Ärgerlich, das ewige Abgefragt-Werden, oder? Obwohl es ab und zu Sinn macht, weil manches elementare Wissen nun einmal doch voraussetzt, dass Allgemeinbildung Auswendig-Lernen erfordert. Pauken muss gelegentlich sein, nichts zu machen. Was aber, falls ein Gedicht quälender Länge obligatorisch zählt, und aller Inhalt beim Herunterrasseln aus dem Gedächtnis wegen der Gefahr von schlechter bis vernichtender Benotung weder Schüler noch Lehrer...
Ein Bär wollte in die Schule. An einem Sommersonntag verließ er seinen vertrauten Wald, stapfte über Wiesen und Flure, zielstrebig auf jene Stadt zu, von der er genau wusste, dass sie existierte. Kurze Zeit später stand er mitten im Hermannstädter Betondschungel. Das Ereignis war so unerhört, dass die Behörden noch vor Morgengrauen die Bevölkerung warnten, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen. Der letzte Besuch eines großen braunen...
Das „Neujahrslied-Singen der Banater Schwaben“ wurde am 24. März 2026 als „gutes Praxisbeispiel“ in die Bayerische Liste des immateriellen kulturellen Erbes der UNESCO aufgenommen. Dazu gehören „lebendige Traditionen, die einer Gemeinschaft ein Gefühl der Identität und Kontinuität vermitteln“, sie müssen „von Generation zu Generation weitergegeben und dabei in Auseinandersetzung mit der Umgebung fortwährend neu gestaltet“ werden.
Temeswar/Timișoara und das Banat zählen weiterhin zu den dynamischsten Wirtschaftsregionen Rumäniens und ziehen Investoren durch ihre vorteilhafte geografische Lage, die gut ausgebaute Infrastruktur und die qualifizierten Arbeitskräfte an. Der Deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat (DWC), ein Zusammenschluss von Unternehmen und Unternehmern aus dem deutschsprachigen Raum und Rumänien, spielt eine wichtige Rolle bei der Stärkung der...
„Rumänien ist ein unterschätztes Land“ schreibt Politikwissenschaftler Stefan Hofmann im zweiten Heft der Serie „OST-WEST Europäische Perspektiven“, herausgegeben von Renovabis, Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, Titel: „Im Fokus: Die Vielfalt Rumäniens“. Den einleitenden Satz kann man spontan unterstreichen - doch möchte man auch hinzufügen „… und ein nicht ganz leicht zu verstehendes“. Das...
„Grausame Verbrechen, mysteriöses Verschwinden und schreckliche Krankheiten – all das ist mit diesem Kloster verbunden, (...) an dem das Paranormale die Vernunft ersetzt“, schreibt die Onlinezeitung „Adevarul.ro“ reißerisch über das Kloster Chiajna in Giulești Sârbi am Stadtrand von Bukarest. Nun, die Nachrichtenseite hat damit recht, dass das Kloster wirklich eine tragische Vergangenheit hat und es viele Mythen gibt. Abseits davon ist das alte...
„Aus einer Wüste ward ein blühend Eden. Aus Sümpfen hob sich eine neue Welt.“ So las ich unlängst die in Stein gemeißelten Worte des bekannten Banater Schriftstellers Adam Müller Guttenbrunn im Sockel des Denkmals der Gedenkstätte über den Massengräbern in Rudolfsgnad, im serbischen Teil des Banats. Da habe ich meinen Begleiter gefragt, woran wohl der Schriftsteller gedacht haben mag, als er diese Worte niederschrieb. Mein Begleiter war der...
Als ich am Freitag-abend, dem 10. Juli, im bayrischen Altötting ankomme, ist der große Strom der Pilger noch nicht da. Die Gassen wirken ruhig, fast entschleunigt. Die Hitze des Tages ist einer angenehmen Abendluft gewichen, und über dem Kapellplatz liegt eine Stille, die sich schwer beschreiben lässt. Es ist keine gewöhnliche Ruhe. Es ist eine Ruhe, die zu diesem Ort gehört, als würde sie seit Jahrhunderten zwischen den Mauern wohnen.
(Fortsetzung von gestern) Erwähnenswert ist die Stiftung Kirchenburgen, die als Schirmherren die beiden Staatspräsidenten hat. Anlässlich des Besuchs von Bundespräsident Steinmeier wurde symbolisch die Kirchenburg Großau von beiden Präsidenten besucht, wobei Bundespräsident Steinmeier sehr beeindruckt war. Durch eine außerordentliche Förderung von 2,3 Millionen Euro über das BMI für die Jahre 2026-2030 wird die Stiftung Kirchenburgen Projekte...
Schönheit. Je älter ich werde, desto wichtiger wird sie für mich. Dabei habe ich vor Jahren noch geschmunzelt, als mein Ehemann mir sein Lebensmotto verriet, ein Zitat von Victor Hugo: „Das Schöne ist ebenso nützlich wie das Nützliche.“ Und gedacht: Klar, er ist ja Fotograf. Doch durch unser Leben am Dorfrand inmitten der Natur wurde mir bald bewusst, dass Schönheit nicht nur Zierde ist. Nicht nur Bonus zum Nützlichen, das ohne Ästhetik...