MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Schreiben macht frei

Die „Rheinische Post“, die meistgelesene Zeitung Nordrhein-Westfalens, berichtete diese Tage, dass eine Reihe von rumänischen Spitzenpolitikern und Unternehmern in den letzten Jahren wegen Korruption in Haft gekommen seien. Laut einer Neuregelung zum Straferlass müssten diese Häftlinge weniger einsitzen, wenn sie während der Haft Bücher schreiben und veröffentlichen würden, so die Rheinische Post. Es gäbe 30 Tage Hafterlass pro veröffentlichtem...

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Der Wunsch nach politischer Veränderung und die Bereitschaft, politisch aktiv zu werden, wachsen in Rumänien

Die rumänische Gesellschaft, vor allem die rumänische Jugend, ist protestwilliger als man es noch vor wenigen Jahren hätte erahnen können. Das stellen nicht nur die jüngsten Sozialbewegungen unter Beweis, sondern auch die Ergebnisse einer Jugendstudie des Rumänien-Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Darüber, aber auch über die innenpolitische Landschaft im Wahljahr 2016,  die Sozialpolitik sowie europapolitische Themen wie...

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Einweihung des Rolf-Bossert-Saals in Reschitza

Am 17. Februar stand Rolf Bossert (1952-1986) im Mittelpunkt seines Geburtsortes Reschitza: Das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen (DFBB), der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza”, die „Paul Iorgovici“-Kreisbibliothek Karasch-Severin und das „Diaconovici Tietz“-Lyzeum in Reschitza gestalteten eine Gedenkveranstaltung zum 30. Todestag des Lyrikers, Übersetzers, Essayisten und Herausgebers....

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Halali, jetzt kommt die Waldpolizei

Die rumänischen Wälder sind längst nicht mehr die von Nationaldichter Mihai Eminescu besungenen märchenhaften Urwälder (codrii de aramă). Fichten und Tannen, Buchen und Eichen, Pappeln und Linden stehen wohl noch auf 27 Prozent der Landesfläche, die Karpaten gelten noch immer als „grünes Rückgrat Europas“, nach den neuen EU-Normen auch 23,4 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiet (148 Vogelschutzgebiete und 383 FFH-Gebiete). Noch, doch wie...

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Anatomie-Stunde oder öffentliche Leichenschau?

Das menschliche Gehirn steckt hinter einer Glaswand. Es ist rosa und wellig. Auf der einen Hälfte hat es einen schwarzen Fleck: getrocknetes Blut. Mit Begeisterung betrachten es die Medizinstudenten, die sich gerade die Exponate der Ausstellung „Our Body“ in der Theresienbastei des Banater Museums in Temeswar/Timişoara anschauen. „Hirnschlag“ steht auf der kleinen Tafel nebenan. „Daran ist der Mensch gestorben, dessen Hirn hier ausgestellt ist“,...

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WORT ZUM SONNTAG: Zeit der geistigen Erneuerung

Überall in der Welt wird ständig von Reformen gesprochen: Reformen in der Politik, im Wirtschaftsleben, im Erziehungs- und Bildungswesen, im kulturellen und sportlichen Bereich. Wir brauchen nur die heutigen Verhältnisse mit denen von vor zwei Jahrhunderten vergleichen, so wird der gewaltige Fortschritt offenbar. Dementsprechend muss es in allen Lebensbereichen Veränderungen, also Reformen geben. Das gilt nicht nur für das sogenannte „profane...

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Mit der Liebe links-rechts spielen

Heiratsanzeigen oder zwangslose Partnersuche, wahre Liebe oder One-Night-Stands. Ob für ein Rendezvous spät in der Nacht oder für die erhoffte Entdeckung eines Seelenverwandten, ist die digitale Partnersuche immer angesagter. Technologie sichert einen bequemeren und schnelleren Weg als die traditionelle Methode, jemanden zum Kaffee einzuladen. Und man muss auch nicht lange suchen, es gibt mehrere Orte, an denen Singles sich online versammeln: Die...

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Todesgefahr für Fußgänger

4. Januar 2016. Mihai Donţu, Kronstädter Parlamentsmitglied, verursacht an einem Fußgängerübergang in der Nähe der Einkaufszentren in der Bukarester Straße/Calea Bucureşti einen Unfall, bei dem ein 60jähriger sein Leben verliert. Der Unfall ereignet sich spät am Abend. Später erklärt Donţu der Polizei, dass er den Fußgänger wegen Nebel und Dunkelheit nicht gesehen hat. 5. Januar 2016. Weniger als 24 Stunden nach diesem tragischen Vorfall wird ein...

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Ursula Ackrills Hommage an Bukarest

Die deutsche Literatur hat doch eine Menge Freunde, wie die gut besuchte Lesung von Frau Ackrill zu ihrem Debüt Roman „Zeiden, im Januar“(Rezension: ADZ, 29. März 2015 „Das zweite Gebot der Sachsen ist Schweig‘“) bewies. Auf Nachfrage verzichteten die Zuhörer sogar auf langwierige Übersetzungen, zumal auch die Textauszüge gedruckt auf Rumänisch vorlagen. Für die Leitung des Goethe-Instituts, vertreten durch Frau Dr. Evelin Hust, eine schöne...

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Suche nach verlorenen Schatten

Erst waren es die Farbschatten, dann die Grau-schatten, dann der Sach-schatten, die nach und nach verschwanden. Selbst die gleißendste Sonne zeichnet nun kein Abbild der Dinge mehr auf den Boden, stellt Peter Gottlieb fest - und will sich damit nicht abfinden. Auf seiner Reise durch Deutschland nimmt er den Kampf gegen die Behörde auf, die den verlorenen Schatten verwaltet. Doch ein Recht auf Schatten zu fordern, zeigt sich mitunter als...

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