In den letzten Jahrzehnten wurden riesige Fortschritte auf dem technischen Gebiet gemacht. Kostspielige Raketen mit wissenschaftlichen Apparaten werden in den Weltraum geschossen, um ihn zu erforschen. Farbfernseher, Handys, Computer, Tablets und Internet sind alltägliche Dinge geworden. Was im letzten Winkel der Erde geschieht, weiß die Welt bereits nach einer Stunde. Nicht gut ist, dass uns die Medien Dinge vermitteln, welche die Sittlichkeit...
Das Heilige Jahr der katholischen Kirche unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ ist an Heiligabend offiziell gestartet: Papst Franziskus öffnete am Petersdom die Heilige Pforte, passierte sie per Rollstuhl und feierte danach in der Basilika die traditionelle Christmette. Üblicherweise ist die Heilige Pforte zugemauert und wird regulär nur alle 25 Jahre zum Heiligen Jahr geöffnet. Auf ihr ist in 16 Bildern die Geschichte der Menschheit dargestellt....
Geschichtsinteressierte Leser werden aufhorchen beim Namen Rüdiger von Kraus: Im Mai 2019 haben wir die über 300-jährige Familiengeschichte des in die USA ausgewanderten Siebenbürger Sachsen vorgestellt, beginnend mit Thomas Kraus aus Fogarasch/Făgăraș, der 1702 von König Leopold I. geadelt wurde und sich fortan „von Kraus“ nennen durfte. Thomas hatte in der Schlacht von Zenta, bei der die Osmanen vernichtend geschlagen wurden, an der Seite von...
Das Dilemma der auf rumänischen Bauernhöfen gezüchteten Schweine bleibt die Frage, ob es ein Leben nach Weihnachten gibt. Gewöhnlich treffen diese Schweine ihren Schöpfer zum Heiligen Ignatius. Nachdem das Schwein am 20. Dezember geschlachtet und tranchiert wurde, werden die am Schlachtverfahren beteiligten Personen von dem Schweine- und Hauseigentümer mit frischem, gebratenem Fleisch verköstigt. Dieses Mahl nennt man den Leichenschmaus des...
Griechenland bewegt sich keinen Zentimeter. Seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten werden Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) ignoriert, die Klagen der türkischen Minderheit in Westthrakien (Nordostgriechenland) stattgegeben hatten. Dank der Kontrollmechanismen des Europarats geraten diese Vorgänge aber nicht in Vergessenheit. Anfang Dezember setzte sich das Ministerkomitee erneut mit zahlreichen offenen Vorgängen...
„Lügenpartei” stammt von Bruno Frank, dem deutsch-jüdischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit, der am Tag nach dem Reichstagsbrand 1933 mit seiner Frau Liesl Deutschland verließ und sich nach Stationen in der Schweiz, Österreich England und Frankreich in den USA (Beverly Hills) niederließ. Frank schrieb in der Folge eines 1939 erfolgten Aufrufs von Thomas Mann (2025 ist Thomas-Mann-Jahr!) einen betont propagandistisch gefärbten Essay über...
Wenn also nicht pünktlich zum vierten Adventssonntag, dann vielleicht zu Ostern oder lieber sogar zu Pfingsten: Der Autor dieser Zeilen hatte Mitte November geschrieben, dass in der zweiten Dezemberhälfte Staatspräsident Klaus Johannis von seinem gewählten Nachfolger verabschiedet wird und sein Dasein als unbekümmerter Rentner antreten werde. So kann man sich irren. Johannis ist im Amt geblieben, er hat eine neue Regierung ernannt und wird...
Meine Damen und Herren, sehr verehrte Mitglieder der Landeskirchenversammlung, wir feiern 30 Jahre seit die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien beschlossen hat, Frauen zu ordinieren. Ich muss das präziser ausdrücken: Es sind 30 Jahre her, seit die Landeskirchenversammlung, dieses Gremium, die oberste Leitung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, diesen historischen Beschluss gefasst hat. Wie kam es dazu? Bereits in den 1930er Jahren...
„Gaudete“– der dritte Adventssonntag, auch Sonntag der Freude genannt, brachte Freude in die Seelen vieler Gläubigen und Bewohner der Temescher Gemeinde von Lenauheim, die sich um die Verwirklichung des Projekts zur Restaurierung einer der ältesten Orgeln im Banat bemüht hatten: Werner Griebel und Jürgen Griebel, Vorsitzender bzw. stellvertr. Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Lenauheim, letzterer auch stellvertretender Vorsitzender...
Die schönsten Momente des Jahres waren zu Weihnachten – auch für die deutsche Volksgruppe in Banat war das seit jeher so. Sie wurden als Belohnung für die bisherige Arbeit gesehen und ließen die Menschen aufleben und sollten sie auf die kommende Arbeit vorbereiten. Als Volksgruppe pflegten sie ihre Bräuche, Traditionen an den Feiertagen, denn sie waren fest verankert im Glauben und der Alltag war immer mit Arbeit gefüllt und erst der Feiertag...