Wir haben im Leben vielerlei Aufgaben zu bewältigen. Welche aber ist unsere wichtigste Lebensaufgabe? Je nach Beruf und Vorlieben fallen die Antworten sehr verschieden aus. Wir fragen den Kaufmann nach seiner Lebensaufgabe. Er antwortet lapidar: „Ich will Geld verdienen!“ Er schließt Verträge ab, kauft und verkauft. Ist er mit allen Wassern gewaschen, rollt das Geld in seine Börse. So geht es viele Jahre hindurch. Doch eines Tages erscheint der...
Kurz vor Mitternacht in einem Bildegger Weinkeller bei der Weinprobe: Eine zierliche Frau mit lockigem, weißem Haar diskutiert lebhaft mit den anderen Sathmarer Schwaben. Genießt es in vollen Zügen, denn Geschichten und Anekdoten hat sie jede Menge zu erzählen. Sie scheint eine willensstarke Person zu sein und zeichnet sich durch ein besonders fröhliches Gemüt aus. Im Auto auf dem Rückweg nach Sathmar dürfen wir dann ihre verborgenere Seite...
„Europa und die deutschen Minderheiten“ lauteten Titel und Thema der Konferenz, die, von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) organisiert, am Freitag, dem 19. September, stattfand. Nach dem Impulsreferat, gehalten vom MdB Hartmut Koschyk, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, folgten Statements von MdB Dr. Bernd Fabritius, Hessens...
Kronstadt ist ohne die Zinne, dem sich über die Stadt erhebenden Berg (955 m), kaum vorzustellen. Es gibt sicher fast keinen Kronstädter, der nie auf dem „Hausberg“ der Stadt, der nördlichsten Erhebung des Schuler/Postăvaru-Bergmassivs war. Die Zinne, auf die man sowohl zu Fuß als auch mit der Drahtseilbahn gelangen kann, ist ein beliebter Ausflugsort, besonders weil man von hier eine wunderschöne Panorama-Aussicht auf Kronstadt hat. Einer...
II.Doch gehören zum „sind“ mehr als nur die Erfolge. Das „hier sein“ ist auch geprägt vom Kampf um Bereiche, die von enormer Wichtigkeit für den Fortbestand unserer kleiner werdenden deutschen Gemeinschaft sind.Der vermutlich wichtigste Bereich ist die Schule. Die Siebenbürger Sachsen hatten seit jeher ein fortschrittliches Lehrwesen. Seit dem 14. Jahrhundert gab es ein verpflichtendes Lehrwesen in Siebenbürgen. Mit anderen Worten, in einer Zeit,...
Wir sind heute zusammengekommen, um einen Meilenstein zu setzen, das Demokratische Forum der Deutschen, unser Forum, wird in Kürze 25 Jahre alt. Dazu aufgefordert, werde ich pflichtschuldig über diese vergangenen 25 Jahre sprechen, aber auch versuchen, einen Blick in die nächsten 25 Jahre zu werfen. Gleichzeitig werde ich über eine Generation sprechen, meine Generation, die zusammen mit dem Forum erwachsen wurde und von der wir alle die Hoffnung...
Jahrmarkter Deutschen schlägt die alte Kirchturmuhr schon länger nicht mehr die Stunden, weil dem Exodus Anfang der 90er Jahre ein fast totaler Bevölkerungsaustausch folgte in dieser früher zahlenmäßig stärksten schwäbisch-katholischen Gemeinde im Temescher Verwaltungsgebiet (rumänisch Giarmata). Die Stundenzahlen auf den Ziffernblättern – in alle Dorf-Himmelsrichtungen zu sehen gewesen – sind inzwischen auch schon ganz verwittert.„Am 24....
Picknick unter Eichen, Gedichte, die an Bäumen hängen, Theater in der Scheune, kalter Wein unter dem Sternenhimmel und eine bunte Katzenstatuette mit einer Feder – das verspricht in diesem Herbst das Kulturtreffen aus Katzendorf. Wer in das Dorf gelangt, das 9 Kilometer weit von Reps entfernt liegt, begibt sich in eine Zeitmaschine. Schon wenn man auf dem kleinen Bahnhof aus dem Personenzug steigt, wird man in längst vergangene Zeiten versetzt:...
Ein Gebäude aus dem Arader Stadtzentrum wechselt seinen Besitzer: Der ehemalige Sitz der Industrie- und Handelskammer des Verwaltungskreises Arad wurde vor Kurzem unter dem vermeintlichen Marktwert abgesetzt. Der Reisewaggonbauer Astra Vagoane Călători Arad hat eine Frist von wenigen Wochen, um die fällige Kaufsumme für das 1871 errichtete Gebäude zu begleichen. Wozu der neue Inhaber künftig das Gebäude auf der Gheorghe-Lazăr-Straße nutzen wird,...
Das Maschinenbauwerk UCM Reschitza befindet sich seit 2011 in Insolvenz. Seine Entwicklung lässt durchwegs keine optimistischen Prognosen zu, so lange es allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 33 Millionen Lei Verluste verzeichnen musste. Während in Reschitza die Medien und auch die in ihrer Mehrheit (von etwa zwei Dritteln der Belegschaft) bei 75prozentiger Lohnfortzahlung zu Hause sitzenden Arbeitnehmer des Unternehmens von „einem...