MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Farbe bekennen und Grenzen überwinden

Jahreslosung: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Mk.9,24 

Liebe Schwestern und Brüder!

Das Jahr 2019, das unter dem Aufruf der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ stand, ging etwas versöhnlicher zu Ende als es begann. Europa ist von den rechts- wie linksradikalen Mächten um es und in ihm zwar hin- und hergerissen worden, aber die ausgeglichenen versöhnenden Kräfte haben obsiegt. Nach den Wahlen im Mai und im November und dem...

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Schwäbische Tänze, Klavierspielen und Programmieren

Er spielt Klavier, tanzt schwäbisch und codet in seiner Freizeit: Mario Mateaș (18) aus Lowrin/Lovrin gehört zu jenen Teenagern, die keine Zeit zum Langweilen haben. Der junge Mann, der die Informatik-Klasse am Lyzeum in Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare besucht, plant, nach dem Schulabschluss an der Technischen Universität „Politehnica“ in Temeswar/Timișoara zu studieren. Seine Wahl überrascht niemanden: Mario möchte nämlich...

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Aus der Sicht russischer Archive

Bei der Gedenkveranstaltung aus Anlass der 75 Jahre seit der Deportation von Rumäniendeutschen zur Aufbauarbeit in die ehemalige Sowjetunion im Januar 1945 wird auch das in rumänischer Sprache im Honterus Verlag erscheinende Buch von Dr. Ilie Schipor „Deportarea în fosta URSS a etnicilor germani din România. Argumente arhivistice ruse“ vorgestellt. Das Buch umfasst eine Studie des Bukarester Militärhistorikers, in der die Deportation anhand der...

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Fünf Jahre später

„Wässen se et schin, det Susi äs uch hä!“ Frau Lisi erzählt es immer wieder, wenn wir einander beim Frühstück im Dr. Carl-Wolff-Heim in Hermannstadt/Sibiu begegnen: Ihre alte neue Freundin, ihre Bettnachbarin im russischen Lager bei Tschassoviar, ihre Leidensgefährtin aus der Deportationszeit, wohnt nun auch im Altenheim. Ein einziges Mal haben sie einander hier gesehen. Susi verlässt ihre Abteilung nicht wegen des kranken Ehemanns und Lisi traut...

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Sechsmal Zwanziger

1520 erscheint in frühneuhochdeutscher Sprache, mit einer Startauflage von 4000 Exemplaren, Luthers „Kriegstrompete“ (Johannes Lange) mit dem Titel „An den Christlichen Adel deutscher Nation von des Christlichen Standes Besserung“, womit der Start für diejenige Rebellion gegen Papst und Rom gegeben wird, die als „Reformation“ in die Geschichte einging. Die Broschüre wendet sich an den Adel und implizit an den frisch gewählten Kaiser des Sacrum...

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Ein komplexes Projekt: das Kronstädter Regionalkrankenhaus

Eines der wichtigsten Kronstädter Vorhaben, der Bau eines regionalen Krankenhauses, hat kürzlich einen Dämpfer erhalten, als das neue Orban-Kabinett einen von der PSD-Regierung erlassenen Beschluss zurückzog. Darin wurden die territorial-administrativen Zuständigkeiten des zukünftigen Regionalkrankenhauses definiert. Die Kronstädter Nachbarkreise Covasna und Harghita sollten dem Betreuungsgebiet des Kronstädter Krankenhauses angehören, um seinen...

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„Es geht um einen Dialog, nicht einfach nur zu sagen: Das ist jetzt deutsche Kultur“

Zuerst eine grundsätzliche Frage – spreche ich gerade mit dem Leiter des Deutschen Kulturzen-trums Klausenburg, oder mit dem des Goethe-Zentrums Klausenburg? Beides! „Deutsches Kulturzentrum Klausenburg“ ist der Gründungsname und beschreibt auch unsere Funktion. „Goethe-Zentrum“ ist eine Art Qualitäts-Auszeichnung des Goethe-Instituts. Als wir die 2014 bekommen haben, haben wir uns überlegt – wie treten wir jetzt auf? Verkünden wir allen, wir...

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Daker als Götter im Herzen von Rom?

Manche fasziniert das Dakervolk wegen seiner ungewöhnlichen Spiritualität – der Eingottglaube, die Überzeugung eines Weiterlebens nach dem Tod, die daraus resultierende Furchtlosigkeit im Kampf. Vielleicht auch wegen ihres Wissens, das sich in Festungsruinen mit lückenlos aneinandergefügten Mauersteinen widerspiegelt, in astronomisch ausgerichteten Tempeln und goldenen Spiralarmbändern. Ganz sicher aber wegen ihrer Rätselhaftigkeit. Unzählige...

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Ein Blick zurück im Zorn

„Die Wut des Zeitalters ist tief“, hieß es schon bei Heimito von Doderer; dieser wohl berühmte Satz aus Doderers Roman „Die Merowinger oder die totale Familie“ beschreibt wie kaum ein anderer die Verhältnisse der Gegenwart: der Klimawandel, der Brexit, die bevorstehende Wiederwahl von Donald Trump, der Dauerkrieg in Syrien, die Flüchtlingskrise, die Ermordung des iranischen Generals im Irak, die Krise der Europäischen Union, die Digitalisierung,...

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Andenken an Dichter und Werk wachhalten

Eine Gruppe von Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern und Journalisten, bestehend aus Werner Kremm, Horst Samson, Olivia Spiridon, Erwin Josef Țigla als Gastgeber und Joachim Wittstock hat auf Anregung des Schriftstellers Hellmut Seiler den „Rolf Bossert“-Gedächtnispreis ins Leben gerufen, um das Andenken an diesen viel zu früh verstorbenen Dichter und sein Werk wachzuhalten. Damit geht die Gründung eines Förder- und Freundeskreises „Rolf...

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