in ein Minderheitengebiet Europas. Auf diese Weise wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, Erfahrungen aus der Wirklichkeit einer anderen Minderheit zu sammeln und sich mit Vertretern anderer Minderheiten auszutauschen. Minderheitenschutz und kulturelle Vielfalt sind...

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Ein Jahrzehnt Prozesse ohne Ende

Donnerstagvormittag Mitte April. In der Hauptstadt regnet es seit Stunden ohne Pause. Es ist kalt. Am Dâmboviţa Ufer/Splaiul Independenţei stehen drei Menschen vor dem Sitz des Bukarester Bürgermeisteramts. Darunter eine ältere, rundliche Dame mit einem rotschwarzen, unter dem Kinn gebundenen Kopftuch, die lauter als die anderen am Eingang Stehenden spricht. Sie trägt keine Jacke, nur zwei Pullover und zieht hektisch an einer Zigarette, die sie...

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WORT ZUM SONNTAG: Geformt nach dem Bilde Christi

Schon auf der ersten Seite der Bibel heißt es über den Menschen: „Gott schuf den Menschen als sein Abbild!“ Das klingt doch ganz anders als die Hypothese von Gelehrten, die aus alten Knochen herauslesen wollen und behaupten: Der Mensch sei das Abbild des Affen. Das Abbild Gottes in Menschengestalt offenbarte sich vollkommen in der Gestalt unseres Erlösers Jesus Christus. Der Apostel Paulus schreibt darüber im Kolosserbrief (1,15): „Er ist das...

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Frust in Arad: Nur ein Linienflug

Der Frachtterminal am Flughafen von Arad wird zum Teil umgebaut und umfunktioniert. Auf dem neuen Areal sollen künftig Passagiere abgefertigt werden und den Flughafen für weitere Gesellschaften interessant machen. Daraus ergäbe sich dann Potenzial für 200.000 Durchreisende pro Jahr. Zur Zeit fliegt eine einzige Fluggesellschaft von und nach Arad, die die westrumänische Stadt mit Mailand (Bergamo) verbindet. Etwa zwei Millionen Euro fließen in den...

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Schubladen

Von Geburt bis zum Tod tragen wir Etiketten. Schon mit dem Vornamen fängt es an: Völlig willkürlich wird er einem zugeteilt – hat uns einer je gefragt, ob wir ein ganzes Leben lang damit herumlaufen wollen? Ausgerechnet dieser – persönlichste! – Teil unserer Datenlandschaft sagt rein gar nichts über uns aus. Noch nicht mal zu Herkunft oder Familienzugehörigkeit, wie der Nachname. Dann höchstens zum Geschmack der Eltern oder zum vorherrschenden...

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In Westrumänien verdienen nur Temescher über dem Landesdurchschnitt

Fast 500.000 Menschen sind in den westrumänischen Verwaltungskreisen Arad, Hunedoara, Karasch-Severin und Temesch berufstätig. Die meisten davon, 214.000, arbeiten im Kreis Temesch, im Kreis Arad sind es 119.300, in den Ortschaften des Kreises Hunedoara 111.000 und in Karasch-Severin 53.700. Erwartungsgemäß sind die meisten Beschäftigten in der verarbeitenden Industrie und in der Baubranche sowie im Dienstleistungssektor tätig. Die wenigsten...

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Donaudurchbruch unter der Umwelt-Lupe

Das Rathaus des serbischen Veliko Gradiste am rechten Donauufer hat eine Studie veröffentlicht über die Zinkbelastung, die von den Abraumhalden des Klärteichs Tăuşani am rumänischen Donauufer ausgeht. Das Zink, das aus den längst nicht mehr gewässerten, also heute staubigen Abraumaufschüttungen des Kupferanreicherungswerks SC Moldomin Neumoldowa von den sturmartigen lokalen Winden der Donauklamm („Coşava“) verblasen wird, sei krebsauslösend,...

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