MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

„Ich hörte Schüsse und plötzlich wusste ich, dass ich keine Eltern mehr hatte“

„Isch gehe nischt früh schlafen, wir können noch lange erzählen. Isch bin für jede Frage offen“, sagt Henriette Kretz (77) mit einem äußerst sympathischen französischen Akzent. Ihr weißgraues Haar hat sie zu einem Knoten zusammengebunden und ihre langen, silbernen Ohrringe mit Bernstein locken alle Blicke auf sich. Henriette Kretz trägt eine elegante braune Stoffhose, eine einfache braune Strickjacke und darunter einen hellblauen...

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Zurück ins Mittelalter

Die Nachricht vom angeblichen Mordkomplott gegen Papst Benedikt XVI. machte die Runde im Internet. Begonnen hat damit die italienische Zeitung „Il Fatto Quotidiano“. Einer ihrer Journalisten bekam die „streng vertrauliche“ Notiz, die der kolumbianische Kardinal Dario Castrillo Hoyos am 30. Dezember 2011 dem vatikanischen Staatssekretär, Kardinal Bertoni, und dem Privatsekretär des Papstes übergeben habe. Darin berichtete der 82-jährige Kardinal...

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Gemeinsam viel Gutes tun

Nachdem in den Kronstädter Medien zunächst widersprüchliche Meldungen über das Austragungsdatum der fünften Winterausgabe des „Verrückten Rennens“ gebracht wurden, steht  es nun fest: Das Rennen startet am Samstag, dem 25. Februar, um 18 Uhr, auf der „Bradul“-Skipiste in der Schulerau/Poiana Braşov.Der Veranstalter, der Kronstädter Rotarier-Klub „Rotary Braşov Citadel (RBC)“, rechnet auch in diesem Jahr mit einer guten Teilnehmerzahl sowie mit...

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Die Büchse der Pandora

Rumänien ist der einzige Staat der Welt, in dem die Anbaufläche für genmanipuliertes Soja größer ist als die für natürliches, und auch genmodifizierter Mais darf in diesem Land großflächig angebaut werden, alarmiert die Umweltorganisation „Coaliţia pentru Mediu“ und verweist gleichzeitig besorgt auf ein Interview des neuen Landwirtschaftsministers Stelian Fuia mit Radio România Actualităţi, in dem er uneingeschränkte Unterstützung für die...

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Rumänien ist immer noch ein attraktives Land

Wenn die meisten jungen Rumänen nur eines träumen – auszuwandern – ziehen andere junge Leute nach Rumänien und versuchen hier Karriere zu machen. Christian Avram ist einer dieser jungen Rückkehrer. Der 32-Jährige wurde in der Banater Kleinstadt Hatzfeld/Jimbolia geboren, Anfang der 90er ist er zusammen mit der Familie nach Deutschland ausgewandert, doch den Kontakt zu Rumänien verlor er nie. Vor einigen Jahren kam der Rumäniendeutsche erstmals...

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Von Brot und Spielen

„Brot und Zirkusspiele“ (panem et circenses) ist ein Ausdruck des römischen Dichters und Satirikers Juvenal und so aktuell wie vor unserer Zeitrechnung. Schon Kaiser Trajan soll diese Massenunterhaltungen besonders gepflegt haben, da „das römische Volk insbesondere durch zwei Dinge, Getreide und Schauspiele, sich im Bann halten lasse“. Im Kolloseum warf man Brotlaibe unter die jubelnden Zuschauer, je mehr Blut bei den Gladiatorenkämpfen floss,...

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Viel Schnee, wenig Touristen

In den beiden Wintersportorten des Banater Berglands, Semenik und Muntele Mic, herrscht traditionell fast ausschließlich Wochenendbetrieb. Das hat zunehmend weniger mit den Traditionen dieser längst etablierten Weekend-Ferienorte zu tun (die sich ursprünglich durch die Initiative in der Welt herumgekommener Gewerkschaftsführer als industriestadtnahe Erholungsorte für Arbeitnehmer durchgesetzt haben), als mit der Nähe zu Temeswar und dem zunehmend...

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Rund 225 Millionen Euro für Temeswar

Es ist ein Gewinnsprung für die Stadtverwaltung: Der Stadtrat von Temeswar/Timişoara hat vergangene Woche den Haushalt für das Jahr 2012 verabschiedet. Insgesamt 980 Millionen Lei, d. h. rund 225 Millionen Euro, beträgt das Budget der Stadt Temeswar für 2012 – es ist der größte Haushalt, den die Stadt jemals zur Verfügung hatte. Der Anstieg sei auf die zahlreichen europäischen Fördermittel zurückzuführen, die die Kommunalverwaltung im letzten...

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Winterchaosidylle

Nun hatte also auch für die Bukarester, die sich kein Skiwochenende in den Bergen leisten wollen oder können, die unfreiwillige Wintersportsaison begonnen: Ausdauerschneeschippen, Fahrrillengeschicklichkeitsgleiten, Geländewagenschneeschlammrutschen und lustiges Straßenrandhaufenhüpfen für alle! Für das kostenlose Vergnügen bei authentisch sibirischen Importminusgraden mussten wir noch nicht einmal weit laufen. Wir fanden es überall, zentral in...

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WORT ZUM SONNTAG: Wahre Stärke

Eine junge Frau erzählte mir kürzlich am Telefon in Stichworten ihr Leben. Als sie sechs Jahre alt war, wechselte ihre Familie den Wohnort. In der neuen Schule wurde sie von den anderen Kindern als „Fremde” angegriffen und ein Lehrer schaute teilnahmslos zu, um ihr nachträglich zu erklären: du musst eben lernen, dich selbst zu verteidigen. Diese und ähnliche Erfahrungen (und die ständig wiederkehrende Erinnerung daran) sind ein dunkler Schatten...

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