Marilena Brânda leitet den Buchverlag der West-Universität Temeswar, zieht drei Kinder auf und liebt Bücher über alles. Über Bücher und die Kunst, diese an den Mann zu bringen, sprach mit ihr ADZ/BZ-Redakteurin Ştefana C i o r t e a - N e a m ţ i u.Frau Brânda, wie sieht bei Ihnen ein Arbeitstag im Verlag aus?Der Tag beginnt früh und endet spät am Abend. Denn neben dem Geplanten tauchen sicher auch immer viele andere Dinge auf. Wir redigieren und...
Rumänien sieht sich mit vielen Krisen konfrontiert: energetisch isolierte Dörfer, in denen man wie im 19. Jahrhundert lebt, rurale Arbeitslosigkeit, soziale Probleme. Massenabholzungen gefährden den ohnehin stark ausgebeuteten Waldbestand. Die Müllhalden wachsen und Müll wird verbrannt, um Platz für neuen Müll zu schaffen. Probleme, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch bei der Konferenz zum Thema „Nationales Energieprogramm zur...
Als eines der ältesten Stadtviertel von Temeswar/Timişoara hat die Fabrikstadt (rumänisch „Fabric“) den Namen von den ersten Fabriken und Werken vor Ort im 18. Jahrhundert bekommen. Mit zahlreichen Werkstätten und allerlei Läden war das wirtschaftliche und soziale Leben in der Fabrikstadt früher sehr dynamisch und rege. Kaffeehäuser, Biergärten, Wirtshäuser und Restaurants animierten, vor allem am Wochenende, die Stimmung im Stadtviertel. Heute...
2857 Kilometer ist sie lang und gilt damit, nach der russischen Wolga, als zweitlängster Fluss Europas: die Donau. Sie durchfließt dabei zehn Länder – mit höchst unterschiedlichen politischen Strukturen, vor allem aber mit höchst unterschiedlichen Hochschulsystemen. Die allerdings wollen sich einander annähern, voneinander lernen – zum Beispiel unlängst auf der 1. Danube Conference for Higher Education, zu Deutsch: auf der ersten Donau-Konferenz...
„Den ersten Schritt ihres erwachsenen Lebens hat die Temeswarer Fakultät nun, zu ihrem 25. Gründungsjubiläum, gewagt, und sie hat ihn in einem Augenblick gewagt, als sie jenes Alter erreicht hat, in dem sie verstanden hat, warum sie gegründet wurde und wohin die Zukunft führt“ – mit diesen Worten beendete der Dekan der Rechtsfakultät der West-Universität Temeswar, Professor Dr. Lucian Bercea, sein Grußwort an die zahlreichen Gäste, die am 3....
Ja, es hat gewisse Vorteile, wenn man regelmäßig im Rundfunk präsent ist, als Beispiel dafür folgende wahre Geschichte: Am letzten Montag unterhielt ich mich in der Bibliothek in Düsseldorf-Benrath mit der Bibliothekarin. Da blieb eine ältere Frau neben mir stehen und fixierte mich; ich hielt inne und schaute sie fragend an, woraufhin sie sagte: „Lassen Sie sich bitte nicht stören, reden Sie ruhig weiter. Ich kenne Ihre Stimme aus dem...
Die Angestellten, Mitarbeiter und Freunde des Deutschen Staatstheaters Temeswar (DSTT) stellen sich auf die Seite des langjährigen DSTT-Intendanten Lucian Vărşăndan. Kurz nachdem bekannt wurde, dass die Amtszeit von Lucian Vărşăndan zu Ende gegangen ist und das Bürgermeisteramt nichts unternommen hat, damit die Kultureinrichtung weiterhin einen Leiter hat bzw. ihre Tätigkeit unter normalen Bedingungen entfalten kann, unterschrieben 86 Angestellte...
„Der Kahlschlag, den die Umweltschützer Mitte Oktober 2017 im Topliţa-Tal bei Franzdorf/Văliug und im weiteren Umfeld der Comarnic-Höhle mit Drohnen fotografiert und der Öffentlichkeit präsentiert haben und auf einem der von der Staatlichen Forstverwaltung RNP Romsilva verwalteten Forstareal stattfand und im Bereich des Nationalparks der Semenik – Karasch-Schluchten liegt, geschah unter den Bedingungen eines Verwaltungsvertrags zwischen RNP...
Wenn eine Kirchengemeinde auf 15 Seelen schrumpft, dann ist das für die Verbliebenen gleichzeitig traurig wie eine schwere Bürde, vor allem wenn die Erinnerungen an die große Vergangenheit so wach sind wie bei den evangelischen Gemeinden der Sachsen in Siebenbürgen. Der heute als Gemeindepfarrer in Selb tätige frühere Leiter der Evangelischen Akademie Siebenbürgen, Pfarrer Dr. Jürgen Henkel, betreute von 2003 bis 2008 die sieben evangelischen...
Das Roma-Viertel Gârcini in der Gemeinde Săcele ist als eine der größten Ansiedlungen von Roma landesweit bekannt. Inoffiziell sprach man von einer Bevölkerung von rund 10.000 Roma, die hier in Armut leben. Das Viertel hat in Săcele selbst und nicht nur dort einen schlechten Ruf, weil regelmäßig von diversen Straftaten, von Holzdiebstahl bis Gewaltverbrechen, berichtet wird, die aus diesem sozialen Brennpunkt hervorgehen.Eine Zählung und Umfrage...