MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Acht Jugendjahre in Kohlengruben

Geboren wurde Franz Mathis am 10. November 1928 in Jahrmarkt, wo er kurz nach der Wende von 1989 auch gestorben ist. Bekannt war er im Dorf unter dem Spitznamen Schuster Franz, weil sein Vater Schuster war und am Eckhaus Zigeunergasse – Insel bzw. Bahnhofsgasse eine Werkstatt hatte. Franz zählte am 14. Januar 1945 zur Gruppe Jugendlicher, die noch nicht volljährig, juristisch noch im Kindesalter waren und laut Akten nicht hätten deportiert...

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Mittel Mord

Hinter der mit dem Kongress nicht abgesprochenen Vorgangsweise des Donald Unberechenbar beim Tötungsbefehl des iranischen Terroristengenerals Qasem Soleimani muss auch eine Manipulationsabsicht des US-Präsidenten gesehen werden: Er lenkte die sich intensivierenden öffentlichen Diskussionen rund um sein Amtsenthebungsverfahren ab auf die internationale Ebene, und er schlug kräftiges Wahlkampfkapital daraus. Amerikanische Präsidenten, die in...

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„Für mich ist die Schule mehr als nur ein Arbeitsplatz“

Laura Wittstock (43) ist seit dem Herbst neue stellvertretende Leiterin der Gymnasialschule Nr. 12 in Kronstadt/Brașov, eine der beiden Lehranstalten in der Stadt, wo Deutsch als Muttersprache unterrichtet wird – die Schule hat auch eine rumänische Abteilung. 27 Lehrer unterrichten in der Schulgasse 636 Schüler von der Vorschulklasse bis zur 8. Klasse auf Deutsch. Die im Bereich Psychologie und Bildungswissenschaften ausgebildete Lehrkraft, die...

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Aus der Sicht russischer Archive

Teil 1 und Teil 2 (...)Am 5. November 1945, stellte Generalmajor S. I. Schemen, der stellvertretende Leiter des GUPVI (Hauptverwaltung für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen und Internierten) des NKWD, dem stellvertretenden Innenminister der UdSSR, Generaloberst I. I. Kruglow, einen detaillierten Bericht über den Zustand der im Jahre 1945 mobilisierten und verhafteten Deportierten in der UdSSR zu. Dieser Unterlage zufolge befanden sich am 1....

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Aus der Sicht russischer Archive

Teil 1 Zehn Tage nach dem Erlassen des Geheimbeschlusses Nr. 7161 des Staatskomitees für Verteidigung der UdSSR vom 16. Dezember 1944, richteten die drei mit der Deportation der Deutschen aus Osteuropa beauftragten NKWD-Generäle (Apollonow, Gorbatjuk und Sladkewici) einen detallierten Bericht an L. Beria, in dem sie die „Hauptvorgänge zur Vorbereitung der Operation betreffend die Internierung und den Transport der Volksdeutschen in die UdSSR“...

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Mozart, Bach und Vivaldi, die Freunde der Kinder

Eine Reihe von neun Kinderbüchern über bedeutende Komponisten, „Povestiri din Pădurea Muzicală“ (Geschichten aus dem musikalischen Wald)  von Cristina Andone, bringt seit einigen Jahren Kindern in Rumänien klassische Musik näher. Kleine Elfen, die Namen großer Komponisten tragen und deren Musik durch ihre Persönlichkeit verkörpern,  führen die kleinen Leser auf spielerische Weise in den Zauber der klassischen Musik ein. 

Anhand von Geschichten...

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Farbe bekennen und Grenzen überwinden

Jahreslosung: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Mk.9,24 

Liebe Schwestern und Brüder!

Das Jahr 2019, das unter dem Aufruf der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ stand, ging etwas versöhnlicher zu Ende als es begann. Europa ist von den rechts- wie linksradikalen Mächten um es und in ihm zwar hin- und hergerissen worden, aber die ausgeglichenen versöhnenden Kräfte haben obsiegt. Nach den Wahlen im Mai und im November und dem...

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Schwäbische Tänze, Klavierspielen und Programmieren

Er spielt Klavier, tanzt schwäbisch und codet in seiner Freizeit: Mario Mateaș (18) aus Lowrin/Lovrin gehört zu jenen Teenagern, die keine Zeit zum Langweilen haben. Der junge Mann, der die Informatik-Klasse am Lyzeum in Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare besucht, plant, nach dem Schulabschluss an der Technischen Universität „Politehnica“ in Temeswar/Timișoara zu studieren. Seine Wahl überrascht niemanden: Mario möchte nämlich...

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Aus der Sicht russischer Archive

Bei der Gedenkveranstaltung aus Anlass der 75 Jahre seit der Deportation von Rumäniendeutschen zur Aufbauarbeit in die ehemalige Sowjetunion im Januar 1945 wird auch das in rumänischer Sprache im Honterus Verlag erscheinende Buch von Dr. Ilie Schipor „Deportarea în fosta URSS a etnicilor germani din România. Argumente arhivistice ruse“ vorgestellt. Das Buch umfasst eine Studie des Bukarester Militärhistorikers, in der die Deportation anhand der...

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Fünf Jahre später

„Wässen se et schin, det Susi äs uch hä!“ Frau Lisi erzählt es immer wieder, wenn wir einander beim Frühstück im Dr. Carl-Wolff-Heim in Hermannstadt/Sibiu begegnen: Ihre alte neue Freundin, ihre Bettnachbarin im russischen Lager bei Tschassoviar, ihre Leidensgefährtin aus der Deportationszeit, wohnt nun auch im Altenheim. Ein einziges Mal haben sie einander hier gesehen. Susi verlässt ihre Abteilung nicht wegen des kranken Ehemanns und Lisi traut...

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