MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Gedanken zum 4. Sonntag im Advent 2019

„Freuet euch! Der Herr ist nahe!“                             (Philipper 4,4a+5b)

Vorfreude! Jetzt gegen Ende der Adventszeit werden sicherlich bei vielen Leserinnen und Lesern der ADZ Erinnerungen aus der eigenen Kindheit wach. Wie war es damals? Vorweihnachtlich erfreut, entsteht das Bild von einer üppigen Bescherung unter dem hell erleuchteten Christbaum deutlich vor dem inneren Auge des Kindes und lässt das langersehnte Läuten des...

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30 Jahre seit den Umsturzbewegungen in Rumänien

Die ersten Opfer der Revolution von 1989 sind in Temeswar/Timișoara am 17. Dezember gefallen. Zu ihnen zählt auch Georgeta Pinzhoffer, die Mutter von Turnlehrer und Fußballtrainer Harald Pinzhoffer. Seine Geschichte erzählt der Sohn der Märtyrerin, sooft er danach gefragt wird, und das aus einem ganz bestimmten Grund: Die jungen Menschen müssen erfahren, was sich damals, in jenem blutigen Dezember 1989, zugetragen hat, und an jene Leute denken,...

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Zwischen Klickheischen und Qualitätsberichterstattung

Journalismus wird längst nicht mehr nur von Journalisten gemacht, seit es Internet und Social Media gibt. Die alte Ordnung von Print, Hörfunk und TV existiert nicht mehr. Laienberichterstatter und Influencer, Blogger, Vlogger und Trolle buhlen um die Gunst der Leser mit sensationsgeilen Titeln und flachem Polit-Infotainment. „In Rumänien lesen 80 Prozent der Bürger Nachrichten auf Facebook“, schockiert Cătălin Prisăcariu, Journalist bei Newsweek...

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Schwäbische Mundart als immaterielles Kulturerbe bewahren

Die überwiegende Mehrheit der Menschen spricht mehrere Sprachen. Doch zugleich sind nach Schätzungen der Unesco 50 Prozent aller heute bekannten Sprachen, über 6500 an der Zahl, vom Aussterben bedroht, bis zum Ende des Jahrhunderts wird der Wert auf bis zu 90 Prozent steigen. Dies bedeutet eine Konzentration auf immer weniger Sprachen: Lediglich 19 sind es, die die Hälfte aller Menschen auf der Erde nutzen. Gemessen an der Gesamtzahl der...

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Im Schatten der Aufmerksamkeit

Die Monatszeitschrift „Osteuropa“ widmete sich in ihrem neuesten Band „Durchblick – Politik und Gesellschaft in Rumänien“ einem der jüngeren Mitgliedsstaaten der EU. „In der deutschen Öffentlichkeit kommt Rumänien kaum vor“, wie Manfred Sapper und Volker Weichsel im Editorial anmerken, welches zugleich den treffenden Titel „Im Schatten der Aufmerksamkeit“ innehat. In einem Vergleich mit Polen und Ungarn heben sie einleitend kurz gefasst die...

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Nachwachsende Hydraköpfe

2019 war das Jahr, als zwei der Köpfe der Hydra PSD abgeschlagen wurden, Parteichef Liviu Dragnea und der PSD-Traum von der Präsidentschaft. Es war das Jahr herber politischer Rückschläge, die diese Riesenpartei und ihre bildungsneutrale Chefin Vasilica Dăncilă kassierte. Wer jedoch glaubt, dass die PSD jetzt am Boden liegt und eingehen wird (wie nach den Präsidentschaftswahlen geunkt), irrt. Die Regenerierungsfähigkeit der PSD ist ungebrochen....

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Wünsche und Ziele für das neue Jahr visualisieren

Das neue Jahr steht bevor und sicherlich haben die meisten von uns sich schon vorgenommen, was sie ab nächstem Jahr anders oder Neues machen wollen: mit dem Rauchen aufhören, mehr reisen, länger schlafen, öfter Sport treiben, gesünder essen, Freunde öfter treffen, mehr Geld verdienen, weniger online surfen – und die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Doch schon kurz nach Neujahr verschlingt einen der Alltag und die Pläne sind bald vergessen....

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Zwei Euro für ein Kinderlächeln

Darius und Crina sind beide ein Jahr und vier Monate alt. Er stammt aus dem Landkreis Hunedoara, sie aus S˛laj. Beides sind schatzige Kinder, aufgeweckt und lächelnd, beide leben im Kinderhospiz in Hermannstadt/Sibiu, denn sie wurden mit schweren Herzfehlern geboren. Darius wurde bereits von zwei Ärztekommissionen untersucht, die es aber nicht wagten, eine Operation durchzuführen. Zu gering wären die Chancen, dass der Schaden behoben werden kann....

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Fotografien als Zeugen der Geschichte

Constantin Duma gehört zu jenen Fotoreportern, die bei allen großen Ereignissen in Temeswar/Timișoara dabei sind. Den ganzen Tag unterwegs, stets mit seiner Kamera und seinem Laptop im Rucksack, immer einsatzbereit. Bereits 1970 hatte der aus Marghita im Kreis Bihor stammende Fotograf sein erstes Bild in einer Zeitung veröffentlicht – es erschien in der Zeitung „Crișana“, für die er damals als Mitarbeiter tätig war. Sein Lebensweg führte ihn nach...

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Eine 30-jährige Reise mit vielen Abwegen

Heute vor 30 Jahren, am 17. Dezember 1989, sind in Temeswar die ersten Helden der Rumänischen Revolution gefallen. Gegen Mittag haben Einheiten der Armee das Feuer gegen die Demonstranten eröffnet, nachdem diese, unter anderem, das Kreisparteikomitee der RKP zuvor verwüstet hatten. Zwei Tage davor hatten sich Gemeindemitglieder der ungarisch-reformierten Kirche vor ihrem Gotteshaus „an der Maria“ versammelt, um ihren Pfarrer vor der gerichtlich...

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