(Fortsetzung vom letzten Freitag) Der Chorleiterkurs Anton Goklers 1930 Im August des Jahres 1930 hielt Musikprofessor und Chorleiter Anton Gokler (1859-1942) für den Banater Deutschen Sängerbund in der Temeswarer Banatia einen Chormeisterkurs ab. Titel seiner Vorlesung: Der Chorleiter und seine Sänger. Das Manuskript dieses Kurses ist uns erhalten geblieben. Er vermerkte am Ende seines Manuskripts nach dem Kurs: „Meine Vorlesungen hatten den...
Verzweifelt hockt der 16-jährige Henner vor dem Computer. Denkt: „Kann ich bitte löschen, was ich gerade gesagt habe?“ Immer wieder hatte er eine Nachricht an die schöne Valerie auf der elektronischen Klassenpinnwand auf Facebook eingegeben. Und immer wieder kurz vor dem Abdrücken gelöscht. Bis es dann passiert ist. Der Bildschirm baut sich neu auf und – oh Schreck! Er hat doch tatsächlich statt der Back-space-Taste Enter erwischt! „Valerie...
(Fortsetzung vom letzten Freitag) Bereits 30 Gesangvereine waren diesem Sängerbund beigetreten, 1925 waren es schon 67 Chöre. Zweck des Bundes war in erster Linie „die Pflege des deutschen Liedes durch Übung des volkstümlichen Chorgesangs“. Weiter heißt es: „In der Verfolgung seines Zieles kennt der Bund nur edle Geselligkeit, freundschaftliche Beziehungen zu allen Vereinen des Bundes, vaterländische Gesinnung und unermessliche Liebe zum Gesang....
Der Alte Friedhof in Bonn wird von Auto-Verkehr umschäumt sowie vom ratternden Rauschen der ICE-Züge, die von Dortmund gestartet sind und nach Süden wollen, nach Frankfurt am Main, Mannheim, Basel oder zurück in die Domstadt Köln. Die 1715 eingerichtete Ruhestätte lag einst außerhalb der Stadtbefestigung. kaufte Grund und Boden auf und ließ einen Friedhof anlegen „vor gemeine Einwöhner, paßanten und Soldaten.“ Sein Nachfolger Clemens August...
Die Geschichte des deutschen Chorgesangs im Banat kann auf eine dreihundertjährige Tradition zurückblicken. Sie gehörte neben der langen Tradition der rumänischen, serbischen, ungarischen, schokatzischen, jüdischen, bulgarischen, kroatischen, tschechischen oder slowakischen Gesangskultur zum reichhaltigen musikalischen Erbe dieses – nach den Worten Wilhelm Kienzls – „von Gott gesegneten Banate“. Ob man sie deutsche Liedertafel oder Gesangverein...
Im Nationalmuseum für Rumänische Literatur in Bukarest MNLR (Str. Nicolae Crețulescu Nr. 8) hat eine besondere Ausstellung illustrierter Bücher, insbesondere für Kinder, die von bedeutenden rumänischen und ostdeutschen Grafikern in den 60er bis 80er Jahren hergestellt wurden, bis Mitte Oktober stattgefunden. Die unter der Betreuung von Projektkoordinatorin Carla Duschka (Atelierul de Grafică) ausgewählten knapp 40 Bücher sind im Zeitraum von...
Sie stehen am Eingang der Ausstellung und begrüßen den Besucher: Donatellos Figuren „Der Heilige Georg“ und sein „David“. Der heilige Georg (Abguss, das Original aus Marmor um 1415-17), fest mit beiden Beinen auf der Plinthe stehend (das Original zeigt die Figur mit Sockel und in einer Nischenarchitektur), ist mit einer antikisierenden Rüstung und einem Mantel versehen, er hält ein schmales Schild vor sich und hat den Blick in die Ferne...
Anlässlich der Jubiläumsausgabe von Art Safari haben die Veranstalter des größten alljährlichen Kunstfestivals in Rumänien, nach einer gut besuchten neunten Auflage, die heuer von Mai bis August geöffnet war, erstmals auch eine zweite Ausgabe im selben Jahr organisiert. Das temporäre Kunstmuseum Art Safari, welches für das zweite Jahr in Folge im Dacia-România-Palast in der Bukarester Altstadt (Str. Lipscani Nr. 18-20) gastiert, hat...
„Der eigentliche Mittelpunkt alles Pietismus und Mystizismus ist aber die reformierte Gemeinde in Elberfeld. Von jeher zeichnete sie sich durch streng calvinistischen Geist aus, der in den letzten Jahren durch die Anstellung der bigottesten Prediger – jetzt wirtschaften ihrer vieren zugleich dort – zur schroffsten Intoleranz geworden ist und dem papistischen Sinn wenig nachsteht. (…) Kommt gar einer, der die Prädestination nicht glaubt, so...
Temeswar/Timișoara. Damit hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet: Bei der Premiere und ersten öffentlichen Präsentation des neuen Buches „Christentum und kirchliches Leben im Banat in Geschichte und Gegenwart“ aus der Reihe „Deutsch-Rumänische Theologische Bibliothek/DRThB“ strömten über 70 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in die Kapelle der Fakultät für Literaturwissenschaften, Geschichte und orthodoxe Theologie der Universität...