MEINUNG UND BERICHT: Nachrichtenarchiv

Ethnische Minderheiten und die Bedeutung von Printmedien

Zum zweiten Mal kamen Vertreter von Minderheitentageszeitungen aus zahlreichen Ländern Europas in Bozen in Südtirol zusammen. Vor zehn Jahren, 2001, war hier an der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) die Europäische Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen (MIDAS) ins Leben gerufen worden, erinnerte Toni Ebner, Präsident der Organisation, in seiner Begrüßungsansprache bei der 10. Generalversammlung von MIDAS.Die...

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In einer Grauzone der Verkehrsregeln

Eine ernst zu nehmend große Gruppe junger Leute kann man dieser Tage bei schönem Wetter auf flotten Mountainbikes durch das Bukarester Verkehrschaos flitzen sehen. Man gewinnt den Eindruck, es werden von Tag zu Tag mehr. Obwohl mir von vielen Freunden abgeraten wurde, in Bukarest Fahrrad zu fahren, mit der Begründung es sei zu gefährlich, habe ich mir vergangenen Samstag doch eines gekauft. Und nach beinahe einer Woche im Verkehr kann ich auch...

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Expedition auf den Spuren der Daker (Teil I)

Dakerausstellung in Deva

Im Museum für dakische und romanische Zivilisation in Deva fand vom 11. April bis 15. Mai die Ausstellung "Kunst und Handwerk in der Zeit des dakischen Königreichs: Keramik" statt. Danach wurde sie ins Ethnografiemuseum nach Brad verlegt, wo sie noch bis Ende des Jahres zu sehen ist.

Am Eingang der Ausstellung werden die Besucher stilgerecht von Daker "Daus", in Schlabberhosen aus Hanf, Dolchgürtel, halblangem Haar und...

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Das Leid der Deutschen kennengelernt

Er betrachtet sich selbst als Wahlkronstädter und er hat in der Zinnenstadt viele Freunde und Bekannte noch aus seiner Kindheit. Als Forscher auf dem Gebiet der kriminellen rumänischen Geheimpolizei (Securitate) im Kommunismus ist er eine bekannte Persönlichkeit. Heute leitet er das Zentrum zur Erforschung der Kommunistischen Verbrechen (CIICR). In einem Gespräch mit ADZ-Redakteur Hans Butmaloiu erzählte Marius Oprea weniger über seine berufliche...

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Spendenaufruf

Seit ich mich für ein soziales Projekt engagiere, bekomme ich immer wieder Anfragen von Helfern aus dem Ausland, was denn in Rumänien so alles gebraucht wird – Kinderkleidung, Babysachen, Medikamente oder Lebensmittel? Gestern trudelte eine euphorische SMS von Birgit aus Italien ein, die einen Hilfstransport organisiert: „Hurra, habe von einer Firma 18 Fernseher bekommen! Was braucht ihr noch in Rumänien?” Schon juckte es mich in den Fingern:...

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Glokaler Kontext und Transformation

Zwei der Teilnehmer lernte ich im Flugzeug kennen. Nicht persönlich, sondern ihren Werdegang: In der Werbebroschüre der österreichischen Fluggesellschaft werden Jan Mainka, der Herausgeber und Chefredakteur der „Budapester Zeitung“, sowie Marcus Hundt, der Chefredakteur der „Prager Zeitung“, vorgestellt. Die Genannten stammen aus Deutschland und führen erfolgreich deutsche Wochenzeitungen, die sich vorrangig an deutschsprachige Unternehmer und...

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Hänschen, piep doch mal!

„Da mi un bip” (gib mir einen Piep), sagt man hierzulande, wenn man für ein vorher vereinbartes Telefonsignal keine Gesprächseinheit opfern möchte oder kann, was häufig vorkommt, denn die Gehälter in Rumänien sind klein, der Mitteilungsdrang jedoch groß. Ein Piep kann bedeuten „Bin gut angekommen”, „Mach die Tür auf” oder „Komm runter, ich bin jetzt da”. Den Piep gibt man aber auch ab, wenn man zurückgerufen werden möchte, denn dann bezahlt der...

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Entscheidung zum Neunzigsten

„Wir, Mihai I., angesichts unserer unbestrittenen Autorität als Chef des Königshauses Rumäniens und im Einklang mit der Entscheidung Unseres geliebten Großvaters, König Ferdinand I., der Dynastie Unseres Königshauses einen nationalen und unabhängigen Charakter zu verleihen, im Bewusstsein meiner Pflicht gegenüber der Geschichte sowie meinen Nachkommen und Thronfolgern gegenüber, im Einklang mit Art. 1(10), 15 und Anhang 1 der Grundnormen der...

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Sfântul Stefan - eine kleine orthodoxe Gemeinde in Bukarest

Versteckt hinter einem riesigen Plattenbau in der Strada Stirbei-Vodü Nummer 99 steht die rumänisch-orthodoxe Kirche Sfântul Stefan. 1760 errichtet, entging sie 1988 im Zuge des Boulevardbaus unter Ceausescu nur knapp der Zerstörung. Auf Schienen wurde sie damals sechzig Meter nach Süden versetzt, aber erst 1990 wieder eingeweiht. Der jetzige Pfarrer, Dozent Dr. Daniel Benga übernahm die Gemeinde nach seiner Rückkehr aus Deutschland im Jahre...

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„Akzeptanz und Glaubwürdigkeit hängen sehr stark von Kommunikation ab“

Der Beginn des Handelstags an der Wertpapierbörse Bukarest wurde am Dienstag von einer prominenten Persönlichkeit, Dr. Michael Schwarzinger, Botschafter der Republik Österreich in Rumänien, eingeläutet. In seiner Rede mahnte er eindringlich an, dass sich Rumänien auch im Energiebereich nach marktwirtschaftlichen Kriterien richten und die Stagnation überwinden müsse.Botschafter Dr. Michael Schwarzinger, geboren 1955 in Feldkirch (Österreich), ist...

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