Dass ich schon ein ganzes Weilchen aus dem Spielzeugalter raus bin, merkte ich deutlich, als meine Freundin Birgit aus Italien im Rahmen einer Hilfslieferung Spielsachen an arme Kinder im Norden Rumäniens verteilte. In ihren Reisetaschen tummelten sich gar seltsame Dinge. Ein orangeroter Plastikhund zum Beispiel, der meinen fragenden Blick aus himmelblauen Glitteraugen erwiderte: Sollen Spielhunde nicht kuschelig sein? Birgit klärte mich auf:...
Nach einem reichen Fischfang sprach Christus zu Petrus: „Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen!“ Damit meinte er, dass Petrus und die übrigen Apostel Menschen für Gott gewinnen werden. Aber diese Arbeit ist weit mühevoller als ein Fischfang auf der See Genesareth. Darauf wies Christus mit folgenden Worten hin: „Seht, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe!“ Er wollte damit sagen: Wie ein Schaf waffenlos ist, so sollen auch...
Ich war vor gut einer Woche in Bukarest, und es herrschten dort 36 Grad im Schatten. Die Klimaanlagen liefen überall auf Hochtouren, wodurch das Stromnetz immer wieder vielerorts kollabierte. Ich saß wie gelähmt da, dann ging ich in einen Biergarten und bestellte mir ein kaltes Bier, aber bis ich es zum Mund führte, war es bereits lauwarm, so glühend heiß war die Luft in der rumänischen Hauptstadt.Ich schwitzte, was das Zeug hielt, mir war leicht...
Seit dem 4. Juli 2012 steht die Welt der Wissenschaft Kopf. Das seit über 40 Jahren gesuchte Higgs-Boson – euphorisch „Gottesteilchen“ genannt – scheint endlich gefunden, vermeldet das Kernforschungszentrum CERN in Genf. Damit erhält das lange Zeit als verstaubt betrachtete, jedoch immer wieder neu belebte Standardmodell zur Erklärung der Entstehung des Universums und der darin vorkommenden Materieteilchen und Kräfte neue Bedeutung. Denn das...
Nicolae Robu, der neue Bürgermeister von Temeswar/Timişoara, wurde vor Kurzem vereidigt. Schon an seinem ersten Arbeitstag als Bürgermeister beschäftigte sich Robu mit den vitalen Problemen der Temeswarer Innenstadt. Sein Hauptaugenmerk in seiner Tätigkeit als Bürgermeister – es ist auch eine Priorität für den Temeswarer Stadtrat – gilt zunächst der Glaskonstruktion am Temeswarer Opernplatz. Schon in der Wahlkampagne versprach Nicolae Robu, das...
Das Internetportal Anunturiparticulari.ro hat einen Trendbericht über die Entwicklung der Preise von Wohnungen in Hochhäusern – das meistgenutzte Marktsegment in der Immobilienbranche in Rumänien – in Bukarest veröffentlicht. Fazit: die von Verkäufern von Wohnungen per Kleinanzeigen geforderten Preise sinken nach wie vor, die Zahl der zum Verkauf angebotenen Wohnungen verringert sich konstant. Vom Januar bis Anfang Juli 2012 glitten die...
Für Ausflüge ins Grüne gab es im Kommunismus, also bis 1989, keinerlei gesetzliche Regelungen und Vorschriften im Umgang mit der Natur und der Umwelt. Dafür gab es genug Natur im schönen Vaterland. Die Flucht ins Grüne, aus der grauen Stadt für Erholung, Unterhaltung, Spaß und Freizeitgestaltung im Freien bei den Leuten, groß und klein, genauso beliebt wie heute. Es ging vor allem darum, für kurze Zeit der Monotonie des kommunistischen Alltags...
Bei meinem Neapel-Besuch stellte ich Folgendes fest: Der typische Neapolitaner redet extrem viel und laut, und zwar nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit Händen und Füßen, denn er verfügt über einen beträchtlichen Energieüberschuss. Seine Zielstrebigkeit ist unübertrefflich, vor allem, wenn er sich auf Rädern fortbewegt. Er weiß ganz genau, wo er hinkommen möchte, und davon lässt er sich durch nichts abbringen, auch durch eine rote Ampel...
Der nächste Schritt in der Erarbeitung des Temeswarer Stadtentwicklungskonzepts ist, die Prioritäten für die nächsten zehn Jahre festzulegen. „Das Projekt, das wir machen, ist nicht die einzige Rettung der Stadt“, behauptet der Klausenburger Architekt Eugen Pănescu (E.P.), der bei dem Projekt mitgearbeitet hat. Architekten aus Temeswar, Klausenburg und Bukarest haben ihr Know-how zusammengetan und einen Plan für die städtebauliche Entwicklung der...
Elf Stars, ein Rasen und ein Ball, Gänsehauterlebnisse auf der Tribüne, Singen, Pfeifen und Tanzen im Publikum, jubelnde Straßenfeste oder etwas enttäuschte Gesichter, (hoffentlich keine) gelben und roten Karten – das Spiel erkennen wir sofort. Nein, nicht von der UEFA EURO 2012 ist hier die Rede! Wussten Sie nicht, dass auch Minderheiten Fußball spielen können?Sie haben seit vier Jahren sogar eine eigene Europameisterschaft, die „Europeada“,...