„Zum Kirchenjubiläum spendete der Bischof der Festgemeinde seinen Segen.“ Dieser Satz war Untertitel in einem Zeitungsbericht zu einem Bischofsbesuch in seinem Geburtsort. Dieser Besuch, das Wiedersehen und Zusammensein waren gelungen und gab in alle Richtungen viel Freude; das wurde durch den Bericht spürbar. Doch dieser eine Satz verwirrt: der Bischof spendet seinen Segen. Demnach ist er Besitzer eines Segens, den er weitergeben kann, ggf. kann...
Er ist ein Visionär, dessen nachhaltige Ideen ständig ihrer Zeit voraus sind. Ein Erfinder, der sich selbst einzuschätzen weiß, um jede Hürde zu überwinden und für den jedes Problem die Möglichkeit einer noch niemals ausprobierten Lösung darstellt. Ein „großes Kind“ das mit hochtechnischen Lösungen spielt, um Unmögliches möglich zu machen. Wenige Menschen können sich rühmen, in der Geschäftswelt von einem Ein-Zimmer-Unternehmen bis ins Top-10...
Das Problem der Drogen in Rumänien sorgt in letzter Zeit immer häufiger für Schlagzeilen. Unlängst wurde es sogar im Nationalen Sicherheitsrat (CSAT) als Bedrohung für die nationale Sicherheit diskutiert. Gleichzeitig schaffen es die Medien, aus Einzelereignissen ein wahrhaftiges Mythos zum Drogenkonsum zu schaffen, denen der unkundige Gesetzgeber nur durch härtere Strafen und inkohärente Versprechungen zu zahlreichen Maßnehmen entgegenzukommen...
Jahresende und Jahresanfang bringen mit sich den Drang, Rückschau zu halten und Fazit zu ziehen, um dadurch einen Ausgangspunkt für Zukunftspläne zu haben. Es gibt so gut wie keinen Moment im Jahr, welcher von so vielen positiven Vorhaben bestimmt wird. Die meisten werden dann jedoch bald fallengelassen. Meistens geht es wie in der Anekdote, in der ein Unternehmer zum Jahresanfang einen neuen Fitnesssaal eröffnet und diesen für seine Kunden mit...
Ein Paradoxon: die Zahl der Kommunismusnostalgiker steigt in Rumänien, obwohl die Erlebnisgeneration ausgelichtet wird. Der Anteil der um den Kommunismus Trauernden liegt, neusten Erhebungen nach, schon bei 48 Prozent mehrere Prozent höher als vor zehn Jahren. Die Feststellung hat einen Erklärungsschwall der Soziologen, Gegenwartshistoriker und Politologen hervorgerufen – veröffentlicht allerdings nur in jenem sich ausdünnenden Teil der Medien,...
Wie viel Musik wäre ohne ihn nicht erklungen? Wie viele Werke hätten nie das Licht der Welt erblickt und würden als Manuskript fern aller Öffentlichkeit im Archiv liegen? Frieder Latzina war, und das aus reiner Liebhaberei, der vielleicht wichtigste siebenbürgische Musikverleger. Alle, die ihn kennen, wissen: Der gebürtige Kronstädter war noch viel mehr. Nun ist er am 11. Dezember im Alter von 87 Jahren in seinem deutschen Heimatort Karlsruhe...
An der Banater Philharmonie war das Jahr, in dem Temeswar/Timișoara den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt getragen hat, voll. Ein intensives und gut strukturiertes Programm bot dem Publikum eine Vielfalt von Ereignissen: von außergewöhnlichen Konzerten zu Festivals und einem musikalischen Material als Erbe nach dem Kulturhauptstadtjahr. Nun ist das Kulturhauptstadtjahr 2023 vorbei. Die Echos des besonderen Jahres für Temeswar sollen aber...
Teil 1 Wie Fake News bekämpfen? „Der einfachste Rat, nicht in die Fake-News-Falle zu tappen ist, sich nicht auf Sozialen Medien zu informieren, sondern im seriösen Journalismus Zeitungen, Radio, TV“, rät Oprea. „Seriöser Journalismus wurde in Dutzenden Jahren aufgebaut und es war ein Fehler, dass wir uns in die sozialen Netzwerke begeben haben. Man sollte sich davon distanzieren.“ Doch sind die fatalen Folgen noch rückgängig zu machen?
Sind Minderheitenrechte „Extra-Rechte“ für Minderheiten - oder Menschenrechte, die ihnen zustehen? Warum sind gewisse Symbole oder Reden – die Swastika, Holocaustleugnung – verboten? Ist diese Einschränkung der freien Meinung nicht eine Art Zensur? Warum haben wir bis heute kein Roma-Staatstheater? Und warum müssten wir eigentlich eines haben? Wie „böse Bots“ und Trolle im Internet Massen manipulieren und Demokratie auf eine Zerreissprobe...
Die Zeiten haben sich definitiv geändert. Wenn man vor zehn Jahren nur selten Joggern auf den Straßen von Temeswar/Timișoara begegnet ist, so braucht man heute keine halbe Stunde zu warten, und schon läuft jemand an einem vorbei – in Sportkleidung, versteht sich. Das Joggen scheint während der Pandemie an Beliebtheit bei den Temeswarern gewonnen zu haben. Nicht nur junge Leute, sondern auch Menschen mitteleren Alters und sogar Senioren joggen...