KULTUR: Nachrichtenarchiv

Gedanken zu Anton Sterblings Band „Ungewissheiten heimwärts fliehender Krähen“

Der vormalige, nun  emeritierte Soziologieprofessor Dr. Anton Sterbling, Träger des Donauschwäbischen Kulturpreises Baden-Württemberg 2025, Autor zahlreicher literarischer Produktionen, entstammt der Aktionsgruppe Banat… Sein 2025 im Ludwigsburger Pop-Verlag erschienener Band „Ungewissheiten heimwärts fliehender Krähen“ enthält Gedichte aus den Jahren 2020-2024, zusammengefasst unter dem Titel „Ungewissheiten zerbrochener Flügel“ sowie Kurzprosa,...

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„Rolf Bossert“-Gedächtnispreis 2026

Auf Anregung des Schriftstellers Hellmut Seiler hat eine Gruppe von Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern und Journalisten, bestehend aus Nora Iuga, Werner Kremm, Horst Samson, Olivia Spiridon, Anton Sterbling, Erwin Josef }igla (als Gastgeber) und Joachim Wittstock im Jahr 2019 den „Rolf Bossert“-Gedächtnispreis ins Leben gerufen, um das Andenken an diesen viel zu früh verstorbenen Dichter und sein Werk wachzuhalten. Dem in Reschitza am 16....

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„Ein Ort, an dem sich Menschen wohlfühlen, Ideen austauschen und Neues entdecken“

Das Goethe-Institut und die zugehörige Bibliothek sind den allermeisten Deutschsprachigen in Bukarest und Rumänien bekannt. Doch dahinter steckt viel Arbeit, wie die Leiterin des Bereichs „Information und Bibliothek“, Francesca Szöke, im ADZ-Gespräch verrät. Darüber hinaus gibt sie Einblicke in den Alltag einer Bibliothek: Wer kommt in eine Bibliothek? Was wird am liebsten ausgewählt? Und woher kommen all die Bücher?

Denn für viele...

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Was passiert, wenn Transnistrien/Russland die Republik Moldau überfällt?

Die moldauische Regierung, in einem Flugzeug, wird von einem transnistrischen/russischen Kampfflugzeug pulverisiert, Panzer fahren durch Chișinău und russische/transnistrische Soldaten marschieren durch die Stadt und nehmen alle fest, die irgendwas mit Rumänien zu tun haben. Diese Horrorvorstellung verarbeitete der Autor Iulian Ciocan aus Chișinău in seinem Roman „Am Morgen kommen die Russen“. Es ist ein erschreckendes und interessantes Werk.

Al...

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Namensvielfalt einer Stadt: Temeswar

Der Name der Stadt an der Temesch kennt einige Varianten verschiedenen Ursprungs und besteht als Kompositum zumeist aus zwei Substantiven; das erste Nomen bezieht sich auf den Fluss Temesch (ung.: Temes, rum.: Timiș, serb.:Timesh). Beim zweiten Wortteil wird es kompliziert: Temeschwar, wie es im Wiener Büroamtsdeutsch heißt, geht auf das altawarische Nomen „war“ zurück, was im Altawarischen „befestigter Ort“ oder „Platz“ bedeutet. Das...

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„Why‚We Should All Be Feminists“

Wenn man sich den Titel der Ausstellung anschaut, fallen aufmerksamen Lesern bestimmt erst mal die ungewöhnlichen Satzzeichen auf. „Why ‚We Should All Be Feminists’” (Warum ‚Wir alle Feministen sein sollten’) ist sowohl in Anführungsstrichen, weil es ein Titel ist, aber auf der anderen Seite ist der Satz „We Should All Be Feminists“(Wir sollten alle Feministen sein) extra hervorgehoben – denn dies ist ein Zitat der Schriftstellerin Chimamanda...

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Motters Knoblauchwurst – Rezepte überleben Kriege

Sie hatte die Tradition aus ihrer Heimat Siebenbürgens mitgebracht, jenem Landstrich im Südosten Europas, der nach Knoblauch roch wie andere Orte nach Heu oder Sommerregen. Knoblauch wuchs dort in rauen Mengen und wurde nicht sparsam, sondern mit Überzeugung gegessen: roh zum Schmalzbrot, zu gekochten Kartoffeln – in etwas Salz getaucht, beißend scharf, tränentreibend und trotzdem ein Genuss, der zum Alltag gehörte. Gesund? Darüber dachte niemand...

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Evangelischer Blick auf orthodoxe Theologie

Der Erkersreuther Pfarrer Jürgen Henkel hat bereits mehrere Bücher über den bedeutenden rumänischen Theologen Dumitru St²niloae veröffentlicht  Fast 25 Jahre ist es nun schon her, dass der heutige Erkersreuther Pfarrer Dr. Jürgen Henkel mit einer wissenschaftlichen Arbeit über den bedeutenden rumänischen orthodoxen Theologen Dumitru St²niloae 2001 von der Universität Erlangen zum „Doktor der Theologie“ promoviert wurde. Diese Forschungsarbeit...

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Doppelte Krippenfreude im Stift Zwettl

Seit der heilige Franz von Assisi im Jahr 1223 in Greccio in Italien die erste Weihnachtskrippe – mit einigen seiner Anhänger als Hirten und lebenden Tieren – aufgestellt hatte, verbreitete sich rasch der Brauch, dem ehemals leseunkundigen Volk mit geschnitzten Figuren das Weihnachtsgeschehen plastisch vor Augen zu führen; die Kirchen bedienten sich freudig dieser Möglichkeit. So wohl auch im Stift Zwettl: Im Jahr 1763 entstand die barocke...

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Die kulturelle Longue Durée der Siebenbürger-Sachsen

Joachim Wittstocks Roman „Das erfuhr ich unter Menschen“ ist ein Spätwerk von erstaunlicher erzählerischer Spannweite. Der „Heimweltautor“, wie er sich mit einem Anflug von Ironie, aber treffend selbst bezeichnet, entwirft darin nicht nur eine Fülle von Figuren, Orten und Episoden, sondern eine ganze kulturelle Zeittopografie. Sein Erzählen gilt den Siebenbürger Sachsen als einem historischen Kontinuum. Er ist bestrebt, ihre kulturelle Longue...

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