MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Unser Schlüsselwort lautet: „Gemeinsam“

Stellen Sie sich einen Saal voller Menschen vor, die aus fast ganz Rumänien angereist sind, aus Bukarest, Kronstadt/Brașov, Craiova, Konstanza, Klausenburg/Cluj-Napoca, Galatz, Großwardein/Oradea, Roman, Temeswar/Timișoara und aus einigen Dörfern und Großstädten im Banat. Es sind Vertreter der lokalen Behörden, von Hypermärkten, Handelsgesellschaften, GmbHs und NGOs, der Medien, Lebensmittelhersteller, Angestellte und Freiwillige. Und trotz...

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„Liebe lässt sich nicht erklären – sie muss gelebt werden“

Im Hospiz für Palliativkrankenpflege „Haus der göttlichen Barmherzigkeit“ in Temeswar herrscht eine besondere Stille, die nur das Atmen der Kranken und das leise Murmeln von Gebeten erfüllt. Hier, wo Menschen im letzten Stadium einer unerbittlichen Krankheit ihre letzten Tage verbringen, hat die aus der Slowakei gebürtige Schwester Sávia Lukácová (67) von der Kongregation der Töchter des Heiligen Franziskus von Assisi viele Jahre lang ihren...

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Zugebissen: Justitia und die Augenbinde

Justitia trägt eine Augenbinde. Ein Sinnbild für die Unparteilichkeit der Gerechtigkeit. Justitias rumänische Diener zeigen, wie lax dieses Sinnbild gedeutet werden kann. Die Art, wie diese symbolische Binde beschaffen ist, hängt anscheinend vom Einkommen der Richter ab. Bleibt ihre Vergütung in erwünschter Höhe, behält die Augenbinde ihre Eigenschaften. Sinkt das Einkommen, wird sie immer durchlässiger. Es kann sogar geschehen, dass sie bei...

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„Danke, aber ich mag eigentlich keine Müsliriegel“

Was bedeutet es, wirklich zu helfen? Obdachlosigkeit ist keine Randnotiz städtischer Realität – sie ist Ausdruck struktureller Ausgrenzung. Warum gut gemeinte Hilfe oft nicht ankommt, was Würde mit Wahlfreiheit zu tun hat und wie wir durch Kontrollverlust zu mehr Solidarität finden können. 23.25 Uhr, kalter Nieselregen, reflektierende Autoscheinwerfer, durchnässte Straßen und Schlafsäcke – im Hauseingang unter einem schmalen Vorsprung liegt eine...

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Realisierbares, aber (noch) nicht Umsetzbares

Einer der Schlüsselsätze, die Premier Ilie Bolojan in den öffentlichen Raum stellte und dem bisher niemand zu widersprechen Argumente fand, lautet: „Von jedem Hundert-Lei-Schein, den wir als Staat einnehmen, geben wir 132 Lei aus!“ Der Mann will plastisch und allgemeinverständlich klarmachen: wir leben über unseren Möglichkeiten. Unsere „Decke“ ist zu kurz. Oder, nach den offiziellen Daten des Statistikamts: Rumänien hält den traurigen EU-Rekord...

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Eine Chance auch für Deutsch-Tekes

Ihr Garten ist eine Oase der Ruhe. Ein siebenbürgisches Dorfidyll: Hühner, Katzen, Hunde, Häschen scharren, hoppeln, grasen. Tomaten, Petersilie, Zucchini und Gurken – blühend oder mit Früchten dran. Mittendrin ein renoviertes altes Sachsenhaus, überdachte Veranda, Gartengrill. Doch Zeit zum Genießen hat sie kaum: Wie der Wirbelwind braust Angelika Holdreich mit ihrem Auto mal hier-, mal dorthin: die Kleiderkammer aufsperren, zur...

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Zu viel Tourismus schadet Minderheiten

Teil 1 hier Was also kann man tun, um Minderheiten bei Großereignissen Sichtbarkeit zu verleihen und der Abwanderung zu begegnen? „Man muss Neugier wecken, Geschichten inszenieren, man darf sich aber nicht anbiedern“, sagt Chasper Pult. Der Graubündner Sprachwissenschaftler ist der festen Ansicht, dass sich Urlauber durchaus für Minderheiten und ihre Sprachen interessieren lassen. In Graubünden hat sich das Rätoromanische in den letzten...

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Temeswar als internationaler Studienort

Die Stadt Temeswar/Timișoara gehört nicht nur zu den dynamischsten Städten Westrumäniens – sie ist auch ein wachsendes Zentrum internationaler akademischer Zusammenarbeit. Die vier großen Universitäten vor Ort – die West-Universität Temeswar  (UVT), die Universität für Lebenswissenschaften „König Michael I.“ (USVT), die Universität für Medizin und Pharmazie „Victor Babeș“ (UMFVB) und die TU „Politehnica“ (UPT) – investieren verstärkt in...

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Randbemerkungen: Seiltanz zwischen Selbstbewusstsein und Demütigung

Dieser Tage, wo der US-König versucht, sein Versprechen des Stopps, „binnen 24 Stunden“, des Aggressionskriegs Russlands gegen die Ukraine doch noch umzusetzen, fiel mir wieder das Urteil des vom Scheitern seines Übersee-Lebensneuanfangs enttäuschten Nikolaus Lenau über die „Verschweinigten Staaten von Amerika“ ein. Der Ruf der USA als rücksichtslos-egozentristischer Staat hat seine Wurzeln wohl schon in seinem Gründungsmythos und ist geprägt...

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Zu viel Tourismus schadet Minderheiten

Olympia ist in Cortina d’Ampezzo (ladinisch Anpezo) allgegenwärtig: Überall hängen Fahnen und Werbung mit Bezug auf die Winterspiele 2026, und auf einer Terrasse unweit des Zentrums stehen mannshohe Olympische Ringe, vor denen Touristen aus aller Welt posieren, mit der atemberaubenden Bergwelt der Tofane im Hintergrund, an deren Hängen die Damen im Februar um die Medaillen in den alpinen Ski-Wettbewerben kämpfen werden. Wer dann am Pistenrand...

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