Wie die allermeisten Wirtschaftsteilnehmer in allen Bereichen, von der Industrie und bis hin zur Kultur, musste auch der Tourismus in Hermannstadt/Sibiu aufgrund der Coronavirus-Pandemie schwere Schläge einstecken. Manchen Tourismusunternehmern gelang es, die Verluste einzudämmen und kreative Lösungen zur zumindest teilweisen Rettung von Arbeitsplätzen und der Geschäftszahlen zu finden. Andere wiederum mussten einsehen, dass eine wenigstens...
Ganz anders als zur Internationalen Tourismus-Börse Berlin (ITB) 2019 und davor, als tausende Berliner sowie Tourismus-Fachbesucher aus über 80 Ländern und zahlreiche Journalisten tagtäglich in die und aus den Messehallen strömten, meist massenhaft Prospekte schleppend, waren diesmal Menschen mit gelben Impfpässen dort unterwegs: Die Messehallen fungieren vorübergehend als Corona-Impfzentrum in Berlin. Im Gegensatz zum quirligen Leben zu...
Dass Unsichtbarkeit Macht ist und zu Macht-Missbrauch führen kann, das illustriert Plato seinem Bruder Glaukon in der Politeia mit einer Version des Herodotschen Mythos´ von der Machtergreifung des Griechen Gyges im Königreich Lydien, dem Stammvater der Mermnaden-Dynastie. Der Goldring mit magischer Kraft zum Unsichtbarmachen, den der Hirt Gyges findet, verleiht ihm Macht am Hof des Königs Kandaules, die er missbraucht, um Königin Rhodope zum...
Es ist ungewöhnlich still im B-Gebäude des Kronstädter Honterus-Kollegs. Leere Klassenräume, keine Stunden, kein Pausenlärm. Schüler und Lehrer sind online, sehen und hören sich nur am Bildschirm. Ausnahme machen die Grundschulklassen, die alle im D-Gebäude Präsenzunterricht erhalten. Direktor Radu Chivărean kann, trotz Pandemie, gute Nachrichten melden: Neue Spenden sind eingetroffen, vermittelt vom Siebenbürgenforum (Arbeitshefte als...
Ein Spaziergang über den Marktplatz/Piața Sfatului durch die Purzengasse/str. Republicii, die Michael-Weiss-Gasse und die Klostergasse/Str. Mureșenilor offenbart Dutzende leere Schaufenster. Einige der Geschäftslokale stehen seit Jahren leer, andere erst seit kurzer Zeit. Laut Experten ist eine Quote von 10 Prozent Leerstand normal, wenn der Prozentsatz höher liegt, wäre das ein Zeichen für zu hohe Mieten, die gesenkt werden müssen. Doch im...
Am 19. Februar bewegte die Geschichte von Florin Müller, „Befreiung aus dem wörterlosen Körpergefängnis“ viele Leserherzen der ADZ: Mit dreieinhalb Jahren aus einem rumänischen Waisenhaus nach Deutschland adoptiert, galt der autistische Junge lange als schwer geistig behindert, bis Therapeutin Hanne Kloth 2011 zufällig entdeckte, dass er lesen und schreiben konnte. Da war er bereits 17 Jahre alt. Als sie ihn zum ersten Mal vor den Laptop setzte...
Gott lässt uns hindurchschauen durch das, was vor unseren Augen steht. Das gilt auch für den Spruch aus dem Johannesevangelium, der uns in dieser Woche begleitet: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“ Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalef beginnt einen ihrer Romane mit dem Tod einer Mutter, die sich ihrem Lebensende nähert und stirbt – und damit ihre...
Über verschiedenartige Spannungen in den Großfamilien, Dorf- und Vereinsgemeinschaften sowie in der „Gemeinschaft“ der Banater Deutschen gibt es eine lange, belegbare „Tradition“. Ebenso für den fast ständigen und aus heutiger Sicht selbstverständlichen Generationenkonflikt. Allzu oft dürfte es jedoch kein großes und erfolgreiches Aufbegehren gegen die väterlichen Patriarchen und strengen Großmütter gegeben haben. Forschungsthema waren diese...
Ob über Handy oder PC, Autos oder Staubsauger – das Internet verbindet fast alle Geräte um uns he-rum. Es prägt unser Leben dermaßen, dass es den Anschein hat, fast ewig bereits da gewesen zu sein. Andererseits aber sprechen Eltern und Großeltern oftmals über die „Zeiten vor dem Internet“ – können aber interessanterweise sehr gut mit der Tastatur umgehen. Trotz dessen stellt sich kaum einer die Frage: Wieso? Und seit wann gibt es eigentlich das...
Wird bald wieder die Sonne scheinen? Oder warten dunkle Wolken, Nässe und Kälte auf uns, wenn wir an die Zukunft der rumänischen Wirtschaft – und damit verbunden an das eigene Wohlergehen – denken? Mit dieser Frage konfrontierte das unabhängige Meinungsforschungsinstitut IRSOP (irsop.ro) in der letzten Februarwoche 713 Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahren. Sind die Leute allzu pessimistisch, werden sie nicht viel Geld ausgeben, was der...