KULTUR: Nachrichtenarchiv

Die „Messe von Kronstadt“ auch am Huetplatz und in Chemnitz

Es mag zwar um nichts weiter als Vertonung der christlichen Kerngebete nach westkirchlicher Ordnung gehen, und doch besticht die Einladung zur Aufführung der fünfteiligen „Messe von Kronstadt“ (2017) am Samstagabend, dem 31. Mai, um 19 Uhr in der evangelischen Stadtpfarrkirche Hermannstadt/Sibiu auch und gerade durch das Singen in den sechs Sprachen Deutsch, Ungarisch, Rumänisch, Englisch, Griechisch und Latein. Eigens für das Festwochenende in...

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Vom nervös gewordenen Schnee

Von Horst Samson liegt ein neuer Gedichtband vor, der sich in fünf etwas unterschiedlich gewichtete und thematisch akzentuierte Gedichtzyklen gliedert, auf die einzeln einzugehen sein wird. Das vorangestellte Gedicht, der Auftakt des Bandes, „An der Schwelle des Schlafes“, beginnt mit den Versen „Verwickelt in Saiten und Akkorde hänge ich / Auf dem Dachboden / In der Gitarre. Hell brennt die Brust“. Dem schließt sich das Überraschende verwirrend...

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„Die Poesie ist meine letzte Freundin“

„Wie ein Nickerchen gejagt von einer Geige“, betitelte sich die zweisprachige Doppellesung im Goethe-Institut Bukarest am 9. April 2025 von Nora Iuga und Edith Ottschofski, nach einer Gedichtzeile aus „Fetița strigă în pahar“ (Nemira-Verlag) von Nora Iuga. Gelesen wurde daraus, sowie aus dem dreisprachigen Band „Clipe-Augenblicke-Clins d’œil“ (Casa de Pariuri Literare) von Edith Ottschofski. Die Autorinnen kennen sich schon seit 1998, als...

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Meister der Waldeinsamkeit, Arzt mit Pinsel, vergessene und verbotene Künstler

Die neue Kunstsaison des beliebten temporären Museums „Art Safari“ in der Bukarester Altstadt bereitet Kunstliebhabern viele Überraschungen vor. Seine 16. Ausgabe erwartet Kunstbegeisterte mit Rückblicke auf das Werk des rumänischen Altmeisters Ioan Andreescu und des Modernisten Ion Țuculescu, Bildern Dutzender in Vergessenheit geratener rumänischer Malerinnen und Maler und jungen Gegenwartskünstlerinnen und -künstler, einer internationalen...

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ADZ-Reihe: Wertvolle Jugendbücher Der Tod ist ein sanftmütiger Erzähler

Selten hat mich ein Buch so im tiefsten Herzen berührt, so gebeutelt, so nachhaltig bewegt. Und dies mit einer wortgewaltigen Schönheit, der immerhin der Schrecken eines Krieges gegen-übersteht... Hauptfiguren sind: die Bücherdiebin, Liesel Meminger, ein dreizehnjähriges Mädchen, das, traumatisiert vom plötzlichen Tod des kleinen Buders, auf dessen Begräbnis ihr erstes Buch stiehlt. Nun ja, eigentlich steckt sie es nur heimlich ein. Es ist einem...

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Hochgeistiges Vergnügen: „Fünf Liter Zuika“

 

Fünf Liter Zuika hatte die Maio auf das hohe Kellerregal gestellt, für die Hochzeit ihres ersten Sohnes. Übriggeblieben von der eigenen Hochzeitsfeier mit dem Schieben-Thummes. Da war von dem kleinen Thummes aber noch gar keine Spur… Um den besonders edlen Schnaps des rumänischen Schäfers Badea Mitru, in dessen Sennhütte sich Maria Katharina Krauß, genannt Maio, und Thomas Schieb alias Schieben-Thummes kennengelernt hatten, Zuflucht suchend vor...

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101 Fotografien und ihre Geschichte

Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, dass neue Projekte unter Ihrem Namen entstehen – seien es Dokumentarfilme, Bildbände, Zeichnungen oder Bücher. Vor genau zwei Jahren fand unser letztes Gespräch statt, über Ihren Film über Zipser, die letzten ihrer Art, der dieses Jahr noch an zwei Tagen in Berliner Kinos gezeigt wird. Glückwünsche dazu! Jetzt aber widmen wir uns Ihrem neuesten Werk, dem Bildband „Maramuresch. 101 Foto/Geschichten aus den...

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ADZ-Reihe Wertvolle Jugendbücher: Freiheit, Glück und Terror

Am Anfang stehen Zukunftsbilder, entstanden unter anderem unter der Kuppel des Planetariums, das für sie, die Kinder von Hoy(erswerda), im WK VI erbaut wurde. Eine Versprechung von Zukunft, die Hoffnung auf Fortschritt, der Wunsch, Kosmonaut zu werden und all das in der Nähe der Rauchschwaden von „Pumpe“, dem damals größten Braunkohleveredlungsbetrieb der Welt. Zukunft spielt hier eine zentrale Rolle, sie war einer der Gründe, weshalb ihre Eltern...

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Musik für alle

„Unterfertigter Bürgermeister der Stadt Kronstadt bestätige hiermit amtlich, dass Herr R i c h t e r   P a v e l, Leiter des städtischen Orchesters, wohnhaft in Kronstadt, Schwarzgasse No. 27, lesen und schreiben kann. Kronstadt, am 12. Februar 1925.“ Diese seltsame Bestätigung – auf Rumänisch ausgestellt – benötigte Paul Richter vermutlich für ein Visum im Hinblick auf seine Reise nach Amerika von April bis Juli 1925. Paul Richter aber konnte...

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Noch schnell ein Apfelbäumchen pflanzen...

„Vor Jahren, es war Freitag, der 9. Juni 1991, eröffnete ich die ersten Reschitzaer Deutschen Literaturtage mit dem Motto ‚Lasst uns doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen, auch wenn das Deutschtum in Rumänien morgen untergeht‘…“ Es ist nach Mitternacht und das Lokal, in dem sich Menschen aus fünf Ländern gerade herzlich voneinander verabschiedet haben, dimmt die Lichter. Wir sitzen in einer Ecke, das Aufzeichnungsgerät surrt, die Worte purzeln...

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