MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Exorzismus des staatlichen Bösen

Was traumatisiert, wird gerne verdrängt, was heute als Unrecht gilt, gerne totgeschwiegen. Zu nahe sind die Erinnerungen, zu viele der Beteiligten leben noch, sind Freunde, Onkel, Tanten, Großväter oder Nachbarn. Der (Un)rechtsrahmen hat sich mit der Revolution verändert - obwohl Gerechtigkeitsempfinden natürlich immer noch Gewissenssache bleibt. Viele der im Saal anwesenden Jugendlichen haben den Kommunismus nicht mehr miterlebt. Wohl aber ihre...

[mehr]

Pläne für die Kulturhauptstadt 2021

Der schwedische Spezialist Chris Torch ist der künstlerische Direktor für das Programm „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“. Das wurde in Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt gegeben, als sich Chris Torch den Vertretern der Medien vorgestellt und von seinen Plänen gesprochen hat. „Die ersten Monate des neuen Jahres werden für mich eine Orientierungsphase. Wichtig ist mir, unsere Kandidaturdokumentation, unseren Vertrag mit der...

[mehr]

„Die einzige Chance der dauerhaften Modernisierung“

42 Jahre lang unterrichtete er Volkswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft und Geldpolitik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der West-Universität Temeswar, zwischen 1992 und 2009 war er Vorstandsmitglied der Notenbank Rumäniens. Professor Dr. Silviu Cerna gilt als angesehener Fachmann für Finanzfragen sowie ausgezeichneter Experte für Transformationsfragen. Der Banater Professor verfolgt mit großer Aufmerksamkeit den Werdegang Rumäniens...

[mehr]

Straßenfotografie: Die Gesichter der Temeswarer

Versteckt hinter einer großen Kamera kann man ihm oft in der Temeswarer Innenstadt begegnen. Er knipst Passanten und präsentiert Menschen in Bewegung aus dem Temeswarer Alltag, eingefangen durch sein Foto-Objektiv. Milodrag Konstantinovici ist 62 Jahre alt und hat seine Leidenschaft für Fotografie erst vor zwei Jahren entdeckt. Seither fotografiert er fast täglich die Straßen, doch vor allem die Menschen von Temeswar, und lädt die Bilder auf...

[mehr]

Gedanken zum Weihnachtsfest 2016

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben … Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind. (Johannes 3,16.21 – 22)Wir durchleben eine Zeit voller Paradoxe, in der...

[mehr]

Weihnachtsbäckerei in der Temescher Kleinstadt Detta

Eine Weihnachtsbäckerei wie in Omas Küche – das wollte das Deutsche Forum in Detta seinen Mitgliedern in der Adventszeit anbieten, nur: Die Familie war diesmal wesentlich größer als früher. Mit dabei waren Kinder und Jugendliche der deutschen Volkstanzgruppe „Edelweiß“, die neben Erwachsenen und etwas älteren Frauen aus der Ortschaft alte, banatschwäbische Weihnachtsrezepte ausprobierten.  Die Kleinstadt Detta liegt ungefähr 40 Kilometer südlich...

[mehr]

Ungebremstes Wachstum, harter Aufprall: Rumäniens wirre Aufholjagd

Zehn Jahre seit dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union (II)Als Rumänien am 1. Januar 2007 der Europäischen Union beitrat, hatte das Land eine siebenjährige Wachstumsphase bereits hinter sich, die mit einem zarten Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent im Jahr 2000 durch die damalige Regierung des unabhängigen Ökonomen Mugur Is˛rescu eingeleitet wurde. Dieser hatte im Dezember 1999 ein heillos zerstrittenes Kabinett von seinem...

[mehr]

„Die EU-Mitgliedschaft war und ist ein großer Gewinn für Rumänien“

Ende einer Amtszeit: Nach dreieinhalb Jahren verabschiedet sich der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner Hans Lauk, nun aus Rumänien. Welches Fazit zieht er nach seiner Zeit in Bukarest, welche Fortschritte hat Rumänien vorzuweisen und wo stehen dem Land noch Anstrengungen bevor? Und nicht zuletzt: Wie steht es um die deutsche Minderheit? Vor seinem Abschied sprach Botschafter Lauk darüber mit ADZ-Redakteur Philipp...

[mehr]

Das Bild der Siebenbürger Sachsen bei den Rumänen nach 1918

Die von Cosmin Budeancă unlängst in Hermannstadt in der Buchhandlung Habitus vorgestellte Studie „Das Bild der Siebenbürger Sachsen bei den Rumänen nach 1918“ (auf Rumänisch) überrascht nicht nur durch den Umfang – sie umfasst 448 Seiten – sondern auch durch die akribische Ausarbeitung der 122 durchgeführten Interviews mit Rumänen aus den Kreisen Hunedoara, Alba und Hermannstadt. Wie diese die Siebenbürger Sachsen sehen, welches ihre Meinung über...

[mehr]

Angstverlagerungen

Europäische Hauptstädte gibt es viele, genauer gesagt 46. Vielleicht gibt es auch eine europäische Hauptstadt der Sicherheitsdienste und wenn ja, wie heißt diese?Parallel zu der staatlichen Präsenz von Jandarmerie und Poli]ie existiert hier in der Metropole eine atemberaubende Vielfalt unterschiedlichster Sicherheitsdienste und Einrichtungen zum Schutze von allem und jedem. Ist man in der Stadt unterwegs, fällt es einem schwer, sie nicht zu...

[mehr]
Seite 458 von 737