MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Zwischen natürlicher Wirtschaftsentwicklung und politischem Risiko

Ungarische Investitionen in Rumänien, fokussiert insbesondere auf das Szeklerland und Siebenbürgen, sorgen immer öfter für Schlagzeilen, zumal sie von Bukarest aus als politische Einflussnahme der Budapester Regierung durch Förderung eines regionalen, auf die ungarische Minderheit fokussierten Separatismus und in weiterer Folge einer Einmischung in die Innenangelegenheiten Rumäniens und einer (wenigstens symbolischen) Wiederherstellung des...

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Randbemerkungen: Einmal Securitate, immer Securitate

CNSAS, dem rumänischen Pendant der Gauck-Behörde, wird also 25 Jahre nach seiner unter Geburtswehen erfolgten Gründung und 36 Jahre nach der angeblichen Wende immer noch kein uneingeschränkter Zugang zum Aktenberg gewährt, den die diversen Zweige der Securitate, der kommunistischen Überwachungs-, Terror- und Mordorganisation, angehäuft haben. Das lässt Raum für Spekulationen offen und oft zeigt´s sich, dass die Spekulierer recht hatten. Die...

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Warum Rumänien lieber Steuern erhöht, statt seinen aufgeblähten Staatsapparat zu reformieren

Der jüngste Entscheid des rumänischen Verfassungsgerichts, der das neue steuerpolitische Maßnahmenpaket der Regierung Bolojan für verfassungskonform erklärt, beendet zwar die juristische Debatte – nicht aber die ökonomische. Die Anhebung von Steuern, insbesondere für Kleinstunternehmen und Selbstständige, zeigt eines deutlich: Anstatt den Staat zu verschlanken, greift die Regierung lieber in die Taschen jener, die Wert schaffen. Rumänien leidet...

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Erster Band „Encyclopaedia Bannatica“ vorgestellt

Ein außergewöhnlicher Band mit anspruchsvoller grafischer Gestaltung erzählt die Geschichte des Banats aus einer besonderen Per-spektive: durch die Persönlichkeiten, die diese Region im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. „Encyclopaedia Bannatica. Valori ale Banatului de la origini până la Imperiul Austriac” („Encyclopaedia Bannatica. Werte des Banats von den Ursprüngen bis zum Österreichischen Kaiserreich“) wurde Anfang Dezember in...

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Können Begegnungsräume Demokratie fördern?

 

„In ganz Europa stehen Gesellschaften vor großen Herausforderungen: zunehmende politische Polarisierung, schrumpfende zivilgesellschaftliche und kulturelle Räume sowie wachsendes Misstrauen in demokratische Prozesse begegnen uns überall“, so die Organisatoren von „Contact Zones in Practice“ in ihrer Ankündigung. Doch sie haben einen Lösungsansatz: Begegnungsräume. Darin sollen Menschen positiv aneinandergeraten und in „gegenseitigem...

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„Es war wie ein Wunderland für mich“

Edit Slezák gehört der ungarischen Minderheit in der Slowakei an und war viele Jahre Verlagsleiterin in den Verlagen, die die ungarische Tageszeitung „Új Szó“ und die Wochenbeilage „Vasárnap“ herausgeben. Sie war von Beginn an bei MIDAS dabei, saß seit der Gründung im Vorstand und war von 2013 bis 2025 Präsidentin. Die Fragen stellte Hatto Schmidt.

Wie sind Sie zu MIDAS gekommen?

Da gibt es eine persönliche Schiene und eine von der Seite der...

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Zugebissen: Cojones

Als Ernest Hemingway die Männlichkeit und den Mut mittels des Vorhandenseins oder des Fehlens von „cojones“ definierte, machte er die Hoden als Begriff salonfähig. Eine ähnlichen Bedeutung hat in der rumänischen Sprache die Formulierung „a avea sânge în instala]ie“ (wörtlich: Blut in der Anlage haben). Diesen Begriff benutzte der sich inzwischen in Rente befindende Richter Cristi Danileț 2019, um den Auftritt von Staatsanwalt Claudiu Sandu, der...

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Quo vadis, Erinnerungskultur?

Wir leben in einer Zeit, in der Wissenschaftlern historische Archive offenstehen. In der sich Forscher immer noch mit Deportationen, dem Holocaust und Genoziden im 20. Jahrhundert auseinandersetzen – obwohl doch schon so viel bekannt ist. Und auch der rumänische Staat hat seine Hausaufgaben gemacht: Seit 2002 sind Organisationen, Symbole und Handlungen mit faschistischem, legionärem, rassistischem oder xenophobem Charakter sowie der Personenkult...

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Was tun gegen Schwund der Minderheiten?

 

Fast 50 Millionen Bürger der Europäischen Union gehören einer sprachlichen oder nationalen Minderheit an, das sind knapp zehn Prozent. „Sie stehen für 89 Prozent ihrer Vielfalt“, heißt es in einer Anfrage, die der damalige FUEN-Präsident und EU-Parlamentarier Loránt Vincze im Februar als Erstunterzeichner zusammen mit 22 anderen Abgeordneten an die EU-Kommission richtete.

In der Anfrage verwiesen die Abgeordneten darauf, dass in den...

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Deportation – ein europäisches Phänomen

Der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die Verbrechen des Nazi-Regimes: die Extermination der jüdischen Bevölkerung und anderer unerwünschter Gruppen in Vernichtungslagern. Vertraut ist man – in Rumänien, und seit Herta Müllers Roman „Atemschaukel“auch  darüberhinaus – mit der Verschleppung der Deutschen Minderheit nach Russland oder den nicht ethnisch motivierten Zwangsumsiedlungen in die Bărăgan-Steppe im Kommunismus. Über die Deportation der...

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