MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

„Es fällt mir leichter zu verstehen, welche Herausforderungen Minderheiten in einem Land haben“

Seit September 2022 ist Anne Herrmann als ifa-Kulturmanagerin am Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) tätig. Sie kommt aus Dresden, hat lange in Berlin und Potsdam gelebt und kümmert sich nun um Kultur- und Jugendprojekte am DFDH. Zu ihrer Tätigkeit und ihren Eindrücken in Hermannstadt/Sibiu sprach sie mit ADZ-Redakteurin Aurelia Brecht. Frau Herrmann, seit Herbst 2022 sind Sie am DFDH tätig. Wie kam es, dass Sie eine Stelle...

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Wort zum Sonntag: Bußtag ist wie Geburtstag

„Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden Buße sei.“ So lautet die erste der fünfundneunzig Thesen, die Martin Luther am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittemberg anschlug. Mitte der 1970er Jahre war ich als junger Student der Theologie völlig begeistert von diesem beherzten Ton, obwohl ich damals mit meinen zwanzig...

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„Temeswar Kulturhauptstadt Europas 2023 macht uns stolz“

Dr. Hella Gerber wurde in Nitzkydorf geboren. Sie hat die deutschsprachige „Nikolaus Lenau“-Schule absolviert und lebt seit Mitte der 80er Jahre in Deutschland. Als Nephrologin und Fachärztin für Innere Medizin setzt sich Dr. Hella Gerber auch anders für ihre aktuelle und ehemalige Gemeinschaft ein. Seit mehreren Jahren ist die Rumäniendeutsche Vorsitzende des Kreisverbands Banater Schwaben Augsburg, Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft...

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#EndViolence#

Die Kampagne „16daysofActivism“ wird von der UN jedes Jahr ausgerufen und macht auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Dr. Elfriede Dörr, Delegierte der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien bei der Vollversammlung der Frauen des Lutherischen Weltbundes im September dieses Jahres, begegnet in diesem Kontext diesem Thema ganz neu. „Miss you, sister“, du fehlst mir, schreibt sie, du fehlst mir auch, antworte ich. Eine neue Freundschaft...

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Mittel- und Osteuropa zu Gast in Deutschland

Es sind zwei internationale Wochen, in denen die acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel von den unterschiedlichen Mediensystemen ihrer Länder erfahren. In denen sie sich über die unterschiedlichen Situationen und politischen Hintergründe in ihren Regionen austauschen. In diesem Jahr kommen sie aus Armenien, Bulgarien, Georgien, Kasachstan, Russland, Rumänien, der Ukraine und Usbekistan – das Sprachgemisch ist vorprogrammiert, die...

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Nachhaltigkeit als Zukunftsperspektive

Sie haben bestimmt in letzter Zeit viel von Nachhaltigkeit gehört und gelesen, wir möchten nachhaltig handeln. Wenn ich sage wir, das sind ein paar Freunde und Bekannte aus Bubenreuth und der Metropolregion Nürnberg. Den Verein Nachhaltig Handeln e.V. Bubenreuth wurde von mir, Alfred Theil, geborener Schäßburger, Anfang 2022 mit einigen Mitstreitern gegründet, um Volks- und Berufsbildung im Bereich der Nachhaltigkeit zu fördern. Der Verein sieht...

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Randbemerkungen: „Zu weiß, zu männlich, zu europäisch“

Es gibt in der Türkei, auf dem Gebiet des antiken griechischen Lykien, auf einem Berggipfel, eine bis heute touristisch unerschlossene Ruinenstadt, Oinoanda, wohin man nur zu Fuß gelangen kann. Die um 1840 von den Briten entdeckte und untersuchte Ruinenstadt in einem erdbebengeschüttelten Gebiet gab ab 1884 erste Fragmente der in Stein gemeißelten größten antiken Inschrift preis. Gezeichnet ist sie von Diogenes von Oinoanda, ein anscheinend sehr...

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„Märchenland ist abgebrannt“

Deutschland als Vorbild und Motor der EU? Oder: vor Flutkatastrophe nicht früh genug gewarnt, eine Bundeswehr wie eine Dorfarmee und im Blindflug durch die Pandemie... In „Staatsversagen. Wie unsere Politik Deutschland vor die Wand fährt“, nimmt der freie Autor und Journalist Hans-Jürgen Moritz kein Blatt vor den Mund. Immerhin schreibt er seit mehr als drei Jahrzehnten über das Zeitgeschehen aus Berlin, Bonn, Washington DC und Brüssel, für...

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Journalistik und Jugendarbeit für deutsche Minderheiten in Rumänien und Ungarn

Erste Einblicke in die Arbeit des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) hat der mittlerweile 36-jährige Philip Klein als freier Mitarbeiter der Deutschen Allgemeinen Zeitung in Almaty, in Kasachstan, erhalten. Damals lernte er eine ifa-Redakteurin kennen, die dort gelebt und gearbeitet hat. Die Arbeit habe ihn interessiert und angesprochen und seitdem habe Philip auch das ifa als Organisation verfolgt: um zu verstehen, wie und wo die...

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Das Private ist politisch

Es tut mir leid.  Ich weiß, das ist nun nicht mehr von Bedeutung. Aber ich meine, ich habe wirklich alles getan.Ich glaube, jeder würde mir darin zustimmen. Unseren Dialekt habe ich auch nach der Auswanderung gesprochen. Und jeden Freitagabend bin ich zur Probe in die Tanzgruppe gegangen. Die Landeskundeseminare habe ich mit organisiert und Geschichtsbücher gelesen, die es früher daheim nicht zu kaufen gab. Ich war damit beschäftigt, das...

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