MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

„Integration oder Kollaps“

Richard Nikolaus Eijiro Graf von Coudenhove-Kalergi (1894-1972), Sohn des 16 Sprachen beherrschenden k.u.k. Diplomaten Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi und der Japanerin Mitsuko Aoyama, ein Weltbürger durch Geist und Geburt (aus böhmischem Adelshaus, das seinerseits Wurzeln in Flandern hat, mit polnischem, norwegischem, baltischem, französischem und deutschem Einschlag einerseits, andererseits mit byzantinischen Vorfahren, die bis auf die...

[mehr]

Auf dem Kreidestrich gehen

Mit 18 Jahren beginnen die meisten Jugendlichen einen neuen Lebensabschnitt – oft mit Glückwünschen, Geschenken oder einer Party. Die Zuständigen für ihre Erziehung haben in diesen Jahren nie außer Acht gelassen, dass dieses die Welt der am besten Angepassten und Fittesten ist; ein Wettlauf, dessen Startlinie nicht für alle die Gleiche ist, denn man ist die Summe der Dinge, die in einen investiert werden. Doch was, wenn mit 18 Jahren niemand auf...

[mehr]

Dialog gegen Gewalt

Gewalt kennt viele Formen. Sie reicht von körperlicher und psychischer Gewalt bis hin zu digitaler oder Cyber-Gewalt. Gerade an Schulen werden all diese Arten von Gewalt angetroffen – letztere verstärkt in den vergangenen Jahren, wie auch der jüngste Bullying-Fall am „Grigore Moisil“-Lyzeum oder derjenige, der sich im Dezember 2024 an der deutschen „Nikolaus Lenau“-Schule in Temeswar/Timișoara zugetragen hat, der auch mit körperlicher Gewalt...

[mehr]

Der Zuhälter, das Bordell und die Pinguine

Wir haben die „tariffs“. In einer Pose, die an die hölzernen menühaltenden Standfiguren vor Restaurants und Kneipen erinnert, das starre, gekünstelt wirkende Lächeln verlangt regelrecht nach diesem Vergleich, präsentierte der blonde Clown in Washington der Welt, was zukünftige Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten kosten sollen. Wie ein Zuhälter stellt er sein Land in das Dirnenschaufenster und legt für jeden Freier einen individuellen...

[mehr]

„Die Kraft in sich zu spüren, um Dinge zu verändern“

Die Welt ist eine Bühne. Was könnte einen dann besser auf das Leben vorbereiten als Schauspiel? Nicht etwa, weil es Täuschung und Sich-in-Szene-Setzen bedeutet, sondern – ganz im Gegenteil! Gefragt sind Einfühlungsvermögen, Empathie und Aufmerksamkeit, auch für winzige Details. „Das Ich muss erst mal hinten anstehen“, erklärt Sylvia Rotter, Gründerin des seit 2005 auch in Rumänien existenten Wiener Kindertheaters. Jedes Jahr brilliert es sowohl...

[mehr]

Kulturzentrum und architektonisches Meisterwerk

Sieben Jahre sind vergangen, seit sich die Idee zu konkretisieren begann, aus der total abgewohnten und vor einem gänzlichen physischen Ruin stehenden ersten Grundschule von Reschitza, nach ihrem Lehrer und Erbauer August Pittner „Pittner-Schule“ genannt, ein architektonisches und denkmalpflegerisches Vorzeigezentrum zu machen, das zudem von der federführenden Architektin Ioana Mihăiescu auch zu einem wegweisenden Beispiel für die Rettung und...

[mehr]

Klirrender Sprung in eine Bresche der Volkswirtschaft

Früher quarzhaltiger Sand, heute zerstoßenes Altglas: hinter dem Tor und Betriebsschild der sozialistischen „Societatea Comercială Cooperatistă pe Acțiuni‚ Constructorul‘” auf der Bahnhofsstraße von Mediasch wird dem industriellen Einbruch in Rumänien des vielleicht stolzesten Handwerks überhaupt getrotzt. Landesweit berühmt für ihre Glasbläsereien waren Jahrzehnte und Epochen hindurch auch Bistritz, Thorenburg/Turda und Freck/Avrig, bis unter...

[mehr]

Wie retten wir unsere Kirchenburgen: Behalten oder Veräußern?

Um über die sächsischen Kirchenburgen in Siebenbürgen zu recherchieren, kommt man an drei Autoren nicht vorbei. Es ist vor allem Hermann Fabini mit seiner umfangreichen Dokumentation in Wort und Bild über alle Kirchenburgen, dann der Reiseführer Siebenbürgen von Heinz Heltmann und Gustav Servatius über Land und Leute, und nicht zuletzt der deutsche Kunsthistoriker Arne Franke mit seinem Handbuch über das wehrhafte Sachsenland, das eben in Potsdam...

[mehr]

„Das will ich versuchen – dass die Leute hier im Forum bleiben“

Stefan Kézdi stieg vor fast vier Jahren in die Jugendarbeit des Hermannstädter Jugendforums ein. Seit November 2024 ist er Jugendreferent am Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH). Geboren ist er in Regen/Reghin, aufgewachsen in Heltau/Cisnădie. Mitte letzten Jahres hat er sein Abitur am Gheorghe-Lazăr-Lyzeum abgelegt. Jetzt studiert er im ersten Studienjahr Ingenieurswissenschaften. Mit ADZ-Redakteurin Aurelia Brecht sprach er...

[mehr]

Ein Gewinn für Deutschland, ein Verlust für Rumänien?

Mit der Absicht, eine Facharztausbildung in Deutschland zu beginnen, trafen am Dienstagabend, dem 18. März, sieben Medizinstudierende der Carol-Davila-Universität im Goethe-Institut in Bukarest zu einer Informationsveranstaltung ein. Der Veranstalter, ein deutscher Facharzt, hat sich darauf spezialisiert, angehende Mediziner aus Osteuropa auf diesem Weg zu begleiten: von der Sprachprüfung bis zur Bewerbung an deutschen Kliniken.

Viele der...

[mehr]
Seite 55 von 740