Es gibt eine Konstante im politischen Agieren der Regierungspartei PSD. Sie gewann 2012 und 2016 dank eines gut geschmierten Wahlmechanismus die regulär angesetzten Parlamentswahlen. Auch dank exzellenter Kenntnis und des freien Zugehens auf ihre Stammwählerschaft – die ärmsten Bevölkerungsschichten mit prekärer Bildung. Drei Jahre lang nach den Wahlen setzt sie ihre krausen populistischen Maßnahmen in unverhohlener Verhöhnung wirtschaftlicher...
Seit knapp über einem Jahr ist Josef Csaba Pál (63) als Bischof der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar/Timişoara im Amt. Es war ein Jahr der Einarbeitung und des Kennenlernens, sagt der Bischof, der sich inzwi-schen in der Stadt an der Bega sehr gut eingelebt hat. Wie sein erstes Bischofsjahr verstrichen ist und was er für die Zukunft plant, erfahren Sie aus einem Gespräch, das ADZ-Redakteurin Raluca Nelepcu mit Bischof Josef Csaba Pál geführt...
Eine Delegation des Landes Baden-Württemberg hat vergangene Woche der Stadt Temeswar/Timişoara einen Besuch abgestattet. Veranlasst wurde der Besuch von einem ganz besonderen Konzert, das die Junge Philharmonie Ostwürttemberg am Dienstag-abend in der Millenniumskirche in der Fabrikstadt bestritt. Anwesend waren, unter anderen, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Mitglied im Landtag Baden-Württemberg, und Eberhard Herzog von Württemberg, die...
Vor einigen Jahren habe ich mit Jugendlichen über die Frage nachgedacht, was das Wichtigste im Leben sei. Zunächst gaben sie recht unterschiedliche Antworten. Einer erwähnte die Liebe, eine andere den Partner, ein dritter das Auto und ein vierter die Hochschule. Als es darum ging, etwas Gemeinsames zu suchen, was hinter allen diesen Gedanken steckt, kristallisierte sich die Meinung heraus, dass Geld das Wichtigste sei. Wenn man nur genug Geld...
Eine solche nicht unbedingt ermutigende Schlussfolgerung drängt sich auf, wenn man die jüngsten Entwicklungen im privaten Forstamtsbezirk „Montanbanat“ (OSBM) unter die Lupe nimmt. Dieser steht kurz vor einer Bestreikung durch die 26 dort angestellten Forstleute, die ihren bevorstehenden Ausstand bereits beim Arbeitsamt angekündigt haben. Der Grund: Sie haben seit mehr als zwei Monaten keinen Lohn mehr gesehen. Der Reschitzaer Bürgermeister Ioan...
Die Ausstellung „Fließende Räume – Karten des Donauraums, 1650-1800“ wandert weiter: Nach Stationen in Klausenburg und Hermannstadt wurde die Wanderausstellung nun vergangenen Montag anlässlich des Beginns des Internationalen Kongresses für Südosteuropastudien in der Rumänischen Nationalbibliothek in Bukarest eröffnet. Die Eröffnungsrede hierzu hielt Dr. Valer Daniel Breaz als zuständiger Minister für Kultur und nationale Identität, gefolgt von...
„Behaglich schnurrend mit dem Rädchen/Dringt er vor bis zum Nervenfädchen./Jetzt zeige, Mensch, den Seelenadel!/Der Zahnarzt prüft die feine Nadel,/ mit der er alsbald Dir beweist,/Dass Du voll Schmerz im Innern seist./Du aber hast ihm zu beweisen,/Dass Du im Äußern fest wie Eisen.“ Eugen Roth (1895-1976), Kunsthistoriker, Germanist, Philosoph, zeitlebens Münchner und 1914 Freiwilliger des bayerischen Reserveinfanterie-Regiments, bestritt...
Nur wenige Wochen ist es her, dass Friedrich Philippi von der diesjährigen Storchenzählung im Kreis Hermannstadt berichtete. Zum 23. August hin brachen nun viele der Weißstörche auf, um in ihr südliches Winterquartier zu fliegen. Je nach den Flugbedingungen wie dem Wetter kann sich dies um einige Tage verschieben, erklärt Philippi. Den Stichtag scheint sich aber jeder Storch der Region Siebenbürgen im Kalender rot markiert zu haben. Während die...
Vom 5. bis 6. Oktober dieses Jahres findet im Butenschoen-Haus in Landau die Internationale Tagung zum Thema „Das Fürstentum Siebenbürgen im 16./17. Jahrhundert im transosmanischen Zusammenhang“ statt. Das Augenmerk liegt hierbei besonders auf „transosmanischen“ Interaktionsfeldern, die durch Mobilität zwischen den Herrschaftsgebieten Moskauer Reich bzw. Petersburger Imperium, Polen-Litauen, dem Habsburgerreich, dem Osmanischen Reich sowie...
Rumäniens Alltag rauscht derzeit wie ein schlechter Film über Bild- und Buchstabenflächen nationaler wie internationaler Medienberichterstattungen. Berufstätige jungen bis mittleren Erwachsenenalters und zahllose Studienanwärter nehmen Reißaus vor klaffenden Mangelerscheinungen ihres Geburtslandes, geben sich fern der Heimat erleichtert, einem Alptraum entkommen zu sein. Die Schnittmenge von Diaspora und rumänischem Bildungsbürgertum wächst von...