MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Giorgia Melonis Balance-Akt

Als Giorgia Meloni am 25. Oktober ihre Antrittsrede im italienischen Parlament hielt, wusste man, nicht, wem man Glauben schenken sollte: der Sprache oder der Körpersprache, der Botschaft oder der Wortwahl. Meloni, eine ehemalige Bewunderin Benito Mussolinis und jugendliche neofaschistische Aktivistin, deren Partei Fratelli d’Italia die neue Regierungskoalition anführt, herrscht nun über die zerfallende politische Klasse eines alternden Landes....

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„Das war für mich der Beginn einer andauernden Verbindung zu Rumänien, die nie abriss“

Philipp Palm wuchs in Mülheim an der Ruhr auf und machte zunächst an der Hochschule Heilbronn seinen Bachelor in Internationaler Betriebswirtschaft und Interkulturellen Studien (IBIS). Schon während des Bachelorstudiengangs erwarb er erste Erfahrungen in Osteuropa durch ein Auslandssemester in St. Petersburg. Im Anschluss folgte der Studiengang Nonprofit Management und Public Governance an den Hochschulen für Wirtschaft und Recht (HWR) sowie...

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Wir warten auf einen neuen Himmel

Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. (2. Petrus 3, 13) Ein Mensch geht einsam hinaus in die Natur. Er betrachtet die untergehende Sonne, die Bäume, das leuchtende Wasser. Er träumt von einer anderen Welt, von Zuständen, die nicht so sind wie die, in denen er lebt. Vielleicht gab es daheim Ärger mit dem Ehepartner, mit den Kindern; vielleicht ist er selbst leidend; oder es...

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MoldArte bringt die Kulturszene der Republik Moldau ins europäische Rampenlicht

Am 28. Oktober fand im Nationaltheater „Mihai Eminescu“ in Chișinău eine Pressekonferenz zum Abschluss des MoldArte-Projekts statt. Das Projekt wurde von EUNIC (europäisches Netzwerk nationaler Kulturinstitute mit 38 Mitgliedern aus allen EU-Staaten und assoziierten Ländern) über das Programm „European Spaces for Culture“ (Europäische Kulturräume) finanziert und vom Rumänischen Kulturinstitut (ICR) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut...

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„Nicht ich hab den Beruf gewählt. Er hat mich erwählt!“

Es war 2015, Ende August. Wir schlenderten durch die Festung von Schäßburg/Sighișoara. Ein paar stimmungsvolle Bilder noch vor der Heimfahrt knipsen. Es war ein goldener Spätsommertag. Am Kürschnerturm erkletterten wir die hölzerne Leiter. Spähten in die Stube. Dort saß ein Mann mit langem Rauschebart und nähte an einer alten Singer. Es roch nach Leder. Die Wände waren mit alten Instrumenten und Pferdebildern geschmückt. Ja, Peitschen, Reitgerten...

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Lebensfroh und tatkräftig: Rudolf Trost ist mit 90 Jahren als Kirchenkurator aktiv

Am 31. Oktober, also vergangenen Montag, war Reformationstag. Er erinnert an den 31. Oktober 1517, als Martin Luther seine Thesen, die zu einer Reformation in der Kirche geführt haben und den Beginn der evangelischen Kirche bedeuten, verkündet haben soll. Knapp 300 Jahre dauerte es anschließend, bis sich auch in Lugosch/Lugoj eine evangelische Gemeinde bildete. Sie und auch ein besonders engagiertes Gemeindeglied stehen heute im „Brennpunkt“.

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Ein Securitate-Scherge als Werksdirektor

Zu den jüngsten Enthüllungen des Klausenburger Archäologen Gheorghe Petrov gehört die Tatsache, dass einer der Direktoren der Reschitzaer Werke  ein hochrangiger Securitateoffizier war – zu Zeiten, als das aus der „k.u.k. privilegierten Österreichisch-Ungarischen Staatseisenbahn-Gesellschaft“ (StEG) und aus den zwischenkriegszeitlichen „Werken und Domänen Reschitza (UDR) hervorgegangene  Metallurgische Kombinat Reschitza noch nicht in ein...

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Unterstützer, Komplize, Idiot

Viele Sprach- (und Geschichts-)Forscher sind sich darüber einig, dass die Bezeichnung (vor allem) der Intellektuellen als „nützliche Idioten“ auf den mündlichen Sprachgebrauch Lenins zurückgeht – geben aber auch zu, dass er diese Bezeichnung nie schriftlich benutzt hat (andere halten Karl Radek für den Schöpfer). Fakt ist, dass Lenin – nach einstimmigen Zeitzeugenberichten – keinerlei Achtung vor den „fortschrittlichen“ Intellektuellen des...

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Russland muss gedemütigt werden

Seit sich die russischen Streitkräfte im Osten und Süden der Ukraine nach einer meisterhaften ukrainischen Gegenoffensive im Rückzug befinden, warnen manche Kommentatoren im Westen, der Krieg, den der Kreml im Februar begonnen hat, dürfe nicht mit der „Erniedrigung“ von Präsident Wladimir Putin oder Russland enden. Dabei ist das Gegenteil richtig: Putins empörende Aggression muss Russland durch und durch gedemütigt auf der Weltbühne zurücklassen....

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Vom „normalen Leben“ bis zum Fitness-Raumschiff

Immer mehr Jugendliche posten auf BeReal. Das ist eine App, die einmal pro Tag,  zu verschiedenen Zeitpunkten,  Benachrichtigungen zusendet. Genau in dem Momant muss man ein Foto posten mit dem, was man gerade macht. Die App benutzt beide Kameras des Smartphones – man macht also ein Selfie und fotografiert das, was man vor sich sieht. Postet man kein Foto, kann man auch nicht sehen, was die anderen posten. Wenn man aber mitmacht, ist es...

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